Ökostrom für alle - insolvent?

Dieses Thema im Forum "Ehemalige & insolvente Stromanbieter" wurde erstellt von Deldiver, 19. Januar 2014.

  1. Deldiver

    Deldiver Starter

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    Ich habe einen laufenden Vertrag mit "Ökostrom für alle" seit dem 1.3.2013. Nun teilt mein Vertragspartner per email mit, dass er mich nicht mehr beliefern kann. ....."Meine Verbrauchsstelle wird zum 31.1.2014 abgemeldet"!? "Gleichzeitig kündigen wir Ihren Vertrag zum nächst möglichen Zeitpunkt"......
    Wir haben im Vertrag einen "Neukundenbonus" von 125€ stehen. Wir haben nun die Vermutung, dass entweder der Lieferant insolvent ist oder dass der Lieferant sich um den Neukundenbonus drücken will, da dieser nach einem Jahr fällig wird.
    Bei dem Lieferanten "TELDAFAX" hatten wir Ähnliches bereits einmal erlebt: die Firma hat einige Tage vor Ablauf unseres Vertrages Insolvenz angemeldet und wir haben den Bonus nicht erhalten.
    Meine Frage: haben andere Verbraucher auch eine solche Mitteilung erhalten, dass sie nicht mehr von "Ökostrom für alle " beliefert werden können? Ich würde mich gerne über die Vorgehensweise mit anderen "Betroffenen" unterhalten.
    Eines steht aber jetzt schon fest: wir werden selber den Vertrag nicht kündigen, sondern bestehen auf Erfüllung des Vertrages.
     
  2. stef

    stef Starter

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    Hallo Deldiver,

    habe offensichtlich die gleiche Mail erhalten und auch noch einen Neukundenbonus offen.
    Die telefonische Rückfrage gestern hat nichts erbracht. Es wird einem suggeriert, dass die Firma insolvent ist, ohne das Wort in den Mund zu nehmen. "Eine Lieferung in Ihrem und vielen anderen Gebiten ist nicht mehr möglich, überlegen Sie doch mal warum...".
    Ich habe dies erstmal der Verbraucherzentrale NRW unter der Rubrik "Beschwerden über Anbieter" mitgeteilt. Bei der VZ gibt es auch Tips, was man machen soll, aber da man nicht weiss, was der Zustand der Firma ist, ist es schwer... (siehe auch hier: http://www.vz-nrw.de/link1107600A.html).
    Der Netzbetreiber hat auch keine Ahnung von Insolvenz oder ich hab die falschen Mitarbeiter gesprochen.
    Das Ganze ist eine Frechheit, besonders die kurze Kündigungsfrist. Wobei bei mir steht, dass die Stromlieferung zum 31.01.eingestellt wird und die Kündigung zum nächstmöglichen Termin ausgesprochen wird. Der freundliche Mitarbeiter von Öfa wollte auf meine Rückfrage, wann denn der nächstmögliche Termin sei weiß machen, dass ja wohl klar sei, wenn die Lieferung zum 31.01. eingestellt werde, dass dies auch der Kündigungstermin sei. Hat man nicht eine längere Kündigungsfrist? Oder geht das unter Wegfall der Geschäftsgrundlage?

    Wie gehst Du weiter vor?

    Gruß
     
  3. Deldiver

    Deldiver Starter

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    Hallo,
    vielen Dank für die schnelle Antwort!
    Wir haben offensichtlich das gleiche Schreiben erhalten. Auch uns ist mitgeteilt worden, dass zum 31.1.14 unsere Belieferung abgemeldet wird und dass "unser energiewirtschaftlicher Dienstleiter nicht in der Lage sei, "unsere Verbrauchsstelle über den 28.2.14 hinaus zu beliefern". Mit "Energiewirtschaftlicher Dienstleister " ist wohl der Netzbetreiber (bei uns EWE) gemeint. Ein Anruf bei EWE hat ergeben, dass es hier keine Probleme gibt und auch von einer Insolvenz ist nichts bekannt. Es scheint also nur darum zu gehen, die Bonuszahlung einzusparen.

