Finger weg und unfähige Hotline

Dieses Thema im Forum "eprimo" wurde erstellt von W_Schuelein, 29. Januar 2018.

  1. W_Schuelein

    W_Schuelein Starter

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    nach mehrmaligen Anrufen und Versuchen einen einfachen Sachverhalt zu klären muss ich wohl jetzt zum Anwalt.
    Ich habe schriftlich, dass mein Kündigungstermin der 31.1.18 ist und Kündigungsfrist 4 Wochen vorher.
    An 3.1.2018 konnte ich mich mit Eprimo tel. nicht über bessere Konditionen einigen. Also genau 4 Wochen vorher.
    Somit habe ich schriftlich per Fax am 3.1.2018 zum 31.1.2018 gekündigt.

    Ich bekomme eine Bestätiging am 5.1.2018 für Kündigungtermin 31.1.2019 was ich natürlich nicht akzeptiert habe.
    Danach habe ich angerufen um den Sachverhalt zu klären. Mir wurde zugesagt, dass ich die neue Bestätigung innerhalb 1 Woche für den von mir gewünschten Termin bekomme.
    Am 27.1.2018 schreibt nun mein neuer Anbieter Eprimo akzeptiert die Kündigung nicht.

    Erneuter Anruf am 29.1.2018 nach längerer Wartezeit hatte ich einen Mitarbeiter der Hotline, nachdem ich den Sachverhalt erklärt hatte hat er mir den Faxeingang zum 3.1.2018 bestätigt. Er wollte mir erklären dass der neue Vertrag am 8.1.2018 startete.War natürlich falsch denn ich hatte ja schriftlich 31.1.2018
    Dann wollte er Rücksprache mit einem Kollegen halten, nach 5Minuten bin ich aus der Leitung geflogen.
    Sofort nächster Anruf, neuer CallCenter Mitarbeiter, und das ganze von vorne.
    Der wollte mir Kündigungstermin Dez. 2017 erklären.
    Ich hab auf die Dokumente im elektr. Postfach hingewiesen. Dann wollte er Rücksprache mit der Vertragsabteilung halten. Nach 5 Minuten Musik, kommt die Frage ob ich noch dran wäre.
    Er hat mir dann versucht zu erklären, meine Kündigung wäre vom 4.1.2018 und einen Tag zu spät.
    Vorher wurde mir drei mal bestätigt, dass mein Fax am 3.1.2018 eingegangen ist.

    Jetzt reichts, es geht zum Anwalt. [Aus rechtlichen Gründen editiert!!!!]
     
  2. REWE47

    REWE47 Top-User

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    W_Schuelein,
    maßgeblich ist womöglich, wann = um welche Uhrzeit Sie das Fax am 03.01.2018 gesendet haben.

    Falls das Fax erst NACH den üblichen Geschäftszeiten bei Eprimo eingegangen ist, könnte der 04.01.2018 als Zugangszeitpunkt gelten.

    Fragen Sie den Anwalt.

    PS:
    Vertragsfragen klären und Versorgungsverträge kündigen mach ich IMMER spätestens 2 Wochen VOR dem letztmöglichen Termin !
     
  3. Alucard

    Alucard Starter

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    Bislang habe ich mit Eprimo nur gute Erfahrungen gemacht.
    Bei den "Billiganbietern" würde ich generell darauf achten, den Kundenservice im Zweifel gar nicht in Anspruch nehmen zu müssen - d.h. zeitig kündigen etc.
    Wobei in diesem Fall, wenn das Eingangsdatum unter Umständen auf den 4.1 gesetzt wurde, wohl jeder Anbieter so reagiert hätte.
     
  4. W_Schuelein

    W_Schuelein Starter

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    Bin auf eine alte Registrierungs-Email gestossen.
    Nur zur Info
    Dank Schlichtungsstelle Energie Berlin (Ombusmann) konnte ich alle meine Ansprüche zu 100% durchsetzen.
    Meine Angaben und meine Kündigung war rechtzeitig und rechtsgültig. Ich hatte ja alles schriftlich vorliegen.
    Ohne Schlichtungsstelle welche außerdem kostenlos ist, hätte ich das ohne Anwalt nicht geregelt bekommen. Sämtliche Aussagen der Hotline von Eprimo und die Vorgehensweise war unseriös.
     
  5. REWE47

    REWE47 Top-User

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    Die gute Erfahrung von @Alucard mit EPRIMO kann ich bestätigen (war schon mehrfach dort).

    Anfang des Monats bin ich mal wieder dorthin gewechselt und hatte die endgültige Vertrags- und Lieferbestätigung
    innerhalb von nicht mal 3 Wochen vorliegen. :)

    Auch bei Kündigung eines Eprimo-Vertrages gab es noch nie Probleme. Allerdings kündige ich nicht auf den letzten
    "Drücker", sondern per E-Mail bzw. besser über das Kundenportal immer mindesten 4 Wochen vor dem letztmöglichen Termin.
    Sollte innerhalb von ca. 2 Wochen keine Kündigungsbestätigung kommen (bei den Anbietern die ich wähle, gab es das
    aber noch nie), könnte man dann noch rechtzeitig einer Kündigung per Einschreiben-EINWURF nachschieben und hätte
    damit einen gerichtsfesten Zugangsnachweis.
     
