enorme Sperrkosten

Dieses Thema im Forum "Rechnung und Verbrauch" wurde erstellt von Nighty, 22. April 2008.

  1. Nighty

    Nighty Gelegenheits-User

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    Hallo und guten Tag,
    ein Bekannter hat Stromschulden bei der und zu Recht den Strom abgestellt bekommen. Die Gesamtrechnung belief sich auf ca 1100,00 Euro. Nach Rückfrage zur Ratenzahlung wurde das abgelehnt und mit Mahnbescheid gedroht. Dann kam eine neue Abschlußrechnung mit zusätzlichen insgesamt 349 Euro!!! Sperrkosten für uA Schadenersatz für Abschaltung, Folgekosten für Abschaltung, Kosten für Zutritt, Wegegeld usw. Er hatte weder Probleme gemacht noch den Zugang zu dem Zähler verweigert oder sonst irgendetwas in der Richtung!

    Mehrmalige Rückfragen nach Aufschlüsselung der Kosten ergaben nichts ausser einer Standardantwort, dass ein MItarbeibeter sich drum kümmert. In der AGB ist nichts über derartige Sperrkosten zu finden.

    Das zum einen, Die ARGE würde jetzt die Kosten übernehmen, aber ich sehe nicht ein, dass er diese 349 Euro zahlen soll, zumal ja sicher Entsperrkosten auch noch kommen und Vorauszahlungen dann gefordert werden. Aber ohne die Rechnung zu zahlen, bekommt er keinen Strom.

    Kann mir jemand einen Rat geben, wie man da vorgehen kann??

    Ich danke euch
    Nighty
    left​
     
  2. Stromhändler

    Stromhändler Fachmann

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    Hallo,

    laut einer Änderung im Sozialgesetzbuch vor einiger Zeit ist die ARGE verpflichtet, in diesem Fall ein Darlehen über den Gesamtbetrag zu vergeben.

    Dieser kann bei der ARGE dann abgezahlt werden.

    Dafür gibt es von der Arge ein Bewilligungsschreiben, mit dem man die Öffnung des Zählers bei dem Versorger erwirken kann.

    Gruß
    Stromhändler
     
  3. Nighty

    Nighty Gelegenheits-User

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    Danke Stromhändlern, das hab ich schon herausgefunden, allerdings wusste ich nicht, dass es dafür ein Schreiben bei der ARGE gibt, :) Danke.

    Mit geht es aber hauptsächlich um die Sperrkosten von 3hundertdonnerkeil, ob ich die irgendwie anzweifeln kann, und er die eben nicht bezahlt muß, sie schicken doch nicht mal eine Antwort/Aufschlüsselung seit 14 Tagen?? Oder was meint ihr?
     
  4. Mix

    Mix Power-User

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    MoinMoin,

    diese Dingen sind normalerweise in den Ergänzenden Bedingungen und den dazugehörenden Anhängen geregelt. Diese Kosten müssen eigentlich auf der Web-Site veröffentlicht werden.

    Sollte hier der Netzbetreiber nicht gleichzeitig der Versorger gewesen sein, würde ich bei beiden mal nachsehen. Ich würde sagen, dass nicht mehr abgerechnet werden kann, als der Netzbetreiber veröffentlicht hat. Aber wenn in den AGB´s des Versorgers noch was drinsteht könnte zumindest DAS verrechnet worden sein, ob das in Ordnung ist oder nicht.

    Die Kosten können übrigens pauschaliert werden und müssen nicht nach tatsächlichem Aufwand abgerechnet werden.

    So long
     
  5. Nighty

    Nighty Gelegenheits-User

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    dann werde ich mich mal auf der Seite der EWR schlau machen, ich hoffe allerdings, dass ich nicht fündig werde:)
    Sind denn solche für mich nicht nachvollziehbare Kosten tatsächlich möglich??
     