    Ich werde nun als 1.) die Bundesnetzagentur informieren.
    2.) meinen Vertrag bei Ökostrom fristgerecht (6 KW vor Ablauf des Vertrages) per Fax kündigen und dabei auf Einhaltung unseres Vertrages mit Ökostrom hinweisen.
    3.)Auch unsere Verbraucherzentrale informieren.
    4.)Wenn wieder negativ geantwortet wird, werde ich einen Rechtsanwalt einsetzen.

    Ich hoffe, dass sich noch mehr Betroffene melden. Wir sollten in Verbindung bleiben.

    Gruss Deldiver
     
  4. REWE47

    REWE47 Top-User

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    Hallo Deldiver,

    nicht per Fax sondern per "Einschreiben Einwurf" kündigen, damit Sie einen gerichtsfesten Zustellungsnachweis haben !

    Gruß
    rewe47

    PS: Für eine ordentliche fristgerechte Kündigung zum Ablauf des 28.02.2014 reicht die Zeit aber nicht mehr.

    Nachtrag:
    Künftig nicht bei einem solch [vom Admin gelöscht] Anbieter abschließen. Anregungen für die Versorgerauswahl und für ein brauchbares Wechselkonzept findet man hier: www.bezahlbare-energie.de !
     
  5. stef

    stef Starter

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    Hallo an alle,

    bin leider zeitlich sehr eingeschränkt, daher nur kurz: Nach den Angaben auf der Seite der VZ kann der Vertrag aus wichtigem Grund fristlos gekündigt werden, z. B: Insolvenz, keine Lieferung mehr. Insolvenz steht aber leider nicht fest. Vielleicht wollen sie, dass amn kündigt, um den Bonus nicht zahlen zu müssen? Wäre perfide.
    Und Abbuchungsauftrag (oder so) kündigen, damit kein weiteres Geld rausgeht!
    Gibt es schon neue Infos?

    Gruß

    stef
     
  6. stef

    stef Starter

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    Hallo nochmal,

    mir ist aufgefallen, dass Ökostrom im Oktober das letzte Mal den Abschlag abgebucht hat.
    Deldiver, hast Du das schon geprüft? Daher umso mehr Lastschriftverfahren kündigen!

    Gruß

    stef
     
  7. REWE47

    REWE47 Top-User

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    Das würde ich aus mehreren Gründen NICHT so machen:
    1. Wenn der Versorger von der erteilten Einzugsermächtigung keinen Gebrauch macht (warum auch immer), dann ist er in Annahmeverzug (vgl. 293 BGB) und ich komme nicht in Zahlungsverzug.
    2. Widerrufe ich die Einzugsermächtigung, muss ich die Abschläge selbst pünktlich überweisen. Versäume ich das, bin ich in Zahlungsverzug und gebe dem Versorger womöglich Anlass, den Liefervertrag berechtigterweise fristlos zu kündigen (was Ökostrom ja wohl gerne möchte).
    3. Lastschriftabbuchungen, mit denen ich nicht einverstanden bin, kann ich innerhalb von 8 Wochen nach Kontobelastung wg. nicht zu begründendem Widerspruch von meiner Bank zurückbuchen lassen. Überwiesene Beträge sind sofort weg, selbst kann ich diese Zahlung nicht zurückholen.
     
