online-mahnantrag bei falscher abrechnung

Dieses Thema im Forum "FlexStrom" wurde erstellt von stromopfer, 24. Dezember 2012.

  1. stromopfer

    stromopfer Starter

    Registriert seit:
    24. Dezember 2012
    Beiträge:
    6
    Zustimmungen:
    0
    Punkte für Erfolge:
    0
    hallo liebe forum mitglieder,

    nachdem ich nun 10-15 emails an F-Strom geschrieben und seit ca. 4-5 monaten immer noch nicht mein betrag erhalten habe hoffe ich auf bisschen unterstützung beim online-mahnantrag. ich weiß, diese punkte wurden schon mal an anderen stellen beschrieben, aber es ging immer um eine bonusauszahlung, bei mir ist der sachverhalt anders und auch evtl. einfacher:

    rechnung wurde falsch angesetzt (falscher startwert für KWH), 170 EUR nachzahlung wurde eingezogen, rechnung wurde nach beschwerde korrigiert, aber überwiesen wird der betrag nicht mehr zurück!

    ZUM ANTRAG:

    1) was ist in diesem fall richtig:
    a) Ich erkläre, dass der Anspruch von einer Gegenleistung abhängt, diese aber bereits erbracht ist.
    ODER
    b) Ich erkläre, dass der Anspruch von einer Gegenleistung nicht abhängt.

    2) ein geschäftszeichen gibt es hier wohl nicht oder? :)

    3) was ist ein gesetzlicher vetreter des antragstellers? für gewöhnlich bleibt dieses feld unausgefüllt oder?

    4) laufende zinsen zum anspruch: wieviel prozent darf man hier ansetzen? muss man sich hier auf z.b. einen aktuellen zinssatz (wie z.b. 0,9% p.a. T-Bank) stützen?

    5) wer bezahlt mir eigentlich die anfallenden gebührkosten (ich glaube 23 EUR bei antragstellung) für den mahnantrag? muss dieser auch gleich im antrag irgendwo eingetragen werden (z.b. andere nebenanforderungen)?

    ich hoffe jemand kann mir diese restlichen fragen klären!

    VIELEN DANK!
    Ein weiterer F-Strom-Opfer :)

    PS: eine sache habe ich noch vergessen: was ist eigentlich wenn F-Strom wiederspruch einlegt? wieviel kosten könnten mir hierbei entstehen?
     
  2. Ailton

    Ailton Routinier

    Registriert seit:
    24. Februar 2012
    Beiträge:
    127
    Zustimmungen:
    0
    Punkte für Erfolge:
    0
    Geschlecht:
    männlich
    Beruf:
    Installateurmeister
    Ort:
    L.E.
    Hallo, gehen wir es mal sachlich an. Frage: Woher hat FS den falschen Startwert des Stromzählers erhalten? Normalerweise muss der Stromkunde (also Du) den Startzählerstand zu Lieferbeginn an den Netzbetreiber melden, der diesen wiederum an den alten und neuen Stromversorger weiterleitet. Aber vielleicht handelt es sich ja auch nur wieder um ein "Versehen" bei FS? Dies gilt es zunnächst zu klären. Nächste Frage: Wenn FS eine sachlich falsche Rechnung gestellt hat, warum hast Du den per Lastschrift eingezogenen Betrag nicht einfach wieder zurückgeholt (sechs Wochen Zeit)?
    1. "b" wäre in dem Fall passend;
    2. Das Geschäftszeichen kannst Du selbst vergeben und anlegen. Ist kein Muss, u.U. jedoch sehr hilfreich.;
    3. Als volljährige und voll geschäftsfähige Person ist hier niemand anzugeben.;
    4. Man darf den aktuell gültigen Überziehungszinssatz seiner Hausbank angeben. Oftmals wird dieser aber auch mit max. 5% p.a. festgesetzt.;
    5. Die Kosten für den MB werden dem Schuldner auferlegt. Ich glaube, das wird automatisch eingefügt. Sonstige Kosten (z.B. Porto, Telefonauslagen, usw.) müssen im MB aufgeführt werden.

    Viel Glück!
     
