Richtig reagieren auf Löwenzahn-Preiserhöhung

Dieses Thema im Forum "Löwenzahn Energie" wurde erstellt von obo, 11. Dezember 2012.

  1. obo

    obo Starter

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    Ich habe bei zwei Verträgen auch nach wenigen Wochen die Preiserhöhung über rund 100 % erhalten. [vorsorglich gelöscht im Hinblick auf eventuelle Rechtsgründe, die Redaktion]

    Den einen Vertrag hatte ich sofort gekündigt. Daraufhin kam - wie originell - eine "nachträgliche Preisanpassung" rückwirkend zum Vertragsbeginn (!!!) mit der Begründung, ich würde mehr Strom verbrauchen als im Vertrag angegeben. Allerdings wurden keine Zahlen genannt, wie auch, denn Löwenzahn hatte überhaupt keine Information über meinen aktuellen Stromverbrauch.

    Eine Juristin der Verbraucherberatung hat sich in das Thema "Preiserhöhung bei Löwenzahn" eingearbeitet und mir dann folgende Auskunft gegeben:

    Es ist nicht nötig, nach einem solchen Pseudobrief mit versteckter Preiserhöhung von seinem Sonderkündigungsrecht Gebrauch zu machen. Die Preiserhöhung ist ungültig, der günstige Vertrag mit Löwenzahn gilt weiter.
    Sie gab folgende Gründe an:
    1. Es gibt keine Preiserhöhungsklausel in den AGB der Löwenzahn GmbH (STAND Nov.2012) folglich ist JEDE Preiserhöhung derzeit ungültig.
    2. Die Preiserhöhung ist in dem Schreiben nicht - wie vorgeschrieben - deutlich als solche ausgewiesen worden, zum Beispiel im Betreff des Briefes.
    3. Es ist nicht - wie vorgeschrieben - zusammen mit der Preiserhöhung auf das Sonderkündigungsrecht hingewiesen worden einschließlich der Frist, die man für die Sonderkündigung hat.
    Aus diesen Gründen gilt mein ursprünglicher Vertrag uneingeschränkt weiter.

    Nach dieser Auskunft habe ich einen entsprechenden Brief an die Löwenzahn GmbH geschrieben. Das Ergebnis: Die Preiserhöhung wurde "kulanterweise" zurück genommen.
     
  2. obo

    obo Starter

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    Ich kann jeden nur ermuntern, den Löwenzahn-Vertrag nicht überstürzt zu kündigen. Schließlich haben wir diesen Lieferanten gewählt, weil die Konditionen sehr günstig waren.

    [vorsorglich gelöscht im Hinblick auf eventuelle Rechtsgründe, die Redaktion]
    Dem können wir nur begegnen, wenn WIR NICHT dazu gehören. Wir können einen fairen Wettbewerb auf dem Strommarkt nur erreichen, wenn wir die schwarzen Schafe - [gelöscht] - dazu zwingen, sich an Recht und Gesetz zu halten.

    Es sollte aber jeder für sich noch einmal sorgfältig überprüfen, ob die oben angegebenen Gründe auch für ihn zutreffen. Aber: Eine Klausel für Preiserhöhungen in die AGB zu schreiben - womit absehbar zu rechnen ist - genügt nicht. Es müssen alle Vorschriften erfüllt sein:
    - Die Preiserhöhungs-Ankündigung muss deutlich als solche erkennbar sein. Sie kann nicht an einen vermeintlichen Werbe- oder Infobrief angehängt werden, wie es Löwenzahn derzeit praktiziert.
    - Mit JEDER Preiserhöhung muss der Kunde auf sein Sonderkündigungsrecht hingewiesen werden
    - Es muss die Frist für die Sonderkündigung angegeben werden.
    Auch ein Schreiben, in dem man informiert wird, dass die nächste Abschlagszahlung höher (heißt bei Löwenzahn: doppelt so hoch) ausfällt, ist als Ankündigung einer Preiserhöhung gedacht und nur dann wirksam, wenn die o.g. Bedingungen erfüllt sind. Laßt Euch nicht davon beeindrucken, dass eine Liste der "Region" angehängt wird, die suggeriert, dass alle soviel zahlen müssen. Diese "Liste" hat keinen Einfluß auf Euren gültigen Vertrag.
     