  6. bstaude

    bstaude Gelegenheits-User

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    Klingt echt krass, es ist aber auch immer dasselbe mit den Kündigungssachen. Was bringt es den Unternehmen? Sie binden einen an noch einen Vertrag und danach ist man dann aber sicher weg...Kundenbindung ist doch viel besser als Neukundengewinnung...
     
  7. REWE47

    REWE47 Top-User

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    #7 REWE47, 6. November 2018
    Zuletzt bearbeitet: 6. November 2018
    Stimmt, nämlich dass manche Verbraucher erst zum letztmöglichen Zeitpunkt kündigen, im Fall des Beschwerdeführers sogar am allerletzten Tag, womit Probleme schon fast vorprogrammiert sind !

    Wer derartiges vermeiden will, sollte besser frühzeitig kündigen (mindestens 4 Wochen vor Beginn der Kündigungsfrist), bei einer Kündigungsfrist von 4 Wochen allerspätestens 8 Wochen vor Ablauf der Vertragslaufzeit. Wenn dann irgendwas hakt, hat man ausreichend Zeit das zu klären und zu regeln.

    Derzeit hab ich selbst solch einen Fall: Am 23.10.2018 hatte ich über das Kundenportal meines derzeitigen Versorgers meinen Stromvertrag zum Ablauf der Mindestlaufzeit am 31.12.2018 gekündigt (also 10 Wochen vorher bei einer Kündigungsfrist von 2 Wochen). Daraufhin bekam ich am nächsten Tag per E-Mail ein Treue-Angebot des Versorgers mit wirklich guten Konditionen [Senkung(!) des Arbeitspreises um 0,75 Ct/kWh plus 50 € Treue-Prämie = günstiger als jede Alternativmöglichkeit bei anderen Anbieter]. Nach Prüfung hatte ich das Angebot am 26.10.2018 per E-Mail angenommen. Am 01.11.2018 ging mir per Briefpost die Bestätigung eines neuen Tarifs ab dem 26.10.2018(!) zu, mit den vorgenannten Konditionen und einer neuen Vertragsdauer von 12 Monaten, also bis zum 25.10.2019. Da eine Tarifänderung bereits ab dem 26.10. nicht dem Angebot entsprach, hab ich gegen diese Vertragsänderung sofort per E-Mail Widerspruch eingelegt [1. möchte ich aus bestimmten Gründen eine Vertragslaufzeit Deckungsgleich mit dem Kalenderjahr haben und 2. ist nicht ausgeschlossen, dass mir der Neukundenbonus für den ursprünglichen Vertrag mangels 12-monatiger Vertragsdauer womöglich vorenthalten werden soll!]. Dem Versorger habe ich mit dem Widerspruch eine Frist bis zum 15.11.2018 gesetzt, mir die Vertragsänderung erst ab dem 01.01.2019 zu bestätigen, andernfalls gilt meine Angebots-Annahme vom 26.10. als widerrufen und es bleibt bei der Vertragskündigung zum Ablauf des 31.12.2018.
    Fazit: Weil ich frühzeitig gekündigt hatte, kann ich jetzt in aller Ruhe die "Ungereimtheiten" klären und hab ggf. nach dem 15.11. ausreichend Zeit, einen anderen seriösen Anbieter mit der Belieferung ab dem 01.01.2019 zu beauftragen! :)
    Grundsätzlich richtig und wünschenswert, aber
    1. Sind -wie mein eigener vorstehend beschriebener "Fall" hoffentlich jedem verdeutlicht- auch Kundenbindungsmaßnahmen kritisch und ganz genau zu prüfen, um nicht "gelinkt" zu werden.
    2. Sieht das "Geschäftsmodell" insbesondere der meisten "Billig-Discounter" der EVU-Branche (das sind kaum ein Dutzend EVU, die aber leider bei den Vergleichsportalen mit auf den vordersten Plätzen gelistet sind) ganz anders aus:
    Neukunden werden mit -oftmals nicht einmal kostendeckende- Erstjahrespreise gelockt; ab Beginn des 2. Lieferjahres wird dann -häufig klammheimlich ohne ordnungsgemäße Mitteilung- versucht, die Preise für Bestandskunden drastisch zu erhöhen, was lt. dem BGH rechtswidrig ist, wenn die Preiserhöhung über die -vom Versorger darzulegende- Kostenentwicklung hinausgeht. Außerdem muss man bei diesen "speziellen" Anbieter mit diversen anderen nicht rechtskonformen Praktiken rechnen mit denen versucht wird, vertraglich vereinbarte Vorteile wieder einzukassieren.
    Fazit: Sehr genau prüfen, zu welchem Anbieter man wechselt [allein (anscheinend) billig ist selten auch wirklich gut :eek:].
     
Schluss mit steigenden Stromkosten. Zeit zu wechseln!