  3. stromopfer

    stromopfer Starter

    Registriert seit:
    24. Dezember 2012
    Beiträge:
    6
    Zustimmungen:
    0
    Punkte für Erfolge:
    0
    hallo ailton. danke für deine antwort.

    was den startwert betrifft ist ja schon geklärt. es war von FS ein "versehen" und wurde wieder korrigiert.

    das mit dem zurückholen kenne ich garnicht... vielleicht waren auch 6 wochen verstrichen keine ahnung. wie geht denn sowas?

    kann mir noch jemand 1 b) bestätigen?

    viele grüße
     
  4. Ailton

    Ailton Routinier

    Registriert seit:
    24. Februar 2012
    Beiträge:
    127
    Zustimmungen:
    0
    Punkte für Erfolge:
    0
    Geschlecht:
    männlich
    Beruf:
    Installateurmeister
    Ort:
    L.E.
    Wenn man einem Vertragspartner (hier FlexStrom) eine Lastschrifteinzugsermächtigung erteilt, kann man jede eingezogene Lastschrift innerhalb von sechs Wochen zurückbuchen (lassen). Entweder über das Onlinebanking ("Rückbuchung Lastschrift" o.ä.). Der genaue Ablauf ist bei allen Kreditinstituten bzw. deren Bankingprogrammen ein wenig anders strukturiert. Die zweite Möglichkeit wäre, man begibt sich zu einer Filiale seiner Bank und lässt die Lastschrift (immer vollumfänglich) zurückbuchen.
    1 b ist deshalb richtig, weil Du keine Gegenleistung erbringen musstest, um einen Anspruch auf die zu viel entrichtete Summe zu haben. Dies wäre beispielsweise bei einem Bonusanspruch der Fall, wo man mindestens ein volles Vertragsjahr Kunde sein muss, um den Anspruchsanforderungen zu genügen. In Deinem Fall handelt es sich aber um eine "versehentliche" Entreicherung (da ja zunächst versehentlich ein falscher Zählerstand verarbeitet wurde...) durch Deinen Vertragspartner. Dies kann niemals von einer Gegenleistung abhängig sein. 1 b ist und bleibt also korrekt.
     
  5. SL-1981

    SL-1981 Stammgast

    Registriert seit:
    23. Oktober 2012
    Beiträge:
    53
    Zustimmungen:
    0
    Punkte für Erfolge:
    0
    Geschlecht:
    männlich
    Beruf:
    Medical Data Manager
    Hallo Stromopfer.

    Du kannst auf die Ausfüllanweisung Ailtons´s vertrauen.

    Sie ist korrekt und wird über den Mahnbescheid Bewegung in den FS-Kunden"service" bringen.

    Na 5-6 Wochen muss FS handeln (also Guthaben überweisen bzw. Stellung zum Sachverhalt nehmen).

    Allerdings lese ich nun ab und an mal, dass sogar Anträge auf Vollstreckung gestellt werden mussten, weil FS selbst nach dem berechtigten Mahnbescheid nicht zurückerstattet hat. Eine Begründung habe ich nicht, denken kann sich aber jeder seinen Teil dazu...

    Gruss,

    SL
     
  6. stromopfer

    stromopfer Starter

    Registriert seit:
    24. Dezember 2012
    Beiträge:
    6
    Zustimmungen:
    0
    Punkte für Erfolge:
    0
    hallo ailton & SL,

    danke für eure tipps. so einfach lass ich es zumindest nicht liegen :) find ich unverschämt von FS.

    wisst ihr ob es kostenfallen gibt die man bei einem (online-)mahnantrag begehen kann? wieviel würde es kosten wenn man die ganze prozedur durchläuft? vielleicht hat ja jemand schon solche erfahrungen gemacht. aber ich denke sowas wird dann auch alles erstattet wenn man alles beweisen kann?

    LG und frohe weihnacht
     
  7. SL-1981

    SL-1981 Stammgast

    Registriert seit:
    23. Oktober 2012
    Beiträge:
    53
    Zustimmungen:
    0
    Punkte für Erfolge:
    0
    Geschlecht:
    männlich
    Beruf:
    Medical Data Manager
    Hallo stromopfer.

    ich kann dir nur von einer privaten Geschichte erzählen, wo ich als Gläubiger den kompletten Vorgang bis zur Vollstreckung durchlaufen ließ.

