Probleme mit Flexstrom - Lohnt sich das Durchhalten?

Dieses Thema im Forum "FlexStrom" wurde erstellt von Goriwyn, 25. April 2012.

  1. Goriwyn

    Goriwyn Starter

    Registriert seit:
    25. April 2012
    Beiträge:
    5
    Zustimmungen:
    0
    Punkte für Erfolge:
    0
    Huhu,

    ich bin neu hier in diesem Forum und hoffe auf einen Austausch mit Gleichgesinnten und hoffe auf ein paar gute Tipps.

    Leider haben auch wir einen Vertrag mit Flexstrom abgeschlossen und sind dabei auf den tollen Aktionsbonus reingefallen.

    Was ich insofern interessant finde: Mein Freund war jahrelang dort Kunde (immer in WGs) und die haben alle ihren Bonus bekommen. Und in dem Jahr, wo wir Kunde sind, heißt es auf einmal, es gäbe doch keinen Bonus.

    Jedenfalls haben wir eine Abrechnung von ungefähr 90 € bekommen, da wir mehr Strom verbraucht haben, als wir bezahlt haben. Die Forderung möchte ich nicht bestreiten, das ist schon okay so. Jedenfalls dachte ich mir, bei 140 € Bonus wäre das ja grundsätzlich ein Guthaben zu meinen Gunsten von ungefähr 50 € und habe das Flexstrom auch so mitgeteilt.

    In der Folge ging das die ganze Zeit hin und her, ich bekam zig vorgefertigte Emails zum Bonus, mit Verweis auf die amtsgerichtlichen Entscheidungen, ich hielt dagegen mit anderen Entscheidungen usw. Mir schrieb Flexstrom dann, ich solle die Tatsache, dass mir der Bonus zustünde, mit Vertragsunterlagen nachweisen.

    Ich habe alle meine Vertragsunterlagen eingescannt, darunter ein Internetausdruck vom letzten Jahr, auf dem steht: "Ihr Bonus: 140 €" - ohne Fußnote oder Verweis auf AGB und meine Auftragsbestätigung, in der steht: "Der Bonus wird ihnen vereinbarungsgemäß nach einem Jahr ausgezahlt". Dazu dann eben auf das AGB-Recht verwiesen, aus dem sich ergibt, das Zweifel zu Lasten des Verwenders gehen- wie es ja eben auch die Schlichtungsstellen usw. sehen.

    Auf diese Email habe ich keine Antwort erhalten. Irgendwann kam eine Mahnung, woraufhin ich die gleiche Email nochmal verschickte und um erneute Prüfung bat.

    Daraufhin buchte Flexstrom die 90 € einfach ab, ohne dass sie eine Einzugsermächtigung gehabt hätten. Ich habe das Geld zurückgebucht und Ihnen eine Email geschrieben, was da los wäre - immerhin wollten Sie doch meinen Anspruch prüfen, hätten meine Unterlagen, buchen einfach so Geld ab, ohne dazu ermächtigt zu sein?

    Ich habe Ihnen auch geschrieben, dass wir mittlerweile auch bereit wären, auf unser Guthaben zu verzichten, wenn dann "Ruhe wäre". Von mir aus können die die 50 € behalten, ich möchte einfach nichts mehr von Flexstrom hören.

    Nach einigen Tagen kam die Antwort, dass man mir mein mir zustehendes Guthaben von 90 € sofort zurücküberweisen werde und man die Verzögerung entschuldigen möchte.

    Ich dachte damit, dass sich die Sache erledigt hätte.

    Freitag bekam ich Post von Inkasso. Ich rief bei Flexstrom an, da ich mir dachte, dass die ewigen Emails wohl eh nichts bringen. Man sagte mir dort nach Prüfung meiner Unterlagen, dass es wohl zu zeitlichen Überschneidungen gekommen sei, dass selbstverständlich keine Forderung mir gegenüber bestünde, dass das doch aus der Mail klar hervorgeht. Ich habe um eine schriftliche Bestätigung gebeten, dass keine Forderungen mehr bestehen und mir wurde zugesichert, dass das zur Post geht. Ist natürlich nicht passiert ;)

    Naja, heute bekam ich jedenfalls eine Email von Flexstrom, dass ich ja nicht bezahlt hätte und es nun deshalb ans Inkasso gegangen sei. Ich habe wieder geantwortet, den Sachverhalt zusammengefasst - wie immer halt.

    So langsam frage ich mich halt, ob sich das alles lohnt. Der ganze Stress, die ganzen Mails - ich habe ja noch anderes zu tun. Dauernd kommen neue Nachrichten, jede widerspricht der vorherigen - und nun auch noch Post vom Inkasso, was natürlich schon erschreckt.