  3. vopo

    vopo Stammgast

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    Wichtige Information von dir! Allerdings gibt es sehr wohl eine Preiserhöhungsklausel (AGB Punkt 10, Stand 30.1.12). Richtig ist jedoch, dass lt. Punkt 10.2 die Berechtigung zu "Preisanpassungen nach billigem Ermessen" auf "Gewerbekundenverträge" eingeschränkt wird.
     
  4. Stromsucher62

    Stromsucher62 Starter

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    Ich bekam genau so einen "tollen" Brief, nachdem ich gekündigt hatte.
    Und die in dem Zeitraum der "Mitgliedschaft" verbrauchten kwh wurden frecherweise mit den erst nach Vertragsende gültigen Preisen (doppelt so hoch) berechnet. Ich solle noch etwas nachzahlen, obwohl ich eigentlich laut ursprünglicher Vertragsdaten Geld zurück bekommen müßte.

    Ich habe nicht gezahlt und LZ darauf hingewiesen, dass sie mir eine korrekte Rechnung schicken sollen.
    Leider gab es darauf (wie zu erwarten) noch keine Antwort und die Zahlungsfrist läuft morgen ab.
    Was tun?
    In dem Schreiben wird ja mit Inkasso gedroht, falls man nicht zahlt.

    Unter Vorbehalt zahlen? Ich befürchte allerdings, das man das Geld nie wiedersieht.
     
  5. Snaggle

    Snaggle Experte

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    Hallo,

    wenn du der Meinung bist, dass du geld zurückbekommst und LZ meint, dass sie Geld bekommen, dann müssen sie klagen. Ganz einfach.

    Auf GAR KEINEN Fall Geld zahlen unter Vorbehalt und unter irgendeiner Möchtegernsachalage von LZ...

    Den Widerspruch solltest du beweisen können, dann ist die Drohung mit de Weitergabe an Inkasso witzlos...
    Inkasso NUR bei unstrittigen Forderungen, ansonsten haben die KEINE Handhabe.......also nicht einschüchtern lassen.

    Jedoch wirst du wohl für das Geld, was du noch bekommst, auch nur mit Anwalt weiterkommen können.

    Verstehe ich den Sachverhalt richtig? Während der einjährigen Laufzeit verbrauchte Mehr-kWh werden zum Preis des zweiten Jahres abgerechnet? [vorsorglich gelöscht im Hinblick auf eventuelle Rechtsgründe, die Redaktion]
    LZ hat ja interessanterweise keine Angabe für einen Mehrverbrauchspreis... da ist abzuwaretn, ob man versucht, [vorsorglich gelöscht im Hinblick auf eventuelle Rechtsgründe]....Man wird sehen, wenn Leute sich melden. Jedoch ist stark davon ausgzugehen, dass das unwirksam ist und sie sih auch für den Mehrverbrauch den Arbeitspreis heranziehen müssen.
    Gerade dieses Thema Vorauszahlung für eine bestimmte Menge kWh, was jedoch kein Pakettarif ist, und dann Mehrverbrauch....das war vorauszusehehn, dass es höchstspannend wird und man muss kein Prophet sein, wie die Rechnung da aufgestellt wird....
    Ebenso interessant Minderverbrauch und Thema Erstattung...
    Natürlich darf uns LZ von ihrer Seriösität überzeugen....hihi...

    Gruß Snaggle
     
  6. christa080

    christa080 Fachmann

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    Hallo Stromsucher62,

    verstehe ich das richtig, das ihr Vertrag unterjährig beendet wurde. Haben Sie
    wegen Preiserhöhung gekündigt?
    Und das obwohl sie die Vorauszahlung bis zum Ende des ersten Jahres bezahlt haben?
    Ich schreibs gerne nochmal: Nach meinen Infos hat LZ am 01.12.2011 die Geschäftstätigkeit begonnen. Daher kann frühestens am 31.12.2012 das erste Versorgungsjahr rum sein.

    Es gibt keinen Mehrverbrauchspreis bei LZ, der Verbrauch wird nach dem
    Tarif laut Vertrag abgerechnet. (bei gültiger Preiserhöhung natürlich ab dem genannten Termin z.B. 01.01.2013).Den Zählerstand sollten sie mitteilen,
    sonst wird das Rechenprogramm in Gang gesetzt. Und ob das richtig rechnen kann,
    wer weis.

