Geschätzte Zählerstände / falsche Endabrechnung ... einmal anders

Dieses Thema im Forum "FlexStrom" wurde erstellt von LandLiebende, 8. Mai 2012.

  1. LandLiebende

    LandLiebende Starter

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    Ich habe hier schon von einige falschen Zählerständen im Forum gelesen und erhoffe mir Eure Mithilfe.

    Der Fall: Nach einem Wechsel Flexstrom/Vattenfall wurde ich von Vattenfall verklagt auf Nachzahlung von rund 900 Euro, da ich angeblich als 1-Personen-Haushalt 8456 KWH/Jahr verbraucht habe ... und werde den Prozess wahrscheinlich verlieren - das ergab die Güteverhandlung am 25.4.2012, Urteil anberaumt für 30.5.2012.

    Um evtl. in die Berufung zu gehen oder selbst Strafanzeige zu stellen oder an die Presse zu gehen (bin Journalistin), suche ich weitere Betroffene:
    1. Bei wem hat Flexstrom auch einen Zählerstand geschätzt und als EVU-Ablesung angegeben?
    2. Wer wurde aus einem im Voraus bezahlten Strompaket mit einem zu niedrigen Zählerstand beim Wechsel zu einem anderen Anbieter entlassen, hat also in dem Jahr (angeblich) wenig verbraucht, was der Nachfolge-Versorger dann im Folgejahr draufschlug?
    (Der Grund: Flexstrom spart Netzentgelte, Kosten für Ablesung - Kunde hat vorausbezahlt, keine Erstattung)
    3. Wer hat auch die Endabrechnung von Flexstrom verspätet erhalten?

    Meine Zahlen/Daten - damit Ihr Euch ein Bild machen könnt:
    1-Personen-Haushalt
    Verbrauch 2006 - 3.361 KWH
    Verbrauch 2007 - 3.518 KWH
    Verbrauch 2008 - 4.773 KWH (Inbetriebnahme einer Schwimmteichpumpe)
    Verbrauch 2009 - 1.228 KWH (Flexstrom - Vertragsende)
    Verbrauch 1.2.2010 - 31.1.2011 - 8.456 KWH (Vattenfall - Endabrechnung)
    Verbrauch 2011 - 3.508 KWH
    Verbrauch 1.1.-25.4.2012 - 1.456 KWH (4-Monats-Verbrauch)x3 = 4.367 KWH (Hochrechnung)

    Dass da im Jahr 2010 etwas nicht stimmt, ist offensichtlich.
    Die Endabrechnung Flexstrom des Jahres 2009 erhielt ich am 7.4.2011. Der Endzählerstand wurde als EVU-Ablesung gekennzeichnet, die aber vermutlich nie vom Netzbetreiber erfolgte.

    Ich würde mich freuen, von weiteren Betroffenen zu erfahren.
     
  2. Mix

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    Moin,

    sorry, aber da stimmt doch schon das Jahr 2009 nicht.

    Und wenn ich mir den Schnitt von 2009 und 2010 ausrechne passt es doch wieder:
    (1228 + 8456):2= 4842 kWh

    Hast Du die Zählerstände selbst abgelesen und Deinen Versorgern mitgeteilt oder hast Du noch nie einen Stand abgelesen? Hast Du Dich mal beim Netzbetreiber erkundigt, wo die Stände herkommen? Normalerweise gibt der Netzbetreiber die Zählerstände vor und nicht der jeweilige Versorger.

    So long
     
  3. LandLiebende

    LandLiebende Starter

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    Genau um das Jahr 2009 geht es. Der Endzählerstand - EVU-Ablesung laut Rechnung, also keine Karte von mir - ist viel zu niedrig. Der Schnitt auf zwei Jahre gerechnet passt.
    Aber der zu niedrige Verbrauch wird bei einem Paketpreis mit Vorauskasse ja nicht erstattet.
    Flexstrom hat 3600 Kilowattstunden von mir bezahlt bekommen (und erstattet nix) und der Nachfolger will 8.500 Kilowattstunden bezahlt haben. Ich werde also für 12.100 Kilowattstunden zur Kasse gebeten statt der vermutlich verbrauchten 4.842. Verstehst Du mein Problem?
    Natürlich habe ich mich beim Netzbetreiber erkundigt ... über Monate. Aber ich bin nicht deren Vertragspartner und erhielt keinerlei Auskunft. Erst jetzt, wo ich an die Öffentlichkeit gegangen bin und heute nochmals vor Ort mit einem E.ON-Mitarbeiter gesprochen habe, kommt etwas Bewegung in die Sache und E.ON verspricht, den Zählerstand zu korrigieren. Aber das Verfahren mit all den Kosten habe ich "am Hals". Daraus lernt man natürlich für die Zukunft: lese immer schön den Zählerstand ab. Das mache ich jetzt. Aber gewährleistet das Transparenz? Abzeichnen, gegenzeichnen oder Foto-Dokument mit Datum - das sind m.E. nach die einzigen Möglichkeiten solche Fehler zu vermeiden. Aber davon sind wir noch weit entfernt.
     
  4. Mix

    Mix Power-User

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    Moin,

    die Stände sind auch in den Vorjahren vom NEtzbetreiber abgelesen worden? Nicht das der niedrige Verbrauch in 2009 auf zu hohen Schätzungen aus den Jahren 2006 bis 2008 resultiert.

    Das sich der Netzbetreiber quer stellt in Bezug auf die Stände ist bedauerlich. Aber vermutlich haben die eine restriktive Datenschutzrichtlinie im Haus. Es bliebe Dir dann nichts anderes übrig als den Stand bei Flex als Endstand offiziell anzuzweifen und das selbe beim neuen Versorger mit dem Anfangsstand zu tun. Dann müssen die sich mit dem Netzbetreiber auseinandersetzen.

    Zählerstände regelmäßig zu notieren ist übrigens immer eine gute Idee und das nicht nur beim Strom und nicht nur wegen der Verträge. So kannst Du z.B. auch Hinweise auf ein defektes Gerät oder ein undichtes Wasserrohr erhalten ;) .

    Hast Du einen Anwalt eingeschaltet?


    So long
     
  5. LandLiebende

    LandLiebende Starter

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    So, kurzer Abschlussbericht hierzu.
    ENDLICH hat der Netzbetreiber die Zählerstände im Nachhinein korrigiert. Daraufhin hat Vattenfall die Klage gegen mich fallen lassen UND mir die Zahlung der neu ausgerechneten Restsumme erlassen. Das finde ich kulant.
    Das Versäumnis lag demnach beim Netzbetreiber und nicht bei den Stromanbietern, die allerdings - und dabei bleibe ich - das Mißverhältnis bei einer Plausibilitätsprüfung hätten bemerken müssen, zumindest aber nach meinem eingehenden Schriftverkehr mit allen Betroffenen. DIE haben ein Vertragsverhältnis mit dem Netzbetreiber und nicht ich. Flexstrom hat also die Zählerstände nicht geschätzt. Das muss hier klargestellt werden. Dem Wunsch der Firma Flexstrom, mein Posting hier zu löschen, kann ich nicht entsprechen, weil das NICHT GEHT.
     
  6. Mix

    Mix Power-User

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    Moin,

    erst einmal toll, dass sich das für Dich so gut gelöst hat. Freut mich für Dich.

    Bei der Vielzahl der Vorgänge, die so ein Unternehmen zu bearbeiten hat ist eine solche Plausibilität ausgesprochen schwierig umzusetzen. Du hast allerdings recht damit, dass man Deiner Reklamation hätte nachgehen und dass da dann bemerken müssen.

    Pikant finde ich die Tatsache, dass FS versucht, auf die Beiträge hier Einfluß zu nehmen. Schön, dass Du diesem Wunsch nicht entsprichst.

    So long
     
  7. Tobi77

    Tobi77 Starter

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    Ich bin ebenfalls noch bei Flexstrom und die ziehen jetzt ungerechtfertigt hohe Abschläge ein, weil die Jahresvorausprognose meines lokalen Netzbetreibers angeblich 5000 kwh/Jahr beträgt statt 3000 kwh/Jahr.
    Daraufhin habe ich den loakeln Netzbetreiber angerufen, der die von mir notierten Zählerstände bestätigt hat und mir mitteilte, Flexstrom hätte von Ihnen die korrekte Jahresvorausprognose über 3000 kwh/Jahr erhalten.
    Die Frau am Telefon musste schmunzeln, als sie hörte, daß ich Flexstrom-Kunde bin, denn scheinbar sind diese zu hohen Abschlagszahlungen auf Basis einer zu hohen Jahresvorausprognose kein Einzelfall.

    Was schlagt ihr vor, wie ich im Weiteren vorgehen soll?
    Ich befürchte FS könnte [Von der Redaktion vorsorglich gelöscht, im Hinblick auf eventuelle Rechtsgründe] und das zu viel gezahlte Geld für immer weg sein.
     
  8. Mix

    Mix Power-User

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    Moin,

    da hilft nur ein schriftlicher Widerspruch, am besten mit Zustellungsnachweis und terminierter Antwortaufforderung. Und natürlich nur das zahlen, was korrekt ist.

    So long
     
Schluss mit steigenden Stromkosten. Zeit zu wechseln!