  6. Gridpem

    Gridpem Routinier

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  7. Nighty

    Nighty Gelegenheits-User

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    Hallo Gridpem, habe heute mal die Seite EWR studiert und die "ergänzenden Bedingungen" angefordert. Die waren nicht öfter da und die Kostenaufstellung hab ich schon mehr als einmal angefordert, Wie gesagt, kommt nur Standardantwort zurück, dass das in Bearbeitung ist! Danke, dass du mitgesucht hast,das hatte ich nicht gefunden, aber da steht ja nirgends irgendwas von diesen dubiosen Kosten, die da berechnet worden sind, drin! Da bin ich ja mal gespannt, wie das ausgeht. Der Stand ist jetzt so, dass ein Teil der Kosten gezahlt wird, und die EWR einen anderen Zähler auf Guthabenbasis einbaut, der nur solange läuft, bis das Guthaben verbraucht ist, das dann vorgezahlt wird. Das ist ja auch ok, er könnte auch die ganzen Kosten jetzt zahlen, aber dann kriegt er vielleicht die 349 Euro Sperrkosten nicht zurück, das wiederum sehe ich gar nicht ein! Irgendwie ist man wohl einfach ausgeliefert!, wenn man schon mal in ein Loch gefallen ist!
    also, weiterkämpfen :)) Trotzdem, wenn noch jemand eine Idee hat, ich bin für jede Idee dankbar.
     
  8. Mix

    Mix Power-User

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    MoinMoin,

    vorsicht mitdem Guthabenzähler! Fragt mal nach, wie der abgerechnet wird und welcher Preis eingestellt wurde. Das muss offengelegt werden!

    Es wäre denkbar, dass der Zähler "großzügig" eingestellt ist, sodass zum Ende der Abrechnungsperiode ein Guthaben rauskommt. Und das wird dann mit den offenen Posten verrechnet - und Du siehst das Geld nicht mehr.

    So long
     
  9. strömling

    strömling Stammgast

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    Geht es um die verlinkte EWR? Oder kann das jemand noch präzisieren... ich glaube ich hatte heute drei Netzbetreiber mit der Kürzung EWR in der Hand.
     
  10. Nighty

    Nighty Gelegenheits-User

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    Hallo Strömling, ja es geht um die verlinkte EWR
    danke auch MoinMoin werde nachfragen, wie der Zähler eingestellt ist. Danke für den Tipp:) Dabei ist mir eigentlich eingefallen, dass es doch gescheiter wäre, er zahlt im Voraus?, dann bräuchte er doch keinen anderen Zähler
     
  11. Nighty

    Nighty Gelegenheits-User

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    habe gerade vom Bekannten gehört, dass die schon da waren und das Gerät eingebaut haben. Sie hätten ihm gesagt, dass das nur ein paar Cent mehr kosten würde, weil keine Grundgebühr anfällt. ich habe aber unabhängig davon eine Mailanfrage geschickt, vielleicht wird die ja mal beantwortet.
     
  12. Nighty

    Nighty Gelegenheits-User

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    jetzt warte ich seit dem 13. April auf eine Antwort der EWR zu den dubiosen SperrKosten von 349 Euro. Es kommt einfach keine Antwort, auf Erinnerungen an meine Frage kommen lapidare Mails, dass ein Kollege sich melden wird, ich hab jetzt schon 6 Stück davon!

    Der KartenZähler ist eingebaut und kostet 33Ct, der alte Tarif war 17ct. Auf Nachfrage wie das Ding überhaupt aufzufüllen ist, bzw, wie es eingestellt ist und wie es abgerechnet wird, keine Antwort! Der Techniker konnte dazu keine Angaben machen.

    Was soll ich nun noch machen?? zum Verbraucherschutz oder Rechtsanwalt?

    Der Bekannte kommt doch so nicht aus dem Vertrag und wenn er erstmal die Sperrkosten zahlt, sieht er die doch nie mehr??
     
  13. Gridpem

    Gridpem Routinier

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    @ Nighty

    wenn Du ne Rechtsschutz hast, schalte doch vorsorglich mal einen Anwalt ein, das sollte dann zu besseren Auskünften seitend des Versorgers führen.

    Ansonsten wäre der Verbraucherschutz auch nicht schlecht. Die raten Dir, wie Du Dich verhalten sollst.

    Gruß aus Meck-Pomm
     
  14. AY4

    AY4 Kenner

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    Hallo,

    welchen Sinn soll en wohl ein Kassirgerät machen, wenn nicht zum Schuldenabbau? Der verdoppelte Arbeitspreis trägt letzendlich dazu bei, dass nach dem Verbrauch, der in der Vergangenheit angefallen ist um die Schulden aufzubauen, diese dann getilgt sind. Um sein Geld braucht sich dein Bekannter eigentlich keine Sorgen zu mahen. Es macht keinen Sinn, jetzt z.B. nichts mehr zu verbrauchen. Die Versorger können mittlerweile auch Tagespauschalen/grundreise aufbuchen. In der Abrech ung sieht es dann wie folgt aus, dass sämtliche Schlüsselladungen wie Abschlagszahlungen im Vertragskonto gesammelt werden. Am Jahresende wird zum Grundversorgungstarif abgerechnet und das Guthaben mit den Altschulden verrechnet. Wenn diese getilgt sind, wird der Versorger das Kas-Gerät wieder austauschen, es gibt ja keine Grundlage mehr.