    Was nun eine nachträgliche Preisanpassung ab Vertragsbeginn angeht, so denke ich
    das ist der Wunsch nach mehr für LZ. Es gilt was vertraglich vereinbart wurde.
    Die Prüfung der Verbrauchsprognose und des daraufhin zu zahlenden Jahres- oder
    Halbjahresbeitrags hat LZ bei Vertragsbeginn bereits geprüft und erst dann
    die Rechnung erstellt. Die Verbrauchsprognose ist auch für die Zahlung der Netzentgelte erforderlich. Darauf achten schon die Netzbetreiber, es ist das Geld
    was ihnen monatlich zusteht. Und der Netzbetreiber ist es auch der die Verbrauchsprognose
    erstellt. Dafür wird er bezahlt. Genaueres ist in der Messzugangsverordnung nach zu lesen.

    Sie kennen ihrer Zählerstände und ihren Vertrag? Dann ist es doch gar kein Problem
    eine eigene Rechnung aufzumachen.
    Also Widerspruch schreiben, Termin für eine korrekte Rechnung nennen, und eigene
    Rechnung präsentieren.
    Und dann warten bis sich vielleicht das Inkasso meldet. Die bekommen dann eine Mail
    mit Widerspruch -widerspreche der Forderung vollumfänglich -
    Sollten die dann nicht reagieren bleibt immer noch Zeit, sollte dann mal ein Mahnbescheid eintreffen, was aber eher unwahrscheinlich ist.
    [vorsorglich gelöscht im Hinblick auf eventuelle Rechtsgründe, die Redaktion]

    In meinem Vertrag vom Januar 2012 stehen 13,14 Cent/kWh und 35,88 EUR Grundgebühr/Jahr. Die Preise wurden mir von LZ angeboten und das Angebot hab ich durch Vertrag angenommen.
    Ob ich LZ nach der Schlussrechnung auch noch liebe, wir werden sehen.

    mfg
     
  7. Snaggle

    Snaggle Experte

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    Hallo,

    so wird es rechtlich wohl sein...

    Ist aber immer die Frage, ob nicht mancher Scherzkeks, für so manhen in diesem Fall der Gegenüber als Vertragspartner mit anderer Belustigung aufwarten kann...

    Ich darf mal zitieren...hoffe niht, dass jemand mit einem Lachkrampf tot zusammenbricht.

    Auf die Interessente-Frage, was ich denn wohl bezahle, wenn ich mehr verbrauche als die avisierten Verbrauchsdaten, bekam ich folgende Antwort:

    "Wenn Sie einen verbrauchgenauen Tarif wählen und viel weniger oder mehr verbrauchen und somit dann in eine niedrigere oder höhere Tarifstufe rutschen, passt sich der Arbeitspreis, die Grundgebühr der Bonus / Frei kWh und die Preisgarantie dementsprechend an, weil nach tatsächlichem Verbrauch abgerechnet wird."

    Angeblich solle man eine Auflistung der Tarifstufen mit der Auftragsbestätigung bekommen. Passend zum Vertragschluss kann man die wohl nicht präsentieren...hihi....man kann aber im Tarifrechner höhere oder niedrigere Zahlen eingeben.....*hust*...

    Ich persönlich, LZ möge mich natürlcih anders überraschen, erwarte bei dem Thema Mehr/Minderverbräuche äußersten Unterhaltungswert....

    Gruß Snaggle
     
  8. obo

    obo Starter

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    Nochmal die Vorgehensweise:

    Wenn die Preiserhöhung nach den oben genannten Gründen rechtlich unwirksam ist, nicht kündigen, sondern der Preiserhöhung widersprechen. Der Widerspruch sollte nachweisbar sein (Fax mit Faxprotokoll oder per Einschreiben). Nicht kündigen, denn der günstige Vertrag gilt weiter. Von weiteren Mahnungen nicht beeindrucken lassen. Das Einschalten eines Inkassobüros ist rechtswidrig, wenn Sie der Preiserhöhung widersprochen haben.

    Dies ist keine Rechtsberatung, denn ich bin nicht Anwalt. Aber diese Vorgehensweise wurde mir von der Rechtsanwältin der Verbraucherberatung empfohlen. Ich habe auch das Schreiben des Inkassobüros erhalten, denen ich noch einmal mitgeteilt habe, dass ich der unwirksamen Preiserhöhung widersprochen habe. Das Inkassobüro hat mich dann informiert, dass die Preiserhöhung "kulanterweise" zurückgenommen wurde.
     
