Angeblich 160.000kWh Verbrauch in 2 Jahren

Dieses Thema im Forum "Rechnung und Verbrauch" wurde erstellt von benjamin82, 7. August 2017.

  1. benjamin82

    benjamin82 Starter

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    Hallo zusammen,

    ich hoffe es liest jemand mit viel Erfahrung mit, weil so langsam finde ich keinen Rat mehr.
    3 Personenhaushalt in einem Haus. Normaler Haushalt ohne größere Verbraucher wie Maschinen, Pool, Aquarium oder sowas. Der Stromverbrauch lag im Zeitraum 2005-2015 zwischen 5.000-7.000 kWh im Jahr. In den Jahren 2015-2017 wurde der Verbrauch nicht vom Stromunternehmen abgelesen sondern nur geschätzt und entsprechend abgerechnet.
    Beim Wechsel des Stromanbieter wurde der Zähler dann abgelesen und für den Zeitraum 2015-2017 ein Verbrauch von knapp 160.000 kWh festgestellt. Die Forderung des Stromanbieters ist entsprechend hoch.
    Darauf wurde alles überprüft und der aktuelle Stromverbrauch im Haus gemessen. Alles normal und der Verbrauch liegt seit der Ablesung im normalen Bereich. Am Zähler wurden keine Schäden festgestellt.
    Es gibt keine Erklärung für den hohen Verbrauch. Die Rechtsprechung sagt, was der Zähler anzeigt ist am Ende richtig.

    Wir haben uns überlegt das dieser hohe Verbrauch irgendwelche Spuren hinterlassen müsste die man nachweisen kann. Sagen wir die normale Hausverkabelung wird 2 Jahre lange mit dem 10-15 fachen des normal üblichen Verbrauch belastet.
    Der einzige Drehstrom Anschluss liegt laut meinem Vater in der Küche, woran der Backofen hängt.

    Hat jemand Erfahrung mit solchen Fällen? 8o

    Gruß
    Benjamin
     
  2. REWE47

    REWE47 Top-User

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    Hallo Benjamin,

    haben Sie den für den Zähler und die Verbrauchsfeststellung zuständigen Strom-Netzbetreiber (welcher im Regelfall auch Messstellenbetreiber ist) diesbzgl. kontaktiert ?

    Mit dem Netzbetreiber würde ich zudem klären, warum der Zähler in 2015 und 2016 gar nicht sowie in 2017 noch nicht abgelesen wurde (wann ist der jährliche turnusmäßige Termin) ?

    Oder sind Sie Aufforderungen des Netzbetreibers (oder Ihres Versorgers) zur Selbstablesung und Zählerstandsmitteilung nicht (fristgemäß) nachgekommen ?

    Dass der genannte Zweijahresverbrauch bei einem Haushaltskunden nicht stimmen kann, ist ja wohl auch für den Versorger offensichtlich.
    Durch WEN wurde der Zähler jetzt abgelesen, u.U. fehlerhaft (ein Stromzähler hat mind. 1 Nachkommastelle) ?
    WER hat den Zähler WIE geprüft, wurde ein sogen. "Zählersprung" ausgeschlossen ?

    Wie ggf. zu verfahren ist, regelt u.a. § 18 Abs. 1 der Stromgrundversorgungsverordnung/StromGVV - siehe http://www.gesetze-im-internet.de/stromgvv .

    Wenn eine akzeptable einvernehmliche Lösung mit dem Versorger nicht möglich ist, würde ich bei der gesetzlich vorgesehenen und für Verbraucher kostenfreien https://www.schlichtungsstelle-energie.de umgehend einen Schlichtungsantrag einreichen - siehe auch §§ 111a und b Energiewirtschaftsgesetz/EnWG www.gesetze-im-internet.de/enwg_2005 .
     
  3. REWE47

    REWE47 Top-User

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    Hallo Benjamin,

    nachstehend noch eine Ergänzung zum Thema:

    Mit fehlerhaften Verbrauchsmessungen befassen sich auch die Verbraucherzentralen, z.B. die VZ Niedersachsen - siehe:
    https://www.marktwaechter-energie.de/stromzaehler-lieferte-jahrelang-falsche-werte
    Es könnte hilfreich sein, umgehend auch die Verbraucherzentrale Ihres Bundeslandes zu kontaktieren (die Gebühren einer Beratung sind überschaubar).

    Wenn Sie eine Rechtsschutzversicherung haben, ist es vllt. sinnvoll, eine/n mit dem Energierecht befasste/n Anwalt/in zu beauftragen. Der Bund der Energieverbraucher e.V. hat auf seiner Website eine Anwaltsliste veröffentlicht:
    http://www.energieverbraucher.de/de/rechtsanwaelte__1713 !
     
  4. REWE47

    REWE47 Top-User

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    Eine Kontaktierung des

    Verbraucherservice Energie der Bundesnetzagentur
    Postfach: 8001, 53105 Bonn

    Telefon-Hotline: Telefon 030 22 480 - 500
    Montag bis Donnerstag 9 - 15 Uhr, Freitag 9 - 12 Uhr

    E-Mail verbraucherservice-energie@bnetza.de


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