Finger weg von E.ON Hanse !!!

Dieses Thema im Forum "E.ON" wurde erstellt von BussDee, 8. Juli 2005.

  1. BussDee

    BussDee Starter

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    Der Stromanbieter E-On Hanse ist sczhnell mit unsachgemäßen Abschaltungen, doch die Wiederinbetriebnahme ist so kompliziert wie nirgendwo anders!
    Ende des Monats Juni 2005 erhielt ich einen Besuch des Inkasso Mitarbeiters der E-On HANSE. Er verlange einen Betrag von 220 Euro. Abgemacht wurde 100 Euro BAR und 120 Euro nach Eingang des ALG2 (bis spätestens MITTE DES MONATS)! Am 07.07.2005 wurde die Energieanlage dann ohne Vorwarnung gesperrt. Ich meldete mich nach meiner Rückkehr (ca 10min nach Abfahrt des Mitarbeiters) und wurde auf den nächsten Tag verwiesen, da der Inkasso-Mitarbeiter nur Mo-Fr von 08-10 Uhr erreichbar ist. Man versicherte mir, daß ich einen Rückruf am nächsten Tag erhalten werde, um das Mißverständnis zu klären. Als ich bis um 09.00 Uhr noch keinen Rückruf erhalten habe, rief ich erneut bei E-On an, um meinen Strom wieder freischalten zu lassen (Geld wurde schon am 07.07.2005 überwiesen), doch weder die E-On Mitarbeiter noch meine Wenigkeit hatten die Möglichkeit den Inkasso Mitarbeiter zu erreichen. Man versicherte mir erneut, daß eine Email rausgehen würde, und der Inkasso-Mitarbeiter mich dann umgehend zurückrufen würde. Auch ich versuchte es eigenständig den Mitarbeiter zu erreichen, allerdings war das Telefon immer bestzt, oder es nahm niemand ab!
    Um 13.00 Uhr rief ich erneut die E-ON Hanse an, und man sagte mir, daß um diese Uhrzeit schon alle im Wochenende sind und ich bis Monatg warten müsse! Eine Freischaltung der Anlage wäre also auf keinem Fall mehr möglich!!!
    Die E-ON Hanse hat mit mir einen mündlichen Vertrag gemacht, der nicht eingehalten wurde und schafft es nicht innerhalb von 2 Tagen einen Mitarbeiter zu kontakten, der meine Anlage wieder freischaltet! So etwas nenne ich Kundenservice!!!

    Gruß
    BussDee
     
  2. Mix

    Mix Power-User

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    MoinMoin,

    eingangs eine kleine Wörterkunde:

    ein anderes Wort für Kunde ist Käufer, Käufer kommt von kaufen und kaufen bedeutet gegen Geld erwerben. Wer Lieferungen oder Leistungen ohne Bezahlung bezieht ist folglich per Definition kein Kunde.

    Zur Sache:

    Die Stromsperre muß Dir nach AVBEltV zwei Wochen vorher angekündigt werden. Besteht nach diesen zwei Wochen immer noch Grund zum Sperren, kann die Lieferung auch eingestellt werden. Diese Androhung flattert Dir i. d. R. auch erst nach ein paar Wochen ist Haus. Normalerweise ist also ausreichend Zeit, sich um die Zahlungsprobleme zu kümmern. Wenn der Inkasso-Mitarbeiter bei Dir auftaucht ist es eigentlich schon zu spät.

    Wenn Du mit den Inkasso-Beauftragten Vereinbarungen triffst, halte diese künftig schriftlich fest (z. B. auf dem Sperrauftrag). Andernfalls steht Aussage gegen Aussage.

    Die Stromsperre muß unverzüglich aufgehoben werden, sobald alle offenen Posten, die Abstellkosten und evtl. eine Sicherheitsleistung gezahlt wurde. Das heißt innerhalb der üblichen Geschäftszeiten so bald wie möglich - also nicht innerhalb einer halben Stunde. Wenn Du anzutreffen warst, sind zwei Tage aber sicherlich zu lang. Falls Dir dadurch ein Schaden entstanden ist, kannst Du Dich ja nochmal an die Eon Hanse wenden.

    Am sichersten ist jedoch: Zahlen schafft Frieden - bei jedem Geschäft.

