ESWE-Kunden als zinslose Kreditgeber?

Dieses Thema im Forum "Rechnung und Verbrauch" wurde erstellt von peef, 3. Dezember 2010.

  1. peef

    peef Starter

    Registriert seit:
    2. Dezember 2010
    Beiträge:
    1
    Zustimmungen:
    0
    Punkte für Erfolge:
    0
    Stromkostenabschlagszahlungen schon vor offizieller Preiserhöhung ohne Grundlage mehr als verdoppelt: ESWE-Kunden als zinslose Kreditgeber?

    Wir haben uns als Wiesbadener für den lokalen Anbieter ESWE entschieden, um damit auch dazu beitragen können, ungeachtet ggf. preiswerterer Anbieter hier Arbeitsplätze zu sichern. Was wir aber jetzt mit der ESWE erleben durften, sucht seinesgleichen: Als wir im Sept. 2009 in unser neues Zuhause einzogen, wurde unser Stromverbrauch mit Abschlägen in Höhe von 53 EUR festgesetzt, die monatlich abgebucht wurden. Diese wurde nach der Jahresabrechnung, Eingang August 2010 (Verbrauch Sept. 2009-April 2010 = Stromkostennachzahlung für 7 Monate in Höhe von gesamt 94,54 EUR), völlig willkürlich auf monatlich 128 EUR festgesetzt und fortan abgebucht. Bei einem jährlichen Stromverbrauch von ca. 3.000 kWh ist dies in keiner Weise nachvollziehbar (gemäß dem Tarifrechner auf der ESWE-Internet-Seite beträgt die monatliche Abschlagszahlung für 3000 kWh derzeit 59,30 EUR).

    Am 8.11.2010 nahmen wir dazu mit dem ESWE-Servicecenter tel. Kontakt auf und haben um Überprüfung und Korrektur der Höhe der monatlichen Abschlagszahlung für den Stromliefervertrag sowie Überweisung des aufgelaufenen Guthabens gebeten. Es wurde zugesichert, dass der Sachverhalt kurzfristig geklärt wird. Am 18.11.2010 haben wir uns erneut tel. im ESWE-Service-Center über den Stand erkundigt. Man teilte mit, dass der Vorgang in Bearbeitung sei, zum Stand aber keine genaue Auskunft gegeben werden könne. Es sei aber eine Mahnsperre eingerichtet worden. Dies bedeute, dass zunächst keine weiteren Abbuchungen für den Strom mehr vorgenommen würden und das Guthaben mit den künftigen Zahlungen verrechnet werde. Da wir grundsätzlich keine zinslosen Kredite gewähren, baten wir darum, dass das Guthaben umgehend erstattet wird. Ein umgehender Rückruf einer Fachabteilung wurde versprochen.

    Nachdem kein Rückruf kam, haben wir am 19.11.2010 erneut das Servicecenter angerufen. Es wurde erklärt, dass man momentan keine Verbindung zum Sachbearbeiter herstellen könne, es sei aber ein Schreiben verschickt worden. Am 23.11.2010 erhielten wir wie sicher viele Kunden der ESWE ein allgemeines Schreiben, mit dem die Erhöhung des Strompreises ab 01.01.2011 infolge der Erhöhung der EEG Umlage für 2011 angekündigt wurde. Wir verzichten an dieser Stelle zu erwähnen, was wir angesichts der jüngsten Äußerung der Bundesnetzagentur zu Spielräumen für Strompreissenkungen von dieser Art der Preisanpassung halten. Zudem erhielten wir nun Mahnschreiben, und zwar für die Zahlungen von Strom, Gas und Wasser - jeweils zzgl. der Mahngebühren. Wir nahmen dies zum Anlass, uns deshalb nun auch schriftlich an die ESWE zu wenden. Der Brief wurde am 2.12.2010 dem ESWE-Kundencenter in Wiesbaden übergeben. Dort erhielten wir die Information, dass der ESWE kein Abbuchungsauftrag vorliegt und dass Korrekturen an Jahresrechnungen bis zu zwölf Monate dauern könnten. Von fehlendem oder falsch verstandenem Kundenservice ganz abgesehen: Sind ESWE-Kunden zinslose Kreditgeber?
     
  2. Mix

    Mix Power-User

    Registriert seit:
    21. Februar 2003
    Beiträge:
    1.220
    Zustimmungen:
    0
    Punkte für Erfolge:
    0
    Moin,

    Rechnungskorrekturen, die ein Jahr dauern sind inakzeptabel. Und die Abschläge müssen angemessen angesetzt werden. Zumindest, wenn in die Grundversorgungsverordnung in diesem Punkt auch in Deinem Liefervertrag Gültigkeit hat.

    Da diese Geschichte aber sehr komplex ist würde ich die ESWE letzmalig anschreiben und zur umgehenden Korrektur und Klärung des Vorganges auffordern. Setze dafür einen Termin. Damit Du nicht als Zahlungsverweigerer gilst würde ich die Einzugsermächtigung aufkündigen und den angemessenen Abschlag monatlich überweisen.

    Und falls das nichts hilft, empfehle ich den Gang zum Rechtsanwalt. Die Geschichte wird dann recht komplex. Aber suche Dir einen aus, der vom Energierecht auch Ahnung hat.

    So long
     
Schluss mit steigenden Stromkosten. Zeit zu wechseln!