    Gruß

    Ay4
     
  15. Mix

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    MoinMoin,

    @ AY4
    Das ist nicht alles richtig so. Der Kassierzähler dient als Alternative zur Vorauskasse. Diese kann der Versorger verlagen, wenn zu befürchten ist, dass er nicht an das Geld kommt - § 14 GVV. Diese Befürchtung hat der immer!

    Das bedeutet aber auch, dass er den kWh-Preis eigentlich nicht ohne Zustimmung des Kunden so hoch sein darf, um ein Guthaben zur Schuldentilgung zu erzielen. Vielmehr muss wie bei den Abschlägen verfahren werden - angemessener Preis.

    Er muss auch nicht ausgebaut werden, wenn die offenen Forderungen getilgt sind.

    Dass es für den Kassierzähler einen eigenen Tarif ohne Grundgebühr gibt, habe ich noch nicht gehört. Da hätte ich auch meine Zweifel, ob das so in Ordnung ist.

    Am Einfachsten wäre es wohl, bei der EWR mit der Sperrechnung persönlich vorbeizuschauen. Das kostet Dich auch nicht mehr Zeit als ein Termin beim Anwalt, ist aber billiger.

    So long
     
  16. AY4

    AY4 Kenner

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    Mix:

    Da hast du einiges mißverstanden...

    Das Kassiergerät ist eine Alternative u.a. zum Inkassoverfahren. Schliesslich hat ein Versorger Anspruch auf Zahlung. Ein Versorger hat i.d.R. nicht die Befürchtung, nicht an sein Geld zu kommen, wenn z.B. eine Einzugsermächtigung vorliegt.

    Selbstverständlich muss der Preis höher sein als üblich, denn die Schulden sollen abgetragen werden. Wenn einem Kunden dass nicht gefällt, kann er zu Yello und Co. wechseln, und seine Schulden werden sofort fällig. Dafür gibt es dann Bankkredite, ARGE usw.

    Ich habe geschrieben, dass es möglich ist, ein Kassiergerät so zu programmieren, dass jeden Tag ein Festbetrag abgebucht wird, z.B. 5,-€ um zu verhindern, dass durch Minimalverbrauch der Schlüssel zu selten nachgeladen wird.

    Fazit: Wem das Kassiergerät nicht gefällt zahlt seine Schulden anderweitig und hat auch keine Probleme.

    Gruß

    AY4
     
  17. Nighty

    Nighty Gelegenheits-User

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    Danke für Eure Beiträge dazu. Ich habe mich heute morgen hingesetzt, weil er jetzt den Bewilligungsbescheid und Geld von der ARGE bekommen hat und die Abrechnung vond er EWR nochmal nachgerechnet. Es ist tatsächlich so, dass die EWR insgesamt 561,04 für Sperrkosten will, ich hatte eine Summe von "Sperrabrechnung" mit 338,00 nicht dazugezählt weil ich dachte, das ist schon die Summe der aufgeführten Beträge für Folgekosten der Abschaltung, Schadenersatz usw.
    Mir ist ganz schlecht!

    Wenn ich 80 Euro Sperrkosten drinlasse dann hat er jetzt noch 415,00 Euro zu zahlen (die ARGE hat da schon einiges an Vorkasse an EWR gezahlt) Ich würde diee 415 Euro jetzt einzahlen , meint ihr denn, er kann dann wechseln, damit er von dem Kassiergerät wegkommt?
    Er hat einen Rechtschutz, aber den hat er letztes Jahr auch nicht gezahlt:-(

    Den Verbraucherschutz habe ich auch angeschrieben, die meinen: Zitat" In letzter Konsequenz heißt das, dass Sie alles bezahlen müssen, also die Außenstände und die Sperrkosten. Es stellt sich jedoch die Frage, ob die Höhe der Kosten gerechtfertigt ist. "Folgekosten" und Schadenersatz" sind zum nach meinem Dafürhalten die gleichen Kostenstellen, denn ein evtl durch die Sperrung entstandener Schaden ist ja eine Folge der Sperrung...", Möglichkeiten 1. alles zahlen, dann ist das Geld weg, aber auch der Grund für die Sperre. 2. Außenstände und einen Teil der Sperrkosten zahlen, die nachvollziehbar sind....
    das führt dann zur Auseinandersetzung - das wäre ja ok,
    aber ist es dann so, dass er solange da dann verhandelt wird nicht wechseln kann??
    Ich glaube es ist am besten, wenn ich nächste Woche einen Tag Urlaub nehme und mit ihm dahinfahre?
    Er hat übrigens noch immer keinerlei Nachrichten, wie das Ding eingerichtet ist:-((
    Ich wünsche Euch einen schönen 1. Mai und danke für Unterstützung!
     