  9. nichtswisser

    nichtswisser Starter

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    Hallo,
    ich brauche euren Rat bzw. eure Hilfe.
    Ich hatte auch diesen Brief irgendwann im November bekommen und ihn als Werbebrief gesehen den ich entsorgt habe.
    Für mich und meine Frau sah das nicht nach einer Preiserhöhung aus, sondern nach einem Info bzw. Werbebrief. Wir haben den Brief so gelesen, dass wenn wir diesen Ökostrom haben möchten, um was für die Umwelt zu tun, dann sollten wir bei der nächsten Abschlagszahlung den höheren Betrag zahlen.
    Da dies nicht für uns in Frage kam, haben wir den Brief in die Ablage "P" verbannt.
    Jetzt bekomme ich die Mahnung dass ich die horrende Abschlagszahlung leisten soll. Auf dieses Schreiben jetzt von LZ mit der hohen Abschlagszahlung, habe ich denen einen Brief geschrieben, dass es sich hier fälschlicher weise um einen Fehler von LZ handeln muss da unsere Abschlagszahlung 300,- statt 500€ ist. Jetzt habe ich am Freitag eine Email bekommen worauf sie sich auf eine Preiserhöhung nach §10.1 der AGB verweisen.

    Was soll ich jetzt am besten tun bzw. denen schreiben.

    mfg
    Nichtswisser
     
  10. christa080

    christa080 Fachmann

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    Hallo snaggle,

    Zitat:
    Angeblich solle man eine Auflistung der Tarifstufen mit der Auftragsbestätigung bekommen. Passend zum Vertragschluss kann man die wohl nicht präsentieren...hihi....man kann aber im Tarifrechner höhere oder niedrigere Zahlen eingeben
    -----------------------------------------
    Ich habe solch eine Auflistung auf der Rückseite der Vertragsbestätigung Anfang Januar bekommen.
    Daraus mal 3 Tarife meines PLZ Bereiches
    ab 1500kWh/Jahr 0,1444 EUR je kWh 2,99 EUR Grundgebühr/Monat
    ab 2000 0,1314 2,99
    ab 2400 0,1234 2,99

    die Fussnote 2 sagt dazu:
    Die angebotenen Tarife bezeichnen den Stromverbrauch innerhalb von 12 Monaten
    (Mindestvertragslaufzeit) und sind nur für die Postleitzahlen der genannten Region verfügbar. Die für Sie gültige Region entnehmen Sie dem umseitigen Schreiben.
    Die Jahresverbrauchsabrechnung bzw. Schlussrechnung efolgt anhand Ihres tatsächlichen Stromverbrauchs.
    -----------------
    Das würde für mich bedeuten, verbrauche ich weniger als die 2000 kWh Verbrauchsprognose müsste ich 0,1444 EUR/kWh ab Vertragsbeginn bezahlen. Von so was steht nichts in den AGBs und ob das überhaupt rechtlich sauber ist, da hab ich so meine Zweifel.
    Das ist aber für mich nur Theorie, ich werde im Rahmen von 2000-2399 bleiben.

    Zur Preiserhöhung nach § 10.1:
    Wird nur ein höherer Preis genannt würde ich die Preiserhöhung zurückweisen.
    Dann könnte es eine Erhöhung nach billigen Ermessen sein die nur für Gewerbekunden
    zulässig ist. Ich bitte das genau zu prüfen und auch den Beitrag von obo nachzulesen.

    mfg
     
  11. Snaggle

    Snaggle Experte

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    Hallo,

    jetzt muss ich gestehen, dass sogar diese Tarifstufen auch auch meiner Rückseite draufstanden...hihi....
    Was man so alles findet, wenn man noch mal schaut....:)

    Aber, wie du schon sagst...rechtlich natürlich Blödsinn, da es mit der Auftragsbestätigugn nicht mehr Bestandteil des Vertrages werden kann. Und in der AGB steht es auch nicht drin (wie du ja auch bestätigst und aus meiner Erinnerung, ohne jetz noch mal zu stöbern).

    Also alles Blödsinn...

    @nichtswisser

    Widersprechen....
    - Flyer => bei FS schon gerichltich als unwirksame Preismitteilung bestätigt.
    - Preiserhöhung gemäß AGB 10.1? Nur EEG-Umlagen etc. gemäß AGB ...mehr als 3 Cent? Blödsinn...
    - steht im Flyer was von Sonderkündigungsrecht? Wahrscheinlich auch nicht...dann müssten sie dich ev. auch erst darauf aufmerksman machen und dann hättest du imer noch zwei Wochen Zeit zu kündigen....die Frage ist, ob es ausreicht, wenn es nur in der AGB drinsteht. Die Anwältin oben hat es verneint, wäre ich mir aber niht sicher.