    So long

    Mix
     
  3. BussDee

    BussDee Starter

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    Sperrung wurde leider am 07.07. durchgeführt (meiner Meinung nach ist das nicht die Mitte des Monats!) während ich beim überweisen war. Habe bis heute noch immer kein Strom, da man von mir die Unkosten von knapp 150 Euro für AB- Einschaltung verlangt!!!

    :evil:
     
  4. Mix

    Mix Power-User

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    MoinMoin,

    wenn Du die Abmachung nicht belegen kannst, hast Du schlechte Karten.

    Ich würde an Deiner Stelle die Gebühren zahlen. Die Eon könnte eine Sicherheitsleistung in Höhe von 2 - 3 Abschlägen verlangen. Wenn Du die nicht bezahlen kannst, können sie die Versorgung verweigern. Oder sie bauen Dir einen Kassierzähler ein. Dann heißt es erst zahlen und dann Strom verbrauchen.

    Es kann also noch schlimmer kommen.

    Ein Versorgerwechsel hilft übrigens nur dann, wenn Du den neuen Lieferanten regelmäßig bezahlen kannst. Und vorher sollte der Zähler wieder offen sein. Sonst fragt die Eon vielleicht dort, ob die Wiederöffnungsgebühr des Zählers übernommen wird.

    So long.

    Mix
     
  5. StromMonster

    StromMonster Fachmann

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    Die Kosten für die Wiederinbetriebnahme kann man sparen, wenn man bei einem beliebigen Anbieter einen Mitbewohner (z.B. Ehefrau) als Einzug anmeldet. Aber logischerweise bleiben die Ansprüche aus der vorherigen Belieferung für E.ON bestehen. Allerdings verzichten viele Lieferanten/Netzbetreiber auf das Einfordern von geringfügigen offenene Forderungen. Schlechte Zahlungsmoral will ich auch nicht gutheißen, aber manchem steht in diesem Staat sicher weniger an Geld zur Verfügung als dem Durchschnitt. An der "deftigen" Ausdrucksweise sollte BussDee aber noch feilen. Es könnte sonst der Eindruck entstehen, das er generell schnell aus der Rolle fällt.
    CU
     
  6. AY4

    AY4 Kenner

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    Zitat:Die Kosten für die Wiederinbetriebnahme kann man sparen...

    Die Kosten verfallen nicht bei einem Anbieterwechsel, stattdessen läuft man Gefahr, bei Nichtbezahlung in Mahnverfahren mit Pfändung usw. zu laufen. Gerade durch den Anbieterwechsel werden sämtliche offenen Posten innerhalb der üblichen frist nach Rechnungsstellung fällig, da der zu liefernde Vertrieb danach kein Vertragsverhältnis mit dem Kunden hat.

    MfG

    AY4
     
  7. StromMonster

    StromMonster Fachmann

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    @AY4
    Zitat:
    Die Kosten verfallen nicht bei einem Anbieterwechsel, stattdessen läuft man Gefahr, bei Nichtbezahlung in Mahnverfahren mit Pfändung usw. zu laufen. Gerade durch den Anbieterwechsel werden sämtliche offenen Posten innerhalb der üblichen frist nach Rechnungsstellung fällig, da der zu liefernde Vertrieb danach kein Vertragsverhältnis mit dem Kunden hat.

    Wie kann das sein, der Schuldner bekommt den Zähler ausgebaut und darf das bezahlen bzw. schuldet dies dem NB. Ist bis hierhin o.k., aber den Neueinbau des Zählers kann man ihm nicht mehr verrechnen. Selbst dem Neukunden wird dieser nicht verrechnet, da dies wie eine Erstinbetriebnahme bereits in den NN-Entgelten drin ist und der Neukunde Anspruch auf Versorgung hat. Einige Netzbetreiber erheben Gebühren für den Zählereinbau. In AVBEltV ist von einer Gebühr in §18 keine Rede und §33 bezieht sich auf ein und denselben Kunden.
    Freue mich auf Deine Antwort !