  8. stef

    stef Starter

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    Hallo REWE47,

    interessante Punkte.
    Zu 1. stimme ich zu.
    Bei 2. habe ich von Öfa nur ein Schreiben, welches die Abschläge bis 12/2013 festlegt. Diese wurden für 11 und 12/2013 nicht abgebucht. Ich möchte erstmal die Abschläge für 2014 mitgeteilt bekommen, falls noch was kommt. Das Öfa nicht abgebucht hat, als sie noch konnten, kann mir ja nicht zum Nachteil ausgelegt werden. Das mit dem Überweisen kriege ich hin.
    3. entfällt dann.
    Knackpunkt ist für mich immer noch die Frage, ob Öfa insolvent ist oder die Boni einbehalten will. Im Netz ist nichts weiter, in Worten gar nichts zu finden.
    Neue Aufträge nimmt Öfa online nicht mehr an. Spricht für Insolvenz.
    Gibt es Neuigkeiten von Deldiver?
     
  9. Deldiver

    Deldiver Starter

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    Hallo, war auch kurz abwesend.
    Hier meine bisherigen Aktivitäten:

    1.)Ich habe zum Vertragsende gekündigt; die Kündigung wurde bestätigt.
    2.) Ich habe die Verbraucherzentrale informiert.
    3.)Ich habe die Bundesnetzagentur ausführlich angeschrieben; das Anschreiben wurde bestätigt; Antwort noch nicht erhalten.

    Gerade eben haben wir festgestellt, dass im Oktober das letzte Mal abgebucht wurde; auch im Januar wurde nicht abgebucht - merkwürdig!?
     
  10. REWE47

    REWE47 Top-User

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    stef,

    wenn Sie die Einzugsermächtigung widerrufen (wofür es derzeit KEINEN vernünftigen Grund gibt / s.o.), dann laufen Sie vielleicht in eine "Falle" hinein, die eine Verweigerung des Bonus ermöglicht (andere wenig seriöse Anbieter arbeiten mit ähnlichen Tricks!); die Nachteile einer Überweisung sind ebenfalls angesprochen.

    Die Höhe der Abschlagszahlungen ist weniger maßgeblich (ist halt "nur" ein vorläufige Zahlung), wichtig ist vielmehr, ob ab 01.01.2014 die Preise verändert wurden; dazu müsste aber vorab eine Preiserhöhungsmitteilung zugegangen sein.

    Abgebucht wurde möglicherweise deshalb nicht, weil die Bank von "Ökostrom" den Lastschriftvertrag gekündigt haben könnte. Bei schlechter Bonität des Versorgers ist das üblich, schließlich können die Kunden die Abbuchung bis zu 8 Wochen später zurückbuchen lassen.

    Bzgl. einer Insolvenz der "Ökostrom für Alle GmbH" ist im Netz nichts zu finden. Lt. Jahresabschluss 2011 (ein aktuellerer ist nicht veröffentlicht) handelt es sich um eine kleines Unternehmen mit lediglich 80 TEUR Eigenkapital, wovon am Bilanzstichtag bereits rd. 80% durch Verluste aufgebraucht waren.

    Anmerkung: Zu einem solch finanzschwachen „Newcomer“ sollte man besser NICHT wechseln !
     
  11. stef

    stef Starter

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    Hallo REWE47,

    nach den AGB von Öfa spricht nichts gegen Zahlung per Überweisung.
    Leider habe ich mich nicht so intensiv mit Öfa vor Abschluss beschäftigt, war halt ein günstiger "Naturstromanbieter" ohne offensichtliche Fallen. Ausgesucht per Verivox, geht vielleicht auch besser.
    Aufgrund der meiner Meinung nach nicht fristgerecht erfolgten Kündigung denke ich darüber nach den Kündigungstermin zurückzuweisen, zumal noch ein weiterer Formfehler vorliegt (ich soll den Zählerstand vom Monat nach der erfolgten Kündigung mitteilen).
    Die Begründung der Kündigung ist meiner Meinung nach auch nicht ausreichend, da nichts von Insolvenz etc. bzw. zur Begründung der Lieferungseinstellung in der Kündigung erwähnt wird.
    Ziel ist es, den Vertrag weiter gültig zu halten, bis der Anspruch auf den Bonus erreicht ist. Ja, ich weiß, klingt ein bißchen träumerisch, aber ein Versuch schadet nicht.
    Auf jeden Fall werde ich auch am Montag die Netzagentur anschreiben, damit das Ganze vielleicht endlich mal publik wird.
    Auch Verivox wusste noch nicht von einer Pleite/Problemen/irgendwas des Unternehmens. Es gibt ja sowas wie Insolvenzverschleppung.
    Danke an Euch für die Informationen und Unterstützung. Ich melde mich auch weiter bei Neuigkeiten.

