Nachbar bezieht Strom aus Nebenwohnung

Dieses Thema im Forum "Rechnung und Verbrauch" wurde erstellt von kyoko, 15. Dezember 2007.

  1. kyoko

    kyoko Starter

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    Hallo,

    mein Nachbar ist seit ca. 1,5 Jahren vom Strom abgeklemmt.
    Der Vermieter hat ihm erlaubt aus einer leerstehenden - gegenüberliegenden Wohnung Strom zu beziehen und es wurde ein Verlängerungskabel zu entsprechender Wohnung über den Hausflur offen und sichtbar gelegt. Den Strom aus der gegenüberliegenden leerstehenden Wohnung bezahlt ja der Vermieter.
    Ist dieses überhaut erlaubt?

    Gruss
    Stef
     
  2. Bavaria69

    Bavaria69 Fachmann

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    ... wenn da alles seitens des Vermieters so OK ist klar, warum nicht? Sollte der Nachbar das schriftlich haben ist alles OK, so lange kein Siegel gebrochen wurde... Müssen die 2 miteinander ausmachen.
     
  3. kyoko

    kyoko Starter

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    Also kann man einfach, wenn man wennn man keinen Strom mehr bezieht wg. Stromschulden ein einfaches Verlängerungskabel über den Hausflur von der einen zur anderen Wohnung ziehen, wenn der Vermieter das erlaubt?
    Sind da keine Richtlinien wg. Brandschutz etc. zu beachten?

    Gruss
    Stef
     
  4. 22444

    22444 Routinier

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    Hallo Stef

    Man merkt, du hast bereits gegooglelt und die betreffenden Hinweise gefunden.

    Dann weist Du auch, daß Irgend jemand den Stromversorgern einen "Tip" geben muß...

    Von uns kann das keiner, das bleibt an Dir hängen, wenn dich das stört....


    Erich
     
  5. Bavaria69

    Bavaria69 Fachmann

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    Man muss zwischen rechtlich und technisch unterscheiden. Rechtlich scheint ihrer Darstellung nach alles OK.

    Technisch im Prinzip auch, wenn Sicherungskasten, Leitung, Steckdose, Verlängerungskabel, angeschlossene Geräte gemäß TÜV/VDE OK sind.
     
  6. kyoko

    kyoko Starter

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    Die meisten Antworte die ich gefunden habe beziehen sich auf "Stromklau". Hier geht es um eine ich sag mal:
    "Ich schenke? Dir mal Strom aus der Nachbarwohnung" (vom Vermieter) mit einem einfachen Verlängerungskabel - gelegt über den Hausflur :D

    Danke für Dein Feedback.
    Stef
     
  7. Bavaria69

    Bavaria69 Fachmann

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    Hallo Kyoko,

    Schenkung ist nicht ganz richtig. Duldung kommt dem näher. Um das aber genauer zu sagen müsste man das Abkommen der zwei kennen. Erfahrungsgemäß würde ich mich da raus halten. Bringt nur Ärger.

    Gruß
    Carsten
     
  8. 22444

    22444 Routinier

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    Hallo Ihr Beiden

    Das Problem liegt wahrscheinlich eher in den AGBs des Versorgers - Da steht üblicherweise so was wie " Verbot der Weitergabe von Leistungen an Dritte"

    Bedeutet sinngemäß: Der Stromversorger selbst will für einen neuen Kunden auch die monatliche Grundgebühr und nicht nur die zusätzlichen Kwh einkassieren.

    Egal was der Vermieter da mit dem Abnehmer ausgemacht hat, das gibt wirklich nur Ärger.

    Gruß

    Erich
     
  9. Bavaria69

    Bavaria69 Fachmann

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    Stimmt Erich,

    die zwei machen Ärger und Kyoto muss es dann ausbaden. Also höchstens anonym, aber können die 2 dann nicht 1+1 zusammen zählen?

    Muss Kyoto wissen und entscheiden.

    Gruß
    Carsten
     
  10. Mix

    Mix Power-User

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    MoinMoin,

    früher war es sogar in der AVBEltV geregelt, dass der Strom nicht ohne Zustimmung des EVU an Dritte abgegeben werden darf.

