Wie "teuer" wird das Wahrnehmen des Sonderkündigungsrechts?

Dieses Thema im Forum "FlexStrom" wurde erstellt von passioflora, 28. Mai 2009.

  1. passioflora

    passioflora Starter

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    Hallo,
    wir haben zum 01.04.09 ein 3600er Strompaket für etwas über 600 Euro gekauft. Jetzt nach 6 Wochen bekommen wir einen Infobrief!!!(sowas fliegt normalerweise ungesehen in den Müll) und unterrichtet uns über eine Verteurung unseres Tarifs um 150 Euro!!!!

    Schon allein aus Prinzip über so eine miese Masche (Neukunden zahlen nach wie vor nur 600 Euro - zumindest denken sie das ein Vierteljahr lang) möchte ich von meinem Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen.

    In den AGBs steht dazu "Wird der Vertrag...unterjährig beendet,...so wird ihr Verbrauch zeitanteilig unter Anwendung der allgemeinen Erfahrungswerte der Elektrizitätswirtschaft...abgerechnet."

    Hat jemand Erfahrung, wie das in der Realität aussieht? Bekomme ich bei Vierteljährlicher Nutzung wirklich 3/4 meines Paketpreises erstattet?

    Danke für Eure Antworten!
     
  2. Trucker24

    Trucker24 Kenner

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    Hallo zusammen,da kann ich nur folgendes zusagen.Hättet lieber die komplette Preisgarantie nehmen sollen.Gut ist natürlich nicht schön die Erhöhung nach 3 Monaten,sie zählt ja leider ab Vertragsabschluß und nicht ab Belieferung.Seit wann seit Ihr denn in der Belieferung?
    Bin auch Kunde mit 1200 Paket,hab mich für 12 Monate Preisgarantie,
    waren nur 18 Euro mehr,entschieden und kann im Moment nichts negatives
    zu FlexStrom sagen.Wenn Ihr trotzdem weg wollt kann ich nur raten,vorher bei einem anderen Anbieter neu abzuschließen,so das der sich um die Kündigungsformalitäten mit FlexStrom und Neuanmeldung beim
    Netzbetreiber kümmern kann.Also nicht selbst kündigen,soll wohl so besser laufen und klappen.Wie das allerdings mit dem Geld klappt,kann ich leider nicht sagen.Abgerechnet wird dann aber wohl mit einem teuren Grundversorgungstarif.Hoffe ich konnte etwas helfen.Viel Erfolg.
    Gruß aus Hannover
    Trucker24
     
  3. KCH

    KCH Fachmann

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    Hallo passioflora
    Deine Anfrage hat mich jetzt doch dazu bewogen (obwohl ich dies an anderer Stelle vor einiger Zeit schon mal gemacht habe), meine „Erfahrungen“ mit FS aufzuschreiben.
    Ich habe im Sommer 2006 ein Angebot von FS erhalten. Der sehr günstige Preis, die einjährige Preisgarantie, die Beibehaltung der Mehrwertsteuer in Höhe von 16 % und das Versprechen auf Zahlung eines Bonus in Höhe von 40 E am Ende des ersten Bezugsjahres waren schon überzeugend. Auch das Angebot eines Paketes mit 2400 Kwh , wo ich nicht dauernd auf den Zähler schielen musste (mein durchschnittlicher Verbrauch lag im Jahr so bei etwa 2000 Kwh), waren dann ausschlaggebend für meine Unterschrift. Über die Vorauszahlung für ein Jahr und die erforderliche Einzugsermächtigung habe ich dann mal hinweggeschaut. Dementsprechend schnell war dann auch das Geld abgebucht. Der voraussichtliche Liefertermin war der 01.12.2006, dem ich etwas skeptisch entgegenschaute.
    Aber siehe da : am Morgen brannte das Licht, die Kaffeemaschine lief wie immer und auch der Monitor blieb nicht schwarz. Ich war zufrieden und hätte FS wärmstens weiter empfohlen.
    Der Ärger kam dann am Ende des ersten Bezugsjahres. Anfang November 2007 erhielt ich aus heiterem Himmel eine Mahnung von FS (selbstredend mit Mahngebühr), ich hätte den Abschlag für das 2. Jahr nicht zum Fälligkeitstermin (6 Wochen vor Ende des 1. Bezugsjahres) überwiesen und ich solle doch innerhalb einer Woche dies tun. Die Forderung für das 2. Jahr bei FS hat mich fast umgehauen. Noch hatte ich mich von meinem Schreck nicht ganz erholt, da kam schon nach 8 Tagen die 2. Mahnung. Also habe ich FS schriftlich darüber informiert, dass ich gar nichts überweisen konnte, da mir die Höhe der Forderung bis dato unbekannt war und hätte ich sie gekannt, hätte ich mit Sicherheit rechtzeitig gekündigt. Außerdem hätte FS ja immer die Einzugsermächtigung (warum sie diese nicht genutzt haben, liegt auf der Hand). Von FS kam nichts, noch nicht mal eine Entschuldigung. In der Zwischenzeit hatte ich erfahren, dass FS die AGB`s geändert hatte, ohne mich zu informieren.
    Jetzt habe ich dann mein Sonderkündigungsrecht (6 Wochen zum nächsten Monatsende) in Anspruch genommen und zum 31.12.2007 gekündigt. Ende November bestätigte FS mir dann die Kündigung, so dass ich mir einen neuen Versorger suchen konnte, wobei mir aber keiner die Versorgung vor Februar 2008 garantieren konnte. In meiner Not wandte ich mich also an den örtlichen Versorger, der mir nicht nur ein günstiges Angebot machte, sondern diese Konditionen auch ab dem 01.01.2008 garantieren konnte.
    Meinen Bonus erhielt ich von FS erst nach etlichen Briefen, auf die FS mit dämlichen Textbausteinen antwortete, im April 2008 nach einem Mahnbescheid.
    Und jetzt zu Deinem Problem: ich hatte ja meinen Vertrag für das 2. Jahr unterjährig gekündigt zu. 31.12.2007, d. h. für den ganzen Dezember wurde mir von FS der Verbrauch nach Standardlastprofil (ob das rechtlich so einwandfrei war, sei mal dahingestellt) berechnet. Über google kann man sich über diesen Begriff aufklären lassen. Anteilig nach Standardlastprofil betrug mein Paketvolumen also 238 Kwh, das entsprach einem Anteil von etwa 10 % vom Jahrespaket, so das ich für den Dezember 2007 entsprechend dem Abschlag für das 2. Jahr etwa 47 € nachzahlen durfte. Dass FS sich diesen Betrag nun ganz schnell per Einzugsermächtigung holte, die ja mit meiner Kündigung zum 31.12.2007 erloschen war, sei nur noch am Rande erwähnt.
    Ich rate Dir daher, mit spitzem Bleistift zu prüfe, ob sich für Dich eine unterjährige Kündigung lohnt, siehe die AGB Punkt 8.4
    Liebe Grüße und erholsame Feiertage (für alle)
    Klaus
     
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