  18. Mix

    Mix Power-User

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    MoinMoin,

    wenn ich das jetzt richtig verstanden habe, dann haben die neben den Kosten für die Sperrung auch den bis zur Sperrung angefallenen Strom abgerechnet. Stimmt das?

    Nochmal zu den Sperrkosten. Die können nach tatsächlichem Aufwand berechnet werden. Dann sollten sie diese aber nachweisen können. Oder sie werden pauschaliert in Rechnung gestellt, sind aber dann von Netzbetreiber zu veröffentlichen.

    Sollten die EWR eine Rechnung über den Verbrauch bis zu Sperrung erstellt haben, hätte diese eine min. 14tägige Fälligkeit. Das bedeutet kein Recht, die Sperrung aufrecht zu erhalten. Daher wird diese Vorgehensweise eigentlich nicht praktiziert.

    Wahrscheinlicher ist, dass sie alle bislang fälligen Abschläge ausgeglichen haben wollen. Die sind im Zweifel auch über das gerichtliche Mahnverfahren zu holen.

    @ AY4

    Da habe ich nix falsch verstanden. Du kannst in der Grundversorgung keinem Kunden zur Beitreibung der offenen Forderung einen Kassierzähler einbauen, wenn er das nicht möchte.
    Du kannst das tun, wenn der Kunde einverstanden ist.

    Aufzwingen kannst Du das dem Kunden nur, wenn "nach den Umständen des Einzelfalles Grund zur Annahme besteht, dass der Kunde seinen Zahlungsverpflichtungen nicht oder nicht rechtzeitig nachkommt". Und das nur in der Grundversorgung oder mit Normsonderkundenverträgen, die auf die GVV abstellen.

    Da die Vorauszahlungen wie die Abschläge die tatsächlichen Verhältnisse berücksichtigen müssen, also nicht überzogen sein dürfen, ist dieser Grundsatz auch auf die Programmierung des Kassierzählers anzuwenden. Soweit die Rechtslage. Kannst Du auch bei Hempel nachschlagen.

    Was man mit den Dingern kann und macht, steht dann auf einem anderen Blatt. Aber bei Deiner Vorgehensweise erhält jeder Kunde, der mit sowas beim Rechtspfleger vorstellig wird problemlos eine Einstweilige Verfügung.

    Auch das mit dem eigenen Tarif für die Kassierzähler sehe ich kritisch, da Su auch DIESE Kunden nicht schlechter stellen darfst als sie in der Grundversorgung dran wären.

    Und Last but not least:
    Wieviel Einfluss hast Du als Lieferant eingentlich auf die Einstellung des Kassierzählers, der ja vom Messstellenbetreiber (derzeit meist der Netzbetreiber) gestellt und auf Deinen Antrag hin eingebaut wird. Und wie kommst Du an das Geld, dass ja der Messtellenbetreiber für Dich kassiert? Da hat´s noch ein paar Baustellen, oder?

    So long
     
  19. Nighty

    Nighty Gelegenheits-User

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    Hallo an Euch,
    also die Stromperre ist ja soweit aufgehoben. Nachdem ich ja keinen Erfolg hatte mit meiner Bitte, Ratenzahlungen zu gewähren, hat die ARGE mit der EWR ausgemacht, dsss sie, die ARGE einen Teil vorbezahlt und den Rest in Raten einbehalten wird und er eben diesen Kassierzähler bekommt. Was die genau ausgemacht haben, weiss ich nicht, er sagt nur, die hätten das miteinander ausgemacht! Also dann kam der Techniker und hat ihm diesen Zähler mit einem Guthaben von 15 euro eingebaut. Und dann hat er nach seinem Stromverbrauch und restl. Guthaben eben ausgerechnet, dass das Ding 33 Cent kostet. Und stellt Euch vor, gestern erzählte er mir, dass er nach Worms (ca 45km) gefahren ist, um den Zähler wieder aufzustocken. Als er um Überweisungsträger für die Einzahlung bat, wurde ihm gesagt, dass noch 20 andere Leute vor ihm warten, er solle sich dahin setzen! Mhh, hat er natürlich nicht gemacht!

