Vorgehensweise zur Abwicklung des Problemfalls "FlexStrom" ???

Dieses Thema im Forum "FlexStrom" wurde erstellt von The SphereX, 15. April 2013.

  1. The SphereX

    The SphereX Gelegenheits-User

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    Hi Leute !!!

    Bis jetzt wurde ja noch kein Termin genannt, ab wann FlexStrom tatsächlich die Stromlieferung einstellt. Dementsprechend werden die Kunden nach wie vor noch beliefert. Wird, z. B. durch den Insolvenzverwalter, das Ende der Stromlieferung bekanntgegeben, gilt folgendes:

    1.) Sonderkündigungsrecht: Der Vertrag mit FlexStrom kann sofort gekündigt werden.
    2.) Der örtliche Grundversorger übernimmt automatisch die Ersatz- bzw. Grundversorgung zu den Konditionen seines Grundversorgungstarifs.

    Ist das soweit richtig?

    Wenn ja, wie lange bin ich dann an meinen Grundversorger gebunden? Kommt hier im Zuge der Ersatzversorgung ebenfalls automatisch, d. h. ohne mein persönliches Handeln, ein Vertrag mit dem Grundversorger zustande, für den auch entsprechende Kündigungsfristen gelten, oder kann ich dann auch sofort wieder kündigen? Ich habe mir natürlich schon einen neuen Anbieter gesucht, zu dem ich verständlicherweise auch schnellstmöglich wechseln will, um nicht unnötig lange den teuren Tarif des Grundversorgers zahlen zu müßen.

    Hat hier eventuell jemand Erfahrung mit dem Thema und weiß, wie das Ganze jetzt abläuft?


    Grüße,
    The SphereX
     
  2. desonic

    desonic Kenner

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    Hallo The SphereX,

    1.) Bei dem Sonderkündigungsrecht kann ich zwar keine 100% Aussage treffen, allerdings gilt ja das Sonderkündigungsrecht immer zum Zeitpunkt der Veränderung(Sonderkündigung durch Flex an Dich) bis dahin ist der Vertrag gültig.

    2.) Ja, Du wirst automatisch durch den Netzbetreiber beim Grundversorger angemeldet. Dieser wendet dann den sogenannten Gund- und Ersatzversorgungstarif an. Die gilt rechtlich auch als Vertrag, ist allerdings kein Sondervertrag mit vertraglich vereinbarter Laufzeit bzw. Kündigungsfrist. Grundlage für die Ersatzversorgung ist die StromGVV und die regelt den Anbieterwechsel mit einer Frist von 2 Wochen bzw. 10 Werktage.

    Wenn Du nun bereits einen neuen Anbieter Dir ausgesucht hast, warte am besten auf die Entscheidung des Insolvenzanwaltes bzw. Mitteilung von Flex zu welchen Zeitpunkt Dir die Versorgung auf Grund "Aufgabe des Geschäftsbetriebes" mitgeteilt wird. Wenn zwischen Mitteilung und Zeitpunkt Kündigung noch mehr wie 2 Wochen liegen,einfach die Neuanmeldung über den neuen Versorger zu diesem Zeitpunkt veranlassen.

    Gruß
    desonic
     
  3. The SphereX

    The SphereX Gelegenheits-User

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    Danke für die Infos. So in etwa hatte ich mir das auch schon gedacht.

    Dann warte ich jetzt also erst mal ab, bis FlexStrom die Stromlieferung und damit den Geschäftsbetrieb offiziell einstellt. Diese Info müßte ja eigentlich jeder Kunde per Mail übermittelt bekommen (?). Danach greift sofort die Ersatzversorgung, die ich mit einer Frist von 2 Wochen zum Monatsende kündigen kann, um schließlich zu einem alternativen Anbieter zu wechseln.

    Sollte ich dann dem Grundversorger kündigen, oder dieses Prozedere wie sonst bei einem Wechsel üblich, dem neuen Anbieter überlassen?


    Grüße,
    The SphereX
     
  4. desonic

    desonic Kenner

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    Diese Info müsste an jeden Kunden versendet werden, die Form kann ich allerdings nicht vorraus sagen.

    Bei Ersatzversorgung muss nicht auf´s Monatsende gekündigt werden, dies geht zu jedem Werktag, mit einer Frist von 10 Werktagen. Dies übernimmt am einfachsten und sichersten der neue Versorger.

    Gruß desonic
     
  5. The SphereX

    The SphereX Gelegenheits-User

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    OK, dann habe ich jetzt alle Infos zusammen, die ich brauche und hoffe auf einen tatsächlich reibungslosen Ablauf.


    Grüße,
    The SphereX
     
  6. Costinesti-98

    Costinesti-98 Aufsteiger

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    Nach dem, was sich im Internet so finden lässt, haben vor Insolvenz dauerhaft nur die Wuppertaler dem Flexstrom-Konzern die Stromdurchleitung untersagt. Viele, wenn nicht die meisten Netzbetreiber konnten aber Vorkasse fordern. Unmittelbar nach der Insolvenz haben die "Stadtwerke Energie Jena-Pößneck" die Netznutzung untersagt.
    Dass es noch nicht wesentlich mehr sind (?), könnte daran liegen, dass Flexstrom wegen der Vorkasse an die Netzbetreiber noch "Guthaben" hat, die aber in Kürze (Tage/Wochen?) auslaufen werden. Wenn der Netzbetreiber kündigt, dürfte das über Presse, Homepage oder Brief des Netzbetreibers schneller bekannt werden als direkt von Flexstrom. Wer weiß Genaueres?
    Vielleicht schafft es auch die Bundesnetzagentur, den Betrieb mit sofortiger Wirkung zu untersagen?
     
