Eigenverbrauch Stromzähler

Dieses Thema im Forum "Rechnung und Verbrauch" wurde erstellt von samstagsziehung, 21. November 2009.

  1. samstagsziehung

    samstagsziehung Starter

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    Hallo allerseits,

    wir haben in einer Garagengemeinschaft ca. 100 Garagen, jede mit einem Zwischenzähler, und einen Hauptzähler. Bei der jährlichen Abrechnung kommt es immer wieder zu einem höheren Verbrauch am Hauptzähler als in Summe der Zwischenzähler.

    Als Zähler werden herkömmliche Ferraris-Zähler eingesetzt. Eine Ursache der Unterschiede kann der Eigenverbrauch der Zähler sein. Ich habe schon gegoogelt, aber nirgends aussagekräftige Hinweise zum Eigenverbrauch der Zähler gefunden. Kann mir da jemand weiterhelfen?

    Es wird z.B. auch eine Fehlerquote von +/- 2 % oder kleiner je nach Genauigkeitsklasse angegeben. Kann ich das rein statistisch vernachlässigen, besteht immer gleiche Wahrscheinlichkeit, dass die Abweichung nach oben oder unten geht?

    Viele Garagen werden nur im Winter benutzt, da wird kaum Licht gemacht, bei einigen ist die Garage fast der Ersatz für den Hobbykeller und entsprechend der Stromverbrauch . Da steht auch die Frage, wie es sich mit dem Eigenverbrauch in Nutzungszeiten und in nutzungsfreien Zeiten verhält.

    Danke und Gruß
    Samstagsziehung
     
  2. Gridpem

    Gridpem Routinier

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    @ samstagsziehung,

    ich habe das gleiche Problem in der Gartenanlage.
    Es sind etwa 15 - 20 % Differenz die sich da ergeben.
    Das sind die Eigenverbräuche der Zähler (7 bis 15 Watt, je nach Typ), die Leitungsverluste und leider auch "Schwarzabnahmen". Das wirst Du nie übereinander kriegen.

    Es gibt zwei einfache Lösungen.

    Teile die mit den Unterzählern gemessene Strommenge durch die Summe der Jahresrechnung. Dann ergibt sich ein Preis je kWh. Den rechnest Du dann gegenüber den Nutzern ab. Damit wird jeder an den Verlusten entsprechend seines Verbrauches beteiligt.

    Als Zweite Variante kannst Du mit den einzelnen gemessenen Zählerständen und dem kWh-Preis des Energieversorgers ab. Die fehlenden EUROS teilst Du gleichmäßig auf alle Nutzer als Grundbetrag auf. Damit trägt jeder unabhängig vom Verbrauch den gleichen Anteil an den Verlusten.

    Eine der Varianten sollte mit allen Nutzern vereinbart werden.

    Gruß aus Meck-Pomm
     
  3. samstagsziehung

    samstagsziehung Starter

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    Hallo gridpem,

    danke erst mal für die Antwort. Dass der Eigenverbrauch 7-15% beträgt, hätte ich nicht erwartet. Ich hatte inzwischen irgendwo noch Hinweise gefunden, dass der Verbrauch zwschen 1,5 und 4 Watt liegen kann, allerdings eben keine Trennung nach unter und ohne Last. Man findet zu den alten Zählern eigentlich keine aktuellen Beschreibungen, die scheint es fast nur noch als regenerierte zu geben ...

    Das Aufteilen auf die einzelnen Verbraucher machen wir schon. Allerdings gibt es jedes Jahr wieder Diskussionen, wo die Ursachen liegen. Gerade im Bezug auf mögliche Schwarzentnahmen sorgt das nicht gerade für eine Verbesserung des Miteinanders. Ausserdem wird auch die Fähigkeit unseres Energieverantwortlichen bezweifelt ... wie das eben zuweilen ist, wenn wer denkt, dass er ein Euro Knips zuviel bezahlt.

    Gruß, samstagsziehung
     
  4. Gridpem

    Gridpem Routinier

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    @ samstagsziehung,

    so ist das in einer Gemeinschaft. Mitgefangen-Mitgehangen.

    Den ewigen Nörglern mach doch das Angebot, Dich bei der Aufklärung zu unterstützen und sich aktiv darum zu kümmern, z.B. bei Kontrollen in den garagen, um Schwarzabnehmer zu finden.

    Dann wirst Du ganz schnell merken, wer wirklich was unternehmen will und wer nur wegen einpaar EURO´s nörgelt.

    Bis bald

    Gruß aus Meck-Pomm
     
  5. heypipi

    heypipi Starter

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    Hallo
    wir haben auch seit Jahres mit diesem Problem zu tun - haben es aber jetzt im Griff.
    Gartenanlage - 40 Gärten. Jeder hat einen Zwischenzähler.
    Die Zwischenzähler haben einen Eigenverbrauch von ca. 3 Watt (Drehstromzähler 9 Watt)
    Also alle Zwischenzähler stehen aber der Hauptzähler zählt 3 x 40 = 120 Watt.
    3 x 24 h x 365 Tage = 26,28 kWh x 0,23 €/kWh = 6,04 € Zählerverluste.
    Dies betrifft jeden.
    Hinzu kommen die Leitungsverluste, die eigentlich nur bei denen auftreten, die den Strom verbrauchen. Ob nun auf alle gleichmäßig oder gemäß ihrem Verbrauch umgelegt wird, bleibt jedem überlassen.
    Insgesamt haben wir Verluste von ca. 11 % früher hatten wir 30 %.
    Wir rechnen mit einem Preis von 0,2238 €/kWh, anteilige Hauptzählerkosten 2,59 €,
    Verluste einheitlich für alle 4 €. Damit kommen wir zur Zeit hin.
    Was ist dazu aber notwendig?
    Oft sind noch aus den 70iger und 80iger Jahren Zwischenzähler installiert. Wir haben alle Zähler wie folgt überprüft. Sie wurden mit 5 Watt, 100 Watt, 1000 Watt belastet und überprüft, ob sie anlaufen. 5 Zähler bestanden die Prüfung nicht. Sie wurden ausgewechselt. Ein Zähler lief erst bei 2000 Watt an dann aber auch bei 5 Watt. Er "klebte".
    5 Gartenfreunde hatten "Drehstromzähler". Früher gab es Drehstromzähler, die für eine symetrische Belastung aller 3 Phasen ausgelegt waren. Eine Phase wurde gemessen und mal 3 genommen. War aber die Hütte an einer nicht gemessenen Phase angeklemmt - kein Verbrauch - Fehlmessung. Also alle Drehstromzähler älterer Bauart wurden durch 4Leiterzähler ersetzt. Heute Standard
    Jetzt ungetrübter Betrieb.
     
Schluss mit steigenden Stromkosten. Zeit zu wechseln!