    Ja und nun würde ich ja gerne von dem Geld dass er für die letzten drei Monate von der ARGE endlich bekommen hat, auch die restlichen Stromkosten zahlen, aber doch nciht Sperrkosten von 560 euro. Davon steht auch nichts, aber garnichts in den Bestimmungen der EWR. Und Aufwand hatten sie nicht, er hat weder den Zugang verweigert noch sonst irgendwas. Sie hatten ja schon separat Wegegeld dafür berechnet, das ist ja ok!

    Ich habe das denen auch geschrieben, dass er den Rest und übliche Sperrkosten von 80 Euro nun zahlen will und sie das so besätigen sollen, aber die antworten einfach nicht und erreichen tust da auch niemanden!

    Ja und nun steh ich auf dem Schlauch, einerseits hat er einen teuren Zähler, seine Schulden wären gezahlt, aber die Sperrkosten stehen im Raum, wie kann er da wechseln?
    Wenn die sich stur stellen, was sie ja tun, und wenn wir hinfahren würden, lassen sie uns nicht vor! Er sagt, er wurde wegen der Aufstockung schono von einem Gebäude zum anderen geschickt!

    Aber vielleicht kommt ja noch was, wenn nicht, versuche ich nochmal dort jemanden telefonisch zu erreichen!
    Oder wie sollte ich vorgehen?? Nach Ansicht von der EWR hätte er ja noch Schulden, also wäre für die der Kassierzähler ja berechtigt!

    Und nun?
     
  20. Mix

    Mix Power-User

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    MoinMoin,

    also, die offenen Forderungen aus der Stromlieferung sind alle beglichen.

    Ein Kassierzähler ist eingebaut. Damit kann auch keine Sicherheitsleistung verlangt werden.

    Die Sperrung und Wiederöffnung kostet nach den Preisblättern Netzbetreiber und Grundversorger 115,00 EUR für die Sperrung/Wiederöffnung zzgl. 27,51 EUR Verwaltungspauschale Grundversorger, also 142,51 EUR. Genau den Betrag würde ich an den Grundversorger überweisen und das mit einem Schreiben begleiten. Am besten mit Rückschein.

    Zum Kassierzähler. So wie das da läuft ist das nicht in Ordnung. Dein Freund befindet sich in der Grundversorgung und hat zu den veröffentlichten Konditionen versorgt zu werden. Wenn die ewr 33 Ct/kWh eingestellt haben, müssen sie auch für eine Jahresabrechnung/Schlussrechnung sorgen, in der die eingezahlten Beträge mit den Kosten gem. GV aufgerechnet werden. Etwas anderes ist ohne ausdrückliche Zustimmung nicht zulässig. Dass der Kassierzähler zu anderen Preisen abgerechnet wird, ist aus den Veröffentlichungen der ewr nicht zu erkennen. Ich denke das wäre problemlos anfechtbar.

    Wenn die Vorgehensweise nicht transparent offengelegt wird, empfehle ich einen umgehenden Anbieterwechsel. Es wird sich sicher einer finden, der die Belieferung übernimmt. Und das künftig zur Fälligkeit zuverlässig gezahlt wird, sollte sich von selbst verstehen. ;)

    Der Wechsel funktioniert wie mit einem normalen Zähler. Sollten die potentiellen Lieferanten nach der Anmeldung der Lieferung abspringen, würde ich nachfragen warum. Der Netzbetreiber darf nämlich nichts von den Kassierzähler mitteilen. Das hat er mit dem alten Lieferanten zu klären - hier also dem Grundversorger ewr. Der Netzbetreiber muss ungehinderten Zugang gewähren.

    Mit einem neuen Lieferanten ist deshalb der Zähler wieder gegen einen normalen ausgetauscht werden oder der Kassierzähler freigeschaltet werden. Die ewr hat dann keinen Zugriff mehr auf die Kohle Deines Freundes und muß sich überlegen, wie sie die Forderung beitreiben. Spätestens im gerichtlichen Mahnverfahren muß sie nach Widerspruch die Forderung begründen. Wenn Du dann alles ordentlich dokumentiert hast, stehen die Chancen nicht schlecht, würde ich sagen.

    So long
     
Schluss mit steigenden Stromkosten. Zeit zu wechseln!