    Gruß

    stef
     
  12. REWE47

    REWE47 Top-User

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    Hallo stef,

    das mit Lastschrift oder Überweisung ist scheinbar immer noch nicht richtig rübergekommen. Aber OK, lassen wir es, IHRE Entscheidung.

    Wenn die (ordentliche) Kündigung nicht fristgerecht zugegangen ist, dann ist sie unwirksam bzw. wirkt zum nächst möglichen Termin. Der von Ihnen angesprochene "Formfehler" oder welche Begründung auch immer ist nicht relevant. Begründet werden muss nur eine außerordentliche, fristlose Kündigung.

    Insolvenz dürfte derzeit nicht zutreffen. Dass die Belieferung in manchen Gebieten nicht mehr möglich sein soll, könnte damit begründet sein, dass Netzbetreiber den Netznutzungsvertrag gekündigt haben, bspw. wg. Nichtzahlung der Netzentgelte.

    Gruß
    REWE47
     
  13. REWE47

    REWE47 Top-User

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    Hallo Admin,

    Ihre Lösung in meinem Beitrag vom 21.01.2014 ist mal wieder nicht nachvollziehbar !

    Wenn das wie gehabt mit Löschungen so weitergeht, dann ist dieses Forum bald völlig tot.

    Gruß
    REWE47
     
  14. ligrau

    ligrau Kenner

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    @REWE47 + @alle,

    dieses Forum liegt doch schon in den letzten Zügen, man schaue sich nur die Anzahl der aktiven Teilnehmer an.
    Dass Werbung gelöscht wird, die einige Mitglieder, oft ungeschickt, hier platzieren, einverstanden - damit kann ich leben. Aber kritische Äusserungen zu bestimmten Stromanbietern zu löschen, gleicht einer Zensur, und ist auch für mich nicht nachvollziehbar. Die immer gleiche Begründung der Forumsbetreiber kann dem Schutz der Mitglieder dienen, würgt aber zugleich die freie Diskussion ab.
    Ich zumindest bin nur noch beobachtendes Mitglied in diesem Forum.

    Vielleicht ändert sich die Haltung des/der Admin noch, die Hoffnung stirbt zuletz.

    In diesem Sinne beste Grüße

    ligrau
     
  15. Deldiver

    Deldiver Starter

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    Hallo,
    wenn der Netztbetreiber ( in unserem Fall EWE ) nicht mehr durchleiten will (aus welchem Grunde auch immer ), schreibt er sicherlich auch den betreffenden Endverbraucher an. Bei uns ist das bereits einmal passiert, dass wir von EWE benachrichtigt wurden. EWE hat uns damals sogar sehr geholfen, indem EWE unseren neuen Anbieter gebeten hat, uns schon früher zu beliefern, so dass wir den EWE-Tarif nicht in Anspruch nehmen mußten.
    Wir haben durch "Ökostrom" ab 1.1.14 eine Preiserhöhung bekommen und zum Vertragsende gekündigt; gleichzeitig haben wir darauhingewiesen, dass wir seitens Ökostrom auf Vertragseinhaltung (Bonus etc.) bestehen. Die Kündigung zum 28.2.14 wurde bestätigt aber ohne weitere Angaben.
    Die Einziehungsermächtigung werden wir bis Vertragsende nicht widerrufen, damit Ökostrom keinen Grund hat, uns vorzeitig zu kündigen.
     
Schluss mit steigenden Stromkosten. Zeit zu wechseln!