    Bei Gericht musste ich für den Antrag auf Mahnbescheid einst nur diese 23,- € bezahlen.
    Der Mahnbescheid wurde durch den Schuldner ignoriert - es kam zum Titel.

    Dieser Titel (Papier über die Rechtmäßigkeit deiner Forderung) wurde dann durch mich einem Anwalt für Vollstreckungen übergeben.

    Bei diesem musste ich keinen einzigen € bezahlen, sondern der rechnete gleich alles auf den Titel mit rauf und ließ bei dem Arbeitgeber des Schuldners vollstrecken.

    Der Arbeitgeber überwies dann die Summe X inklusive der Anwaltsgebühren auf das Konto der kanzlei und ein paar Tage später die Kanzlei auf mein Konto und die Sache war durch. Ich habe privat versucht, mehr als 2 Jahre lang den Sachverhalt zu klären - mit dem ganzen Gerichts- und Anwaltssachen war das damals in knapp 2 Monaten durchgestanden und wie gesagt: keine Kosten für mich.

    Bei Flexstrom habe ich das mit dem mahnbescheid auch durch: 9 Monate versucht, eine Regelung zu finden (es gab aber auch Unstimmigkeiten in den Abrechnungen, die Verzögerungen hervorriefen), dann bei den Gerichten alles beantragt: 6 Wochen später hatte ich mein Guthaben inkl. aller Auslagen zurück.

    Die Auslagen/ Kosten sind also hinsichtlich Mahn- und Vollstreckungsbescheid überschaubar. Eine Klage birgt natürlich höhere Kosten.

    Aktuell liegt nur noch der Bonus brach - da wurde bereits Klage meinerseits eingereicht. ich rechne zum Februar mit einer Entscheidung. Hoffentlich zu meinen Gunsten! :)

    Also scheut euch nicht, Rechtsmittel einzulegen...

    Gruss

    SL
     
  8. Mythentor

    Mythentor Routinier

    Registriert seit:
    11. Oktober 2012
    Beiträge:
    131
    Zustimmungen:
    0
    Punkte für Erfolge:
    0
    Dem kann ich mich nur anschließen! Alle Kosten bewegen sich im relativen "KLEINEM" Rahmen, was anders ist es bei hoher Streitschuld.

    Fazit: Schnell sein, den letzten beißen die Hunde - auch das fällt unter "Restrisiko".

    Gruß
    Mythentor
     
  9. Ailton

    Ailton Routinier

    Registriert seit:
    24. Februar 2012
    Beiträge:
    127
    Zustimmungen:
    0
    Punkte für Erfolge:
    0
    Geschlecht:
    männlich
    Beruf:
    Installateurmeister
    Ort:
    L.E.
    Hallo, auch ich kann aus eigener Erfahrung über die Gerichtskosten berichten. Ich habe gegen FS einen MB (Kosten 23 EUR) wegen ausstehender Bonusauszahlung erwirkt. Diesem hat FS widersprochen. Daraufhin ging es vor Gericht (Gerichtskosten ca. 52 EUR musste ich vorab bezahlen). Endloser Schriftverkehr zwischen FS, Gericht und mir (Portoauslagen ca. 10 EUR). Dann gab es endlich das Urteil: Das Gericht hat mir den Bonus Ende November zugesprochen, zeitgleich FS zur Zahlung der Zinsen, sowie Mahnbescheids- und Gerichtskosten verurteilt. Die Berufung wurde - auf von FS vorsorglich gestellten Antrag vor Urteilsverkündung - zugelassen, allerdings hat FS darauf verzichtet (oder die Frist verpasst?). Zu Beginn des neuen Jahres lasse ich den Titel vollstrecken, sofern die Gesamtsumme nicht vorher gezahlt wurde.
    Es ist also sehr überschaubar, was die Kosten betrifft. Zumal das Prozessrisiko in dem von Dir geschilderten Fall als sehr gering eingeschätzt werden kann.
     
Schluss mit steigenden Stromkosten. Zeit zu wechseln!