    Es sind mindestens zwei Punkte, die momentan wohl für dich laufen....Inkassobüro Druck machen, dass du widersprochen hast...

    Wie schreiben...Flyer => keien wirksame Preismitteilung. fehlende Sonderkündigung => weiterer Formmangel, Preiseröhung unwirksma, da nicht anzunehmen, dasss konform gemäß AGB 10.1 nur vereinbarte Anteile. Man möchte dir die Preiserhöhung aufschlüsseln. Vertragsschluss und Änderung ....bspw. EEG Vertragssschluss 4,3 Cent....Änderung zum 1.1. 6,3 Cent...etc. etc.
    Das dürfte in der Summe max. 3,3 Cent brutto sein...
    Als Abschlag würde ich nur den normalen Betrag zahlen und die Erhöhung als strittig zurückweisen. Wenn überhaupt etwas zahlen. Vielleicht kann man auch die ganze Summe zurückhalten...hihi...

    Meine Meinung ist nur meine Meinung, was ich machen würde und ersetzt keine Rechtsberatung.

    Gruß Snaggle
     
  12. nichtswisser

    nichtswisser Starter

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    @Snaggle,

    ich hatte heute erst mal dort angerufen und die darauf hin gewiesen, dass sie mir in ihrer Email doch geschrieben bzw. auf ihr AGB hingewiesen haben.

    In diesen steht eine Preiserhöhung ist nur für staatliche Fällen zulässig. Sie will dies jetzt der entsprechenden Stelle weiter leiten und die Antworten mir angeblich.
    [vorsorglich gelöscht im Hinblick auf eventuelle Rechtsgründe, die Redaktion], die schicken mir in der Email vom Freitag den Auszug 10.1 und 10.3 und 10.2 lassen die [gelöscht] weg.
    Ich glaube die wollen sich jetzt darauf berufen, dass ich nicht gegen die Preiserhöhung Wiederspruch eingelegt habe aber für mich war das keine Preiserhöhung. Deshalb bleibe ich bei meinem Stand das ich keine Preiserhöhung bekommen habe.
    Sie meinte auch immer das ich keine Preisgarantie habe und deshalb sei das Zulässig, aber ich sagte ihr, wie kann man von einer erweiterten Preisgarantie sprechen wenn es nicht eine einfach gibt?!? Für mich ist bei diesem Ausdruck eine Preisgarantie gewährleistet.
    Was meinst du, soll ich auf das Gespräch mit den Punkten auch noch ein Schreiben aufsetzen oder erst mal abwarten was die mir jetzt antworten.

    mfg Nichtswisser
     
  13. Snaggle

    Snaggle Experte

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    Hallo,

    [von der Redaktion gelöscht]

    Die Juristin der Verbraucherberatung hat auch schon gesagt wie im ersten Beitrag des Threads nachzuelsen......a) unwirksam als Preiserhöhung, weil als Werbeflyer gettarnt... b) sofern es eine wirksame Ankündigung einer Preiserhöhung wäre, könnten gemäß AGB nur die Erhöhung EEG und sonstige extern bedingte Umlagen weitergegeben werden. Das kann aktuell m.W. maximal 3,3 Cent brutto sein...
    WEnn deine Preiserhöhung also weit höher....=> Blödsinn und nicht vertragsgemäß mit der Folge, dass die vereinbarten Vertragskonditionen weiterhin gültig sind.

    Solange man das weiß, braucht man sich nicht bange machen lassen...

    Gruß Snaggle
     
  14. christa080

    christa080 Fachmann

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    Hallo,

    Snaggle hat völlig recht.

    Der Werbeflyer ist als Mail Anhang versendet wurden. Druckt man ihn aus
    ist keine Anschrift drauf. Er erfüllt nicht die Bedingungen eines Preiserhöhungsschreiben. Also Ruhe bewahren, rechtzeitig ordentlich kündigen
    und auf die Schlussrechnung warten. Dann Widerspruch einlegen - kein Preiserhöhungs
    schreiben bekommen- oder was sich da sonst noch so seitens LZ ausgedacht wird.
    Es gibt aber Unterschiede, nicht jeder hat den Werbeflyer bekommen, wie ich zB..
    Da ist die Lage noch einfacher.

    mfg
     
  15. Mythentor

    Mythentor Routinier

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    Ich würde, wegen dem Werbeflyer-Preiserhöhungsschreiben, nicht vorzeitig kündigen.