  7. Snaggle

    Snaggle Experte

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    Hallo,

    na ja...das glaube ich kaum, dass die "meisten" Netzbetreiber Vorkasse verlangen konnten. Die Sprache war m.W. nur von EON und RWE.
    Bei den allermeisten dürfte FS schön in der Kreide stecken....alleine der Adelsanwalt hat doch schon 37 Stadtwerke vertreten, die auf Kohle warteten....

    Wenn die Netznutzung untersagt wird, wirst du mehr als zeitnah Post im Briefkasten vom Netzbetreiber haben. Von FS wirst du kaum was hören. Da es kaum etwas bringt, wenn man es auch 24 Stunden vorher schon weiß, ist es eh egal....

    Natürlich interessant die Frage, ob es jetzt Zufall war, dass genau am Freitag die Insolvenz angemeldet wurde....wo ein Verbot der Vorkasse seitens der Bundesnetzagentur bevorstand....Frage also....hat das irgendeinene Vorteil...vielleicht für die Fortsetzung der Geschäfte von Flexgas, wenn man da noch Geld für eine Verkauf rausschlagen konnte?

    Ich weiß es nicht....ist aber schon komisch...

    Gruß Snaggle
     
  8. AlBundy

    AlBundy Routinier

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    Habe mir das auch schon gedacht, dass wohl das Verbot der Vorkasse das Todesurteil für das "Geschäftsmodell" von Flexstrom war :)
     
  9. Snaggle

    Snaggle Experte

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    Hallo,

    das ist selbstredend, wenn ich bis zum Hals im Schnee stecke und nur damit werfen kann, ist die Konsequezun klar....das Resultat einen solchen Systems war aber ja auch schon vorher absehbar...

    Viel wichtiger aber die Frage, ob das mit dem Zuvorkommen noch eine anderen Grund hat, bspw. dem Verkauf von Flexgas....ob das vielleicht bspw. wichtig war, um da noch mal Kasse zu machen und das Verbot der Vorkasse vielleicht sonst den Verkauf zunichte gemacht hätte...da hat die GL ja so vielleicht noch schön Kasse gemacht....

    Da sind einige wichtige Dinge noch zu prüfen......

    Gruß Snaggle
     
  10. martin-h

    martin-h Aufsteiger

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    Hoffentlich wird auch die Rolle der ewig prüfenden und abwiegelnden BNetzA gebührend gewürdigt. Schon seit mindestens letzten Sommer gab es die Pleitegerüchte und die doitsche Behörde bequemt sich, erst im Januar Unterlagen von FS anzufordern. Und warum nur wusste FS offensichtlich genau, wann und dass ein Verbot der VK-Praxis unmittelbar bevorsteht und konnte pünktlich und praktisch die Arme heben? Gab es da einen kleinen Dienstweg?
    Wenn Sponsoren aller Couleur im Nachhinein(!) zurückzahlen müssen, sollte die BNetzA auch Verantwortung übetnehmen. http://www.spiegel.de/wirtschaft/un...klage-durch-teldafax-glaeubiger-a-895046.html
    Wer weiß, ob die Kunden nicht auch noch zur Rückzahlung von Boni aufgefordert werden.. Unglaublich..
     
  11. Friefrie

    Friefrie Gast

    Hallo allerseits,

    auch ich bin bestimmt kein Freund dieser Bundesnetzagentur. Zu oft habe ich auch persönlich erleben müssen, wie diese Behörde sich aus der Verantwortung gestohlen hat.

    Mir stellt sich trotzdem eine Frage: was wäre passiert, wenn diese Behörde früher reagiert hätte? Fakt ist, dass Flexstrom wahrscheinlich dann viel eher pleite gegangen wäre. Kann es sein, dass dadurch noch weniger Leute ihre Rückerstattungen bekommen hätten?

    Denn dass man seit zumindest einen Jahr bei Flexstrom nicht mehr neu abschließen sollte, hätte jeder auch ohne die Bundesnetzagentur wissen können, wenn er nur einmal gegoogelt hätte.

    Mir scheint dieser Schritt der Bundesnetzagentur, der Flexstrombrut Vorkasse-Verträge zu verbieten, durchaus angemessen. Er hat ja zumindest einen Ansatz geboten, dass FS noch weiterleben kann. Also, bei aller Abneigung gegen die Bundes-Schnarchnasen-Behörden, scheint mir eine etwas differenzierte Betrachtungsweise durch angebracht.

    Viele schlimmer ist der Skandal der Deutschen Justiz, der von mir schon an anderen Stelle postuliert worden ist. Wenn hier bei den ersten Fällen von [vorsorglich gelöscht im Hinblick auf eventuelle Rechtsgründe, die Redaktion] sachkundige Urteile (s. mein Beitrag zum Institut für deutsche Sprache) entsprechend dem jetzigen Urteil des BGH gefällt worden wären, wäre das gesamte Negativimage von FS gar nicht so entstanden.

    Einfach mal drüber nachdenken....

    Viele Grüße
    Fritz Frie
     
  12. Ailton

    Ailton Routinier

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    Meine Rede! Das ist es, worüber ich bereits an anderer Stelle geschrieben habe. Aber lassen wir es auf uns zukommen.
     
Schluss mit steigenden Stromkosten. Zeit zu wechseln!