    In der GVV konnte ich das nicht mehr finden. Solange der Strom nicht über den Allgemeinstromzähler läuft, kann es kyoko von der Kostenseite her egal sein.

    Bleibt das technische Risiko durch eine evtl. Überlastung der Versorgungsleitung.

    Wieso macht das der Vermieter eigentlich? Normalerweise sind die gesperrten Kunden auch nicht die zuverlässigsten Mietzahler. Und dass es sich hier um eine unentgeltliche Überlassung des Stroms handelt, mag ich schon gar nicht glauben. Der Vermieter kassiert hier bestimmt - der Preis wäre interessant.

    Das EVU kann hier übrigens nicht viel ausrichten.

    So long
     
  11. Stromhändler

    Stromhändler Fachmann

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    Hallo zusammen,

    also nach Auffassung des BDEW ist es sogar nach GVV so, dass selbst ein "Penner", der durch nächtliches Einsteigen in eine Wohnung Energie aus dem hiesigen Verteilnetz entnimmt für diese als Geschäftspartner zu betrachten ist (konkludentes Handeln).

    Damit kann ein EVU bei Nachweis des HE diesen nicht mehr für den Verbrauch verantwortlich machen.

    Ist schon ganz schön irre, diese GVV!!

    Gruß
    Stromhändler
     
  12. Mix

    Mix Power-User

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    MoinMoin,

    diese Sicht muss man ja nicht teilen. Ob das ein Gericht genauso auslegt, bleibt abzuwarten.

    Im vorliegenden Fall liegt ja kein Kundenwechsel vor sondern eine bewusste, einvernehmliche Weitergabe elektrischer Energie.

    Von konkludentem Verhalten zwischen EVU und dem Strombezieher kann hier wohl auch nicht ausgegangen werden.

    So long
     
  13. Stromhändler

    Stromhändler Fachmann

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    Hallo Mix,

    das ist mir klar. Ich wollte ja nur drauf hinweisen, wie sehr sich die Zeiten seit Ende AVB geändert haben.

    Na ja, was heisst Sicht teilen? Die arbeiten ja schließlich mit an den Verordnungen...irgendwie werden die da schon Prognosen für abgeben können.:)

    @kyoko:

    Die einzige Möglichkeit, auf die sich EVU noch stützen können, ist die Folgende:

    Urteil des LG Wuppertal v. 26.06.1985 / RDE 1986 S. 18

    Dort geht es um Unterpacht (wäre hier aus Sicht EVU am naheliegensten). Jedoch beruft sich dieses Urteil in teilen auch widerum auf die AVBEltV §22.
     
  14. 22444

    22444 Routinier

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    Um festzustellen, ob das erlaubt ist, musste man den Netzbetreiber /Anbieter kennen.

    Also: Welches Unternehmen liefert denn den Strom an den Vermieter? - Dann kann man in die AGBs schauen und dort sollte was darüber stehen. (Ist zumindest bei eon immer noch so zu lesen, daß eine Weitergabe an Dritte nicht erlaubt ist..)

    Erich
     
  15. strömling

    strömling Stammgast

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    nicht zuletzt weil ja auch Firmen mit ermäßigtem Stromsteuersatz den Strom dann verbilligt weiterliefern würden...

    Ich bin der Meinung aus Gründen der Sicherheit sollte man das melden...
     
  16. Mix

    Mix Power-User

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    MoinMoin,

    jetzt macht mal einen Punkt. Worum geht´s eigentlich?

    Der Vermieter und der Stromnichtzahler sind sich augenscheinlich einig, Dritte werden nicht geschädigt (nicht mal das EVU, da der Strom ja gezählt und mutmaßlich gezahlt wird).

    Aus technischer Sicht besteht ein geringes Risiko der Überlastung der Leitung.

    Alles andere sind unnötige Planspiele auf Spekulationen und keine Antwort auf kyokos Frage.

    Und wem soll man das melden und was soll der unternehmen?