    Einspruch per Einschreiben/Rückschein inkl. Zeuge. Abwarten und den noch "günstigen Tarif" bis zum Ende weiter genießen. Natürlich die 8 Wochen Frist nicht versäumen, also ein paar Tage (5-10) früher Nachweisbar absenden :D

    So schnell sollte mann/frau sich nicht gegen das Bein Pinkeln lassen.

    Gruß
    Mythentor
     
  16. Snaggle

    Snaggle Experte

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    Hallo,

    so meinte das christa wohl auch mit dem Kündigen...zum Vertragsende.

    Wobei ja die Frage ist, ob noch mal eine zweite Preiserhöhung kommt....wenn der Werbeflyer das Preisniveau schon auf das zweite Jahr anhebt und keine weitere mehr kommt, diese Standard-nach-3-Monaten-Preiserhöhung unwirksam ist, dann sollte man natürlich im Normalfall erst einmal gar nicht kündigen. Denn man kann ja acuh fröhlich mit dem guten Arbeitspreis in das zweite Vertragjahr gehen und um 12 Monate verlängern..... Sobald es LZ dann mal schaffen sollte, eine gültige Preiserhöhung zu senden, kann man ja aimmer noch kündigen...

    Gruß Snaggle
     
  17. Stromsucher62

    Stromsucher62 Starter

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    Ich war nur 4 Monate dabei, weil ich wegen der Preiserhöhung gekündigt habe. Die 4 Monate Verbrauch wurden auf der Schlußrechnung mit dem Preis der künftigen Zahlungen berechnet, also 10 Cent mehr pro kwh.

    Ich habe LZ die Tatsachen online über das Servicecenter mitgeteilt, also keinen schriftlichen Nachweis. Allerdings habe ich mir eine Kopie der Webseite mit dem entsprechenden Text als Bild gespeichert.

    Heute kam die 2. Mahnung, auf meine Nachricht über das Servicecenter wurde nicht reagiert (was ich auch schon vermutet hatte).
    Nun habe ich Bedenken wegen der Inkassoangelegenheit. Wenn man einmal einen "Haken" im System hat, ist es schwer, den wieder rauszubekommen, auch wenn man gar nicht schuld ist.
     
  18. Snaggle

    Snaggle Experte

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    Hallo,

    da kann ich nur zu sagen, wenn ich so etwas höre.

    Im System ist für deinen Vertrag ein Preis hinterlegt. Wenn es einmal vorkommt, dass auf einer Schlussrechnung ein falscher Preis auftaucht, dann nehme ich gerne eine Erklärung als Zufall und Fehler hin.

    Wenn jedoch dieser Zufall, ein Zufall ist, der auf allen Schlussrechnungen auftaucht bzw. in einem niht statistisch normalen Umfang passiert, dann muss man fragen, ob der Zufall wirklich noch ein Zufall ist.

    Und da darf man dann die Frage stellen, wie das zu beurteilen ist....
    Dieses natürlch nur rein hypothetisch ohne Zusammenhang zu unserem diskutieren Anbieter....der ist schließlich vollkommen seriös...

    Meine Hypothese, die jetz folgt, gilt jetzt nur für nicht-seriöse Abzockerunternehmen....

    [Hypothese Anfang]:
    Wenn ich einen Vetrag schließe, ich dem Vertragsgegenüber aber später (mit Vorsatz) eine Abrechnung präsentiere, die nicht zufällig (also vorsätzlich) wesenltich schlechterer Konditionen hat, um mir einen Vermögensvorteil zu verschaffen, ich möglicherweise dabei auf ein Rechenspielchen zurückgreife und ein gewisser Prozentsatz von Verbrauchern bei entsprechenden Druck einknickt und ohne Gegenwehr zahlen, dann stellt das für mich einen hinreichenden Anfangsverdacht einer Straftat da. Ich errege einen Irrtum über falsche Vertragskonditionen (obwohl ich es ja besser weiß) und der Gegenüber erleidet einen Vemögensschaden. Wäre ich davon betroffen und würde sich mir gegenüer so ein Bild auch nur im geringsten abzeichnen, dann würde ich auch diesen Anfangsverdacht anzeigen.
    Wie gesagt, ein reines Denkspiel, was natürlcih in keinem Zusammenhang in dem disktutieren Anbieter Löwenzahn Energie steht, denn die werden diesen Fehler dir gegenüer ja bestimmt schnellstmöglich korrigieren.....
    [Hypothese Ende]

    Von dem Inkasso würde ich mich nicht einschüchtern lassen. Forderung vollumfänglich zurückweisen. Falls du noch Geld bekommst, dann wäre die Frage, ob man einen Rechtsrat einholt bzw. das einem Anwalt übergibt.