    CU
     
  8. Mix

    Mix Power-User

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    Tach StromMonster,

    wenn jemand eine Stromsperre auslöst (durch Zahlungsausfälle oder sonstigen Grund) ist er auch zwangsläufig dafür verantwortlich, dass diese wieder aufgehoben werden muß. Damit hat er auch diese Kosten zu tragen - ich finde das geht in Ordnung. Ist in der Rechtsprechung übrigens meines Wissens unstrittig.

    Ein Mieterwechsel ist keinesfalls eine Erst-Inbetriebnahme und eine Stromsperre bedeutet i.d.R. nicht den Ausbau des Zählers. Richtig ist, dass einem neuen Mieter der Strom im Rahmen der AVBEltV geliefert werden muß. Der Nachweis des Mieterwechsels muß aber geführt werden.

    Aber AY4 hat völlig Recht - der Mieterwechsel schützt nicht vor Inkasso und Mahnbescheid.

    So long.
     
  9. StromMonster

    StromMonster Fachmann

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    Ihr habt ja recht und ich habe auch was gegen Schuldner, die es drauf anlegen. Aber ich kenne einen Fall, wo es nach Wiederöffnung durch den Schuldner zum Ausbau kam und sich daraufhin der Lebenspartner angemeldet hat. Der Mietvertrag war für zwei Partner ausgelegt, die in Wohngemeinschaft wohnten und der Zähler musste kostenfrei für eine Fremdbelieferung für den zweiten Mieter wieder eingebaut werden.
    CU
     
  10. AY4

    AY4 Kenner

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    Hi,

    das ist eben der Unterschied zwischen den einzelnen Stromlieferanten. Die einen schliessen auf Kulanz kostenfrei wieder an, weil sie froh sind, den schlechten Kunden abgeben zu können, die anderen, so wie ich sie kenne, buchen erst noch die Wiederanchlusskosten auf. Das ist auch rechtlich völlig in Ordnung, denn der AVB sagt aus, dass die Grundlage für eine Sperre nicht nur aktuell gegeben sein muss, sondern auch in Zukunft. Der Faktor Zukunft entfällt bei einem Lieferantenwechsel sofort. Andererseits liegt durch die Sperre keine Vertragsbeendigung vor, und deshalb ist einem mit einem Lieferantenwechsel auch nicht unbedingt geholfen. I.d. R. sitzt man dann 6-8 Wochen ohne Strom da, bis ein neues Lieferanteverhälntnis beim Netzbetreiber umgesetzt wurde. Man sollte es eben halten, wie immer im Leben, wer die Musik bestellt, muss sie auch bezahlen.
    Abgesehen davon ist es meiner Meinung nach nicht tragbar, dass ein Sperrkassierer der E.ON Hanse 2 Stunden am Tag erreichbar ist, und das wars dann. Hinzu kommt, dass 100€ in bar gezahlt wurden. Hioer wird meiner Meinung nach jeder Richter Bussdee Recht geben, zu Unrecht gesperrt worden zu sein. Wenn dann nachgewiesen wurde, dass vollständig gezahlt wurde, ist unverzüglich wieder anzuschliessen, liegt der Sperrkassierer während normaler Dienstzeiten schon in den Elbwiesen, ist eben die Bereitschaft des Netzbetreibers vom Lieferanten zum Wiederanschluss zu aktivieren.

    Bis dann

    AY4
     
  11. Mix

    Mix Power-User

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    MoinMoin,

    bei einem Mieterwechsel muss von jedem wieder geöffnet werden. Das hat nichts mit Kulanz zu tun. Die Frage ist nur, wird der Mieterwechsel auch geglaubt.

    Die Verfolgung des Schuldners wird aber deshalb nicht eingestellt. Diese Strategie verschafft nur ein klein wenig Zeit aber keine Abhilfe.

    Zur vollständigen Zahlung i.S.d. § 33 III AVBEltV gehört im Übrigen auch der Ausgleich der Sperrkosten. Sonst bleibt es dunkel - im Rahmen des gültigen Rechts.

    Vor dem Richter muss man übrigens eine Abmachung belegen können, bevor man Recht bekommt.

    Ohne jeden Zweifel hat sich die Eon Hanse allerdings etwas zu lange Zeit gelassen - vorausgesetzt es war wirklich alles bezahlt.

    So long.

    Mix
     
Schluss mit steigenden Stromkosten. Zeit zu wechseln!