    Vielleicht hat ja jemand eine Idee, wie ich weiter vorgehen kann. Mittlerweile sind wir fast so weit, die 90 € überweisen zu wollen - aber ohne Mahngebühren und den ganzen anderen Kram, da wir ja nach der Zusicherung, dass keine Forderungen mehr bestünden, keine Mahnung bekommen haben. Irgendwo sehe ich das aber auch nicht so wirklich ein - eben wegen des blöden Bonus und weil uns der Strom sonst viel teurer gekommen wäre, als beim normalen Anbieter.
     
  2. KCH

    KCH Fachmann

    Registriert seit:
    10. November 2007
    Beiträge:
    207
    Zustimmungen:
    0
    Punkte für Erfolge:
    0
    Geschlecht:
    männlich
    Hallo goriwyn,
    Na dann: Willkommen! Und? Wurde Ihre Hoffnung getäuscht?

    Nein, nicht auf den Bonus, sonder auf die sattsam bekannte Mentalität, Firmen würden etwas verschenken, was, bei Licht und mit klarem Verstand betrachtet, ein Ding der Unmöglichkeit ist. Aber sei`s drum.

    Tja, auch Versorger ändern mal ihre Meinung!

    Ob Ihnen der Bonus zusteht, ist so nicht klar. Immerhin kennen wir Ihre Vertragsdaten nicht.

    Muß hier nicht erwähnt werden, da altbekannte Tatsache. Ich hoffe jetzt doch mal, Sie haben im Forum ausgiebig gelesen.

    Haben Sie schon mal versucht, einen Panzer zu prügeln? Na bitte: unnützer Aufwand. Aber der Terminus:"...nach einem Jahr..." ist der Knackpunkt. FS steht auf dem Standpunkt, dieses "nach" bedeute eine Vertragslaufzeit von einem Jahr und einer Sekunde (überspitzt ausgedrückt), und damit ist man ja schon im zweiten Belieferungsjahr. Einige Gerichte, wie bspw. das LG Heidelberg sehen das anders, eine größere Anzahl unterinstanzlicher, aber nichtsdestoweniger zitierenswerter - damit brüstet sich FS gerne - AG kann diesen, in meinen Augen merkwürdigen, Schlußfolgerungen von FS folgen. Die Schlichtungsstelle ist aber auch nur eine , wie der Name schon sagt, schlichtende Stelle, deren Aussagen nicht bindend sind.

    Na ja.

    Na, so was freches aber auch! (Sorry)

    Eine merkwürdige Mentalität, aber bitte!

    Äh jaaa...

    Sie sagen es!

    Was erhofften Sie sich?

    Nun, wenn Sie diese Frage negativ beantworten können, hätten Sie sich diesen Schriftsatz sparen können.

    Kann ich natürlich nachvollziehen, aber so eine kleine Strafe...
    Vor dem IK-Büro müssen Sie sich nicht fürchten, solange Sie den vorgegebenen Rechtsweg einhalten.

    Mir drängt sich immer mehr der Verdacht auf, dass Sie sich im Forum nicht informiert haben. Die Vorgehensweise von FS bzgl. Bonus etc. Kunden gegenüber, deren Vita als FS-Kunde, all`das ist hier schon zig`mal besprochen worden!

    Und warum nicht? Sie geben doch selbst zu, dass diese Nachforderung gerechtfertigt und damit unstrittig ist.

    Zum einen war diese Zusicherung mündlich erteilt, also "keinen Pfifferling wert", zum anderen muß FS auch keine Mahnungen erteilen, da Sie (!) im Verzug sind!

    Schöne Erkenntnis.

    Bitte nicht böse sein, aber Ihr Fall ist ein "alter Hut". Es gibt hier im Forum etliche Ratschläge und Tipps. Die für Sie aus meiner Sicht "beste" Vorgehensweise habe ich gerade erst gestern dem/der User/in "mone etc." angeraten. Parallelen zu Ihrem Fall sind augenkundig und ich würde speziell in Ihrem Fall dazu plädieren, penibel zu prüfen/prüfen lassen, ob Ihnen der Bonus wirklich zusteht. Veröffentlichen Sie doch mal hier Ihre Vertragsdaten, damit wir besser informiert sind. Lesen Sie sich ältere Beiträge durch

    Gruß
    KCH
     
  3. Goriwyn

    Goriwyn Starter

    Registriert seit:
    25. April 2012
    Beiträge:
    5
    Zustimmungen:
    0
    Punkte für Erfolge:
    0
    Huhu,

    die ganze Geschichte mit den Gerichtsentscheidungen ist mir bekannt, ich habe einige davon auch gelesen. In meinen Augen wäre eine AGB-Kontrolle wohl eindeutig zu Lasten Flexstroms, aber wie immer sehen es die einen so und die anderen anders. Und das Amtsgericht meiner Heimatstadt hat auch zugunsten Flexstroms entschieden, deswegen wollte ich ungern vor Gericht und habe die Sache versucht, über Emails zu lösen - was ja wohl, wie ich selbst mittlerweile weiß, vergebene Liebesmüh war.