    Gruß Snaggle
     
  19. ridie

    ridie Starter

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    Hallo LZ-Freunde,

    neuer Wahnsinn von LZ. Kurz zu meiner Geschichte habe Widerspruch nach §315 eingelegt
    darauf kam folgendes Schreiben von LZ:



    Gern haben wir die Angelegenheit für Sie geprüft und nehmen dazu wie folgt Stellung:

    Gas ist ein regelmäßig geliefertes Gut, dessen Beschaffung den marktüblichen Preisschwankungen unterliegen. Mit unserer Vertragsbestätigung haben wir Ihnen angeboten, den Gaspreis bis zum Vertragsjahresende für Sie abzusichern. Sie haben sich gegen diese Absicherung entschieden, sonst hätten Sie den Garantiepreis überwiesen.
    Schnellstmöglich und in aller Deutlichkeit haben wir Sie über die leider notwendige Preisanpassung informiert. Zur besseren Kenntlichkeit haben wir die relevanten Daten farbig für Sie hinterlegt. Es tut uns leid, dass wir ihnen keine positivere Nachricht zukommen lassen können und bitten um Ihr Verständnis.

    Ferner haben Sie mit Ihrem Schreiben der angekündigten Preiserhöhung mit dem Einwand widersprochen, der von uns angebotene Tarif sei gemäß § 315 BGB unbillig. Jedoch ist die Kalkulation der neuen Tarifkonditionen durchaus nach „billigem Ermessen“ erfolgt. Zusätzlich müssen wir darauf hinweisen, dass die genannte Vorschrift auf unsere Preiskalkulation nicht anwendbar ist, da wir nicht, wie Sie annehmen, einseitig den Preis bestimmen, sondern selbstverständlich das Einverständnis des Kunden hierfür voraussetzen. Als unabhängiger Energieversorger sind wir darauf angewiesen, den Strom für Sie als Kunden einzukaufen.



    Nach diesem Schreiben 1.Mahnung von LZ an mich. Darauf schickte ich folgendes:


    Sehr geehrte Damen und Herren,

    ich nehme Bezug auf Ihr Mahnschreiben vom 04.12.12. Das von Ihnen versandte Preiserhöhungsschreiben habe ich juristisch prüfen lassen. Diese Prüfung kommt zu dem Schluss, dass Ihre Preiserhöhung ungültig ist, aufgrund von fehlen einer deutlichen Ausweisung der Preiserhöhung in dem Schreiben zum Beispiel im Betreff des Briefes. Außerdem wird auch nicht zusammen mit der Preiserhöhung auf das Sonderkündigungsrecht hingewiesen einschließlich der Frist, die man für die Sonderkündigung hat.
    Aus diesen Gründen gilt mein ursprünglicher Vertrag uneingeschränkt weiter.

    Daher enthält die von Ihnen angemahnte Rechnung eine unwirksame Preiserhöhung. Damit ist auch die Rechnung ungültig. Sollten Sie auf der Basis dieser Rechnung meine Daten an eine Wirtschaftsauskunftei übermitteln, so erwirken wir gegen die Syllego Inkasso GmbH innerhalb von 48 Stunden eine einstweilige Verfügung auf Unterlassung und werden eine Klage auf Schadenersatz einreichen. Im Übrigen ist die ....Inkasso GmbH nach unseren Informationen auf Grund fehlender Distanz zu der Löwenzahnenergie GmbH nicht berechtigt, Inkassodienstleistungen für diese Firma auszuführen.


    Darauf LZ:


    Sehr geehrter Herr....,

    vielen Dank für ihre Anfrage. Gerne beantworten wir Ihre Nachricht vom 16.12. 2012.

    Mit Ihrer Zahlung von 78...€ haben Sie sich gegen die Preisgarantie entschieden.