    So long
     
  17. strömling

    strömling Stammgast

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    Fakt ist doch nur, dass der Nachbar Strom bezieht... Woher wissen wir, dass der Vermieter das zulässt? Wieviele Geräte hängen denn an dem einen Stromkabel?

    Die Möglichkeit einer Überlastung des Kabels ist doch gegeben oder? Könnte ein Feuer ausbrechen?

    Selbst wenn alles rechtens ist, so könnte der Netzbetreiber bzw. Energieversorger die Sache prüfen...

    Du hast ja selber schon die Frage gestellt, warum macht der Vermieter das? Vielleicht weiß er ja von nix?
     
  18. Mix

    Mix Power-User

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    MoinMoin Strömling,

    ich zittiere mal aus dem ersten Eintrag von kyko:

    Wir können also von Einverständnis ausgehen.

    Bevor das Kabel so heiß wird, dass es zu einem Brand kommt, dürfte bei einer den technischen Vorschriften entsprechenden Installation wohl die Sicherung fliegen. Das Risiko ist denkbar gering.

    Was soll der Versorger/Netzbetreiber den pürfen? Der ist bis zum Zähler zuständig. Was dahinter läuft, kann er nicht beeinflussen, es geht ihn nichts an.

    Bei einem Diebstahl muß der Bestohlene tätig werden. Liegt hier aber nicht vor (s.o.). Die technische Gefahr fällt in den Zuständigkeitsbereich des Eigentümers. Darauf kann der Versorger/Netzbetreiber hinweisen, mehr nicht.

    Natürlich könnte es sein, dass die Sicherung durch eine Alufolie ersetzt wurde, der Herd, das Aquarium, das Wasserbett und 5 Radiatoren über das Kabel versorgt werden, das Kabel zu glühen beginnt, zunächst ein Schwelbrand im Fehlboden entsteht, der sich zu einem Wohnungsbrand und anschließend zu einem Vollbrand ausweitet. Und der Vermieter hat die Entnahme erlaubt sondern wurde dazu genötigt...

    So kann man einen Roman schreiben oder über Seiten hinweg eine unnötige, weil unrealistische Diskussion führen, ohne das für die Praxis was herauskommt (sh. Foren TelDaFax/Flexstrom). Theoretisch mögliche Konstellationen diskutieren... :rolleyes: :rolleyes: :rolleyes:

    So long
     
  19. 22444

    22444 Routinier

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    MoinMoin

    Das ein Einverständis zwischen Vermieter und Gesperrtem besteht, steht ausser Zweifel! (Wurde ja oben vom Treaderöffner so geschildert, daß der Vermieter dem Gesperrten erlaubt hat von einer leerstehenden Wohnung Srom zu beziehen.)

    Wir versuchen hier aber herauszukriegen, was Der Versorger dem Vermieter erlaubt hat, also ob der den Strom weitergeben darf - Mal ganz unabhängig von der Brandgefahr, ect...

    Und damit sehr wohl dem Vermieter untersagen kann, daß der den Strom weiterverkauft und ein kleines Zwischengeschäft macht, das eigentlich er selbst machen möchte.

    Denn natürlich wird das EVU geschädigt, und das wird es sich kaum gefallen lassen...

    Aber dazu müsste man endlich rauskriegen, wer der Versorger ist, bis dahin ist das "theoretisch"...

    Gruß

    Erich
     
  20. Mix

    Mix Power-User

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    MoinMoin,

    Drei Fragen:
    Wo steht dass? Den § 22 AVBEltV gibt es nicht mehr!
    Wer sagt, dass für den Strombezug Geld fließt?
    Was macht Euch so sicher, dass der Gesperrte und der Vermieter beim selben Händler sind? Wenn der Vermieter bei Flex ist und der Gesperrte beim Grundversorger nimmt hier keiner dem anderen das Geschäft weg.

    Eine Frage:
    Wo wird das EVU geschädigt? Ich sehe hier nur, dass der erzieherische Aspekt der Stromsperre entfällt. Das ist bestenfalls ärgerlich.

    So long
     
Schluss mit steigenden Stromkosten. Zeit zu wechseln!