    Ich habe alle Threads gelesen, die sich mit dem Thema befassen. Zur Zeit scheint es ja wohl über das Mahnverfahren einigermaßen zu klappen, aber ich weiß natürlich nicht, ob das auch noch funktioniert, wenn ich es probiere ;)

    Mir ist schon klar, dass ich die 90 € zahlen muss. Nach meiner Sicht bin ich auch nicht im Verzug, da nach den AGB immerhin eine Verrechnung stattfindet und ich ja noch keine richtige Schlussabrechnung bekommen habe - außerdem liefen ja permanent Verhandlungen und Diskussionen, ich finde es einfach höchst widersprüchlich, wenn man jede Woche was anderes behauptet und dann ein Inkassounternehmen beauftragt. Diese Gebühren möchte ich jedenfalls nicht zahlen.

    Streitgegenständliche AGB-Klausel ist die altbekannte 7.3er: "Der Bonus entfällt bei Kündigung innerhalb des ersten Belieferungsjahres, es sei denn, die Kündigung wird erst nach Ablauf des 1. Belieferungsjahres wirksam."

    Ich weiß auch, dass ich mit Sicherheit effektiver hätte vorgehen können. Ich habe auch einfach weder Nerven noch Zeit im Moment und dachte einfach, dass das mit Email-Kontakt zu lösen sei. Was eine nicht erhaltene Preiserhöhung angeht, hat das auch geklappt, aber man soll sein Glück ja nicht überstrapazieren.

    Weil nach AGB verrechnet wird und weil es einem weniger gut gefällt, Geld vorzuschießen, wenn man - je nach Rechtsauffassung - noch 140 € bekommt. Was weg ist, ist erstmal weg - und ob ich den anderen Teil kriege, steht für mich in den Sternen.

    Wie ich das den anderen Threads entnehme, wäre es wohl besser, erstmal den unstreitigen Betrag zu überweisen und dann den Bonus separat zu verfolgen. Soll ich da irgendwelche Mahngebühren draufschlagen, oder nicht? Ich bin ja davon ausgegangen, dass verrechnet wird, außerdem wurde mir bereits mehrfach zugesichert, mein Vertrag werde geprüft. Außerdem habe ich ja Freitag noch die Aussage bekommen, es bestünden definitiv keine Forderungen mehr - bei dem Hick Hack werde ich ja noch völlig kirre. Von der Aussage ausgehend finde ich es daher etwas schwierig, das Geld zu überweisen - immerhin geht es ja - was ich hier im Forum lesen kann - eventuell auch darüber, nur die Differenz über das Mahnverfahren einzutreiben.

    Hat jemand einen Erfahrungswert, wie lange das braucht, bis das Inkasso antwortet?

    Viele Grüße
     
  4. garribaldi

    garribaldi Stammgast

    Registriert seit:
    16. Februar 2012
    Beiträge:
    70
    Zustimmungen:
    0
    Punkte für Erfolge:
    0
    @Goriwyn
    Mir scheint es, dass Du einfach eine Entscheidung treffen musst und diese dann konsequent angehen solltest.

    Das Problem ist, das viele hin- und hergerissen sind und sich dann um eine klare Entscheidung drücken. Man ist sauer auf Flexstrom, wähnt sich ganz klar im Recht, aber Mahn- und Gerichtsverfahren kosten Geld (Zeit scheint ja vorhanden zu sein). Ja, so ist das.

    Ihr wollt das Geld haben, das Euch Eurer Meinung nach zusteht - seid aber nicht bereit, das zu investieren, was nun mal nötig ist, um Recht zu bekommen. Stattdessen schreibt ihr immer wieder an Flexstrom (habe ich ja am Anfang auch gemacht, bringt aber nun mal gar nichts), wühlt euch tagelang durchs Internet, schreibt lange Beiträge, investiert einfach sehr viel Zeit, ohne dass es zu irgendwas führt - außer, dass ihr euch immer mehr ärgert und Gedanken macht.

    Dann vergesst die Sache doch einfach und stresst Euch nicht weiter rum! Natürlich gibt es ein Risiko. Natürlich gibt es Verfahren, die Flexstrom gewonnen hat. Ich bin allerdings der Meinung, dass man einigen Beiträgen in diesem Forum sehr eindeutig entnehmen kann, wie man vorgehen sollte und wie die Chancen stehen.

    Ein Risiko besteht. Aber vielleicht ist man am Ende selbst dann darüber froh, die Id***** zumindest vor Gericht gezerrt zu haben, wenn man Geld verloren hat.
     
Schluss mit steigenden Stromkosten. Zeit zu wechseln!