    Bei der besagten Preisanpassung handelt es sich um eine Preissteigerung, die primär staatlich bedingt ist. Ferner sind auch Marktpreisschwankungen auf dem Energiemarkt verantwortlich, denen wir gerecht werden müssen. Die aktuelle Preiserhöhung fließt von daher vor allem an den Staat. Wir tun alles dafür, die Konditionen für Kunden so günstig wie möglich zu halten.

    Bitte beachten Sie, dass die Preisanpassung zum 01.11.2012 Bestand hat.

    Die Kalkulation der Löwenzahn Energie GmbH beruht darauf, dass die Nachfrage von zahlreichen Kunden
    gebündelt wird und dadurch besonders attraktive Einkaufskonditionen ermöglicht werden.

    Als Ihr unabhängiger und umweltfreundlicher Energieversorger ist es unser Ziel, ihnen einen optimalen Preis für erneuerbare Energien zu bieten. Löwenzahn Energie GmbH steht dafür, dass umweltfreundliche Energie in Deutschland bezahlbar bleibt. Wie Sie sich sicher vorstellen können, ist die Kalkulation zu einem solchen Angebot ein ausgesprochen komplexer Prozess. Diesen für den Individualkunden offen zulegen und zu erklären bedeutet daher einen hohen Aufwand und gestaltet sich sehr kostenintensiv. Wir bitten deshalb um ihr Verständnis, dass wir Ihnen die Details zur Kalkulationsgrundlage nicht zur Verfügung stellen können.

    Aber wir versprechen Ihnen: Löwenzahn Energie GmbH wird auch weiterhin alles dafür tun, Ihre Belieferung zu preiswerten Bedingungen zu gewährleisten. Wir freuen uns, wenn Sie mit uns den Weg in eine umweltfreundliche Zukunft gehen.

    Bei ihrem Tarif handelt es sich um ein Tarifsystem mit verbrauchsgenauer Abrechnung. Ein Minderverbrauch wird über die Jahres- bzw. Schlussrechnung erstattet und ein Mehrverbrauch nachberechnet. Als Grundlage
    dient die Tarifübersicht auf der Rückseite Ihrer Vertragsbestätigung.

    Sie haben mit Ihrem Schreiben der angekündigten Preiserhöhung mit dem Einwand widersprochen, der von uns angebotene Tarif sei gemäß § 315 BGB unbillig. Jedoch ist die Kalkulation der neuen Tarifkonditionen durchaus nach „billigem Ermessen" erfolgt. Zusätzlich müssen wir darauf hinweisen, dass die genannte Vorschrift unsere Preiskalkulation nicht anwendbar ist, da wir nicht, wie Sie annehmen, einseitig den Preis
    sondern selbstverständlich das Einverständnis des Kunden hierfür voraussetzen.

    Als unabhängiger Energieversorger ist Löwenzahn darauf angewiesen, den Strom für Sie als Kunden einzukaufen. lhr Vorteil: Löwenzahn bündelt die Nachfrage von zahlreichen Kunden und erzielt dadurch besonders gute Einkaufskonditionen. Diesen Preisvorteil geben wir gern an Sie weiter.


    Wie ihr seht geht LZ Null auf mein Schreiben ein (Preierhöhung ungültig usw.)
    Wahrscheinlich sitzt da ein Praktikant und setzt irgendwelche vorgefertigten Textbauteine zusammen ;) Spass beiseite ! Wie soll ich reagieren ? Nochmal anschreiben und die Mahnungen ertragen ?

    Beste Grüße
    Ridie
     
  20. Snaggle

    Snaggle Experte

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    Der Passus gefällt mir besonders gut...hihi...

    Der Text liest sich so, als wenn man die Textbausteine schon mal gelesen hat...von dher, da braucht man wohl keine große Lösung erwarten....

    Solange du Widerspruch eingelegt hast...würd die mal machen lassen....die Inkassokosten sind bei bestrittenen Forderungen nicht eintreibbar....

    Die rechtlich interssante Frage wäre, ob man den ursprünglich vereinbarten Abschlag in korrekter Höhe fristgerecht zahlt? Oder alles zurückhalten? Den wollen sie ja eigentlich nicht, sondern einen anderen Betrag, deren Rechtmäßigkeit man ja bestreitet...

    Das wäre mal eine interessatne Frage, die mich auch interessieren würde, wie man da vorgehen sollte....Wer also mal Rechtsrat einholt...wäre für eine Antwort sehr verbunden....

    Gruß Snaggle
     
Schluss mit steigenden Stromkosten. Zeit zu wechseln!