Flexstrom - verzögerte Jahresabrechnung - Verbraucherzentrale

Dieses Thema im Forum "FlexStrom" wurde erstellt von Snaggle, 22. Februar 2013.

  1. Snaggle

    Snaggle Experte

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    Zur Info für den, den es interessiert:

    http://www.welt.de/newsticker/news3...ucherzentrale-nimmt-Flexstrom-ins-Visier.html

    Wie bei so vielen Aussagen, darf man diese nicht vergessen. Für den Fall, dass später mal geschaut werden muss, wer wann zu welchem Zeitpunkt welche Aussagen mit welchem Wahrheitsgehalt getätigt hat....

    Nur mal so zum Nachrechnen...wenn überwiegend Kunden Nachzahlung, dann war Verbrauch höher als prognostiziert....in dem Fall bekommt nicht nur FS Nachzahlung, sondern im Regelfall auch die Netzgesellschaft von FS.
    Die Netzgesellschaften verhindern also eine zügige Bearbeitung, obwohl sie auch noch Geld bekommen? Soso...interessant....

    Gruß Snaggle
     
  2. Ailton

    Ailton Routinier

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    Wollte nicht extra ein neues Thema eröffnen, deshalb passt es hier am besten rein:
    Meine Nachmieterin kontaktierte mich heute. Sie hatte ab 01/2012 einen 2400 kWh-Pakettarif für 12 Monate bei FS abgeschlossen, den ich 2011 für diese Wohnung auch hatte. Als sie letzte Woche die Schlussrechnung erhalten hat, war sogar der Bonus enthalten. Interessant war aber, dass sowohl ihr Startzählerstand (bei Einzug zum 01.01.12) als auch der Schlusszählerstand per 31.12.12 völlig unrealistisch waren. Der angebliche Zählerstand bei Einzug lag rund 200 kWh unter dem, der in meiner Schlussrechnung (zum 31.12.11) abgelesen, gemeldet und abgerechnet wurde. Und der Schlusszählerstand meiner Nachmieterin (sie hat mir eine Mail gezeigt, dass sie per 31.12.12 einen ganz anderen an den Netzbetreiber und FS gemeldet hat), lag dafür ca. 200 kWh unter dem abgelesenen Wert. Nach einigem Nachdenken war mir auch klar weshalb: FS hätte demnach 200 kWh an Durchleitungsgebühren an den Netzbetreiber gespart. Aber macht das denn Sinn, schließlich hat der Netzbetreiber doch den echten Wert gemeldet bekommen?
    Vielleicht war es ja aber auch nur ein bedauerliches Versehen - ein Einzelfall...!?
     
  3. wombat

    wombat Gelegenheits-User

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    Da sollte vielleicht doch ein neuer Titel aufgemacht werden, weil das ein neuer Trick sein könnte. Welcher Verbraucher schaut sich schon so genau die Zählerstände auf der Schlußrechnung an? Und wenn letztendlich dann der Verbrauch insgesamt stimmt, hat ja niemand einen Grund sich zu beschweren. Dieser Trick wird also nicht auffliegen. Ich fürchte, (***Auslassung aus rechtlichen Gründen vom Admin) muß man im Auge behalten - immer wieder - immer neu.
     
  4. Friefrie

    Friefrie Gast

    Es ist nicht mehr zu fassen. Leute, die so was schreiben, wollen anderen Leuten Tipps gegen FS geben?! Die Betrachtung des Anfangs- und Endzählerstandes ist die absolute Basis bei der Betrachtung jeder Abrechnung. Wenn diese Zahlen nicht stimmen, kann ich die gesamte Abrechnung sofort vergessen. Was herrscht hier für eine Denke vor??!! Da darf man sich doch über gar nichts mehr wundern.
     
  5. Mix

    Mix Power-User

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    Moin,

    ein paar Anmerkungen:

    die Rechnungsstellung für die Energielieferung obliegt dem Lieferanten. Dieser hat sich an das EnWG zu halten und da steht klar drin, dass eine Rechnung 6 Wochen nach Ablauf des Abrechungszeitraumes beim Kunden zu sein hat. Bekommt der Lieferant vom Netzbetreiber die Werte nicht rechtzeitig, muss er selbst Werte festlegen (schätzen).

    Grundsätzlich gilt, dass der Netzbetreiber die Hoheit über die Zählerstände hat. Und grundsätzlich gehen abgelesene Stände (vom Kunden oder Netzbetreiber) vor geschätzten. Netzbetreiber aktzeptieren in der Regel auch Stände, die vom Lieferanten als vom Kunden abgelesen weitergegeben werden. Flex könnte also die selbst erhobenen Stände an den Netzbetreiber weitergeben und gut.

    Es mag Dich hart treffen, aber die Erfahrung zeigt, dass sich die Allermeisten die Rechnungen nicht genauer anschauen (je höher die Nachzahlung, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass geprüft wird).

    Das gleiche gilt für die Daten in Vertragsbestätigungen.

    So long
     
  6. Hallo Mix,

    meine Einstellung zur "geistigen Helligkeit" des Durchschnitts der Deutschen im Jahre 2013 kann man diversen Beiträgen entnehmen.

    Wenn dem aber so ist, dass die Naivität im Haifischbecken "neue Energieversorger" so weit geht, dass die elementarsten Notwendigkeiten mit Füßen getreten werden, ja dann könnten man doch Foren wie diese hier eigentlich dicht machen. [von der Redaktion gelöscht]

    Viele Grüße
    Robert Bosch
     
  7. Snaggle

    Snaggle Experte

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    Hallo,

    ja, deine charmante, zurückhaltende Art haben wir schon kennenegelernt.

    Dass es immer direkt auffallen muss (auf der Rechnung), ist eher die Frage, da es meistens (wie auch in dem obigen Fall) nciht zu einer direkten Nachzahlung kommen wird. Denselben Fall gibt es beim Pakettarif, wenn über falsche Zählerstände ein geringerer Verbrauch ausgewiesen wird. Das weiß ich nicht, ob man das dem Kunden vorwerfen muss.

    Jedoch muten diese Falschabrechnungen und falschen Zählerstände schon ein wenig seltsam in ihrer Häufung an.
    Zumal man m.E. meistens von Fällen liest (andere hae ich persönlich noch nciht gelesen), wo die Falschberechnung eben keine direkte Auswirkung für den KUnden hat, es aber eine direkte Auswirkung von FS zu Netzbetreiber führt.

    Daher müsste das im Nachlauf und späteren Ermittlung dann auch genau zu betrachten sein, ob das wirklich "zufällig" passierte.

    Gruß Snaggle
     
  8. Mix

    Mix Power-User

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    Moin,

    im Grundsatz bin ich auch der Meinung, dass sich auch die Kunden darum kümmern müssen, dass das Vertragsverhältnis korrekt abgewickelt wird. Denn - man mag es ja kaum glauben - es werden auch völlig unabsichtlich Fehler bei den Versorgern gemacht. Oder die Kunden machen fehlerhafte Angaben in den Anträgen.

    Wenn ich eine Vertragsbestätigung bekomme ist es eigentlich selbstverständlich, dass ich die wesentlichen Daten wie Zählernummer, Anfangszählerstand, Name, Adresse und Tarif überprüfe. Ich schau mir die Bestellbestätigung von z.B. Amazon ja auch an.

    Und es gehört für mich auch dazu, dass ich die Stände auf der Rechnung mit dem vergleiche, was ich dem Versorger/Netzbetreiber mitgeteilt habe.

    Es ist wirklich erschreckend, wieviele Leute sich nicht um ihre Angelegenheiten kümmern und wenn es dann schief geht lauthals das Schreien anfangen. Das zeigt sich auch hier im Forum immer wieder.

    Mit geistigem Vermögen hat das aber nichts zu tun. Das ist eine Frage der Grundeinstellung. Seine (vermeintlichen) Rechte kennt heute jeder, die eigenen Pflichten sehen die wenigsten. Und wenn man etwas selbst verbockt hat wird laut auf die Toleranz dem Kunden gegenüber gepocht. Aber das Thema gehörte eigentlich in einen eigenen Thread.

    Inwiefern falsche Stände, fehlerhafte und verzögerte Rechnungslegung oder verzögerte Guthabenauszahlungen System haben kann nur vermutet werden. Die Berichte darüber häufen sich, keine Frage. Aber es sind immer auch nur die Unzufriedenen, die auf den Busch klopfen. Das sollte man auch nicht vergessen.

    Ich will hier FS nicht in Schutz nehmen. Aber ich bin für eine sachliche Auseinandersetzung und es zeigt sich einfach, dass jeder Vorgang zwei Seiten hat und die hier geposteten Darstellungen
    a) immer subjektiv geschildert werden
    b) nicht immer ganz ehrlich dargestellt werden.

    So long
     
  9. Hallo,

    ich bewundere Deine Art, so herrlich vermittelnd zu formulieren. Ich persönlich glaube, dass das Problem noch tiefer liegt, wobei du ja in dieselbe Richtung tendierst.

    http://www.youtube.com/watch?v=RNzsmFRybog

    Der Mann spricht absolut die Wahrheit. Die Ziel der gesamten Volksverblödungskampagne ist: Konsumieren ohne zu denken. Auf allen Ebenen. Die Macher haben ihr Ziel fast erreicht.

    Viele Grüße
    Robert Bosch
     
  10. wombat

    wombat Gelegenheits-User

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    Zumal man m.E. meistens von Fällen liest (andere hae ich persönlich noch nciht gelesen), wo die Falschberechnung eben keine direkte Auswirkung für den KUnden hat, es aber eine direkte Auswirkung von FS zu Netzbetreiber führt.

    Exakt das trifft das Thema, wobei bei Pakettarife, wie snaggle ganz richtig bemerkt hat, der Kunde 0 Interesse haben wird, sich wegen Zählerstände beim Anbieter zu melden, bei dem bereits gekündigt wurde, wenn er denn innerhalb seines Paketverbrauches geblieben ist.
     
  11. Mix

    Mix Power-User

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    Moin,

    Eine fahrlässige Einstellung, da der Endstand von FS gleichzeitig der Anfangsstand für den folgenden Versorger ist. Wer da nicht kontrolliert zahlt unter Umständen doppelt.

    So long
     
  12. wombat

    wombat Gelegenheits-User

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    letzteres stimmt 100%ig.
     
  13. Mix

    Mix Power-User

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    Moin Robert Bosch,

    Georg Schramm the best 8) . Dem ist inhaltlich definitiv nichts mehr hinzuzufügen.

    Nur... ich denke, wir sollten zumindest versuchen, etwas dagegen zu arbeiten und uns nicht kampflos ergeben. Und dazu gehört, dass man zumindest versucht, sachlich Aufklärung zu betreiben und sich dabei nicht im Ton zu vergreifen ;) . Wir entscheiden selbst, was wir uns zueigen machen.

    So long
     
  14. Snaggle

    Snaggle Experte

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    Hallo,

    sicher, der zahlt dann letztendlich doppelt. Jedoch fällt es ihm bei der Abrechnung nicht unbdingt auf, da er ja innerhalb des Paketes bleibt. Der Versorger hat jedoch in dem Moment eine ganze Menge davon.

    Und es gibt manche, denen traue ich eine Menge an Spielchen zu....

    Ich hatte bei einem Pakettarif 1000 kWh zu wenig drauf. Angeblich wurde die Zahl vom Netzbetreiber so übermittelt als Schätzung. Dem Versorger (nicht Netzbetreiber) hatte ich jedoch eigentlich den korrekten Zählerstand elektronisch mit direktem Lauf in die Datenbank mitgeteilt. Das wurde nicht berücksichtigt.

    Ich hatte dann auch leider nicht geklärt, ob der Netzbetreiber wirklich diesen Wert als Schätzung übermittelt hat. Denn der Schätzwert lag mit den fehlenden 1000 kWw ungefähr nur bei 70-75% eines gemittelten mit Sicherheit Fünfjahresverbrauches....

    Da würde sich mir überhaupt kein Sinn erschließen. Der Versorger bekommt zum Anfang eine Verbrauchsprognose und später zur Abrechnung eine Schätzung, die so weit unter der anfänglichen Verbrauchsprognose liegt?
    Soso...

    Daher darf man weiterhin konstatieren, dass das einer der Punkte sein wird, der später genau zu beleuchten sein sollte. (wenn man denn dann sorgfältig vorgeht). Daraus ergibt sich ntürlich dann auch direkt die spannende Frage, wie weit der Kreis der Beteiligten und Verantworlcihten gezogen wird.

    Gruß Snaggle
     
  15. Mix

    Mix Power-User

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    Moin,

    die Zählerwertkontrolle ist sicher bei Pakettarifen eine ganz wichtige Geschichte für den Kunden. Vor allem dann, wenn die Versorgung über mehrere Jahre läuft. Es rächt sich am Vertragsende, denn entweder ich beginne den neuen Vertrag mit einem zu niedrigen Zählerstand und zahle dann einen Teil doppelt oder es kommt zur Korretur mit dem alten Lieferanten. Und wenn dann die Schätzung über mehere Jahre zu niedrig war fällt man im letzten Jahr aus dem Paket raus und zahlt für die Mehrmenge den richtig teuren Preis.

    Zähler nicht ablesen und die Rechnungspositionen nicht kontrollieren ist in diesem Geschäft einfach fahrlässig.

    Die Systeme, die ich kenne schätzen die Verbräuche auf der Basis der Vorjahre. Das diese Schätzung um ein Viertel zu niedrig ist, ist also unwahrscheinlich. Aber es ist möglich. Sowas kann z.B. passieren, wenn Schätzungen mit unterjährigen Verbräuchen erfolgen oder bei einem Zählerwechsel.

    Auch wenn man manchen viel zutraut: im Zweifel für den Angeklagten.

    Vorteile für den Lieferanten bei zu niedrigen Zählerwerten:
    Die einzustellende Menge an Energie ist niedriger
    Die Netznutzungsgebühren sind niedriger.

    Dazu muss er aber den Netzbetreiber davon überzeugen, dass er Stände hat, qualitativ besser sind als die vom Netzbetreiber, also z.B. er Kundenablesungen hat und der Netzbetreiber nur Schätzungen. Wenn das nachweisbar nicht den Tatsachen entspricht, also selbst generierte Stände dem Netzbetreiber als Kundenablesungen verkauft würden, wären wir in der Tat in einem rechtskritischen Bereich. Aber wie gesagt, das muss belegt werden.

    Außerdem glaub ich nicht, dass ein Netzbetreiber in größerem Umfang laufend Zählerstandskorrekturen nach unten von ein und dem selben Händler akzeptiert. Sowas kann nämlich seine Mengenbilanzierung verhageln.

    Die einfachste Methode diese Probleme zu vermeiden ist Zählwerte IMMER ablesen und dann dem Lieferanten UND dem Netzbetreiber mitteilen. Möglichst so, dass es nachvollzogen werden kann.

    So long
     
Schluss mit steigenden Stromkosten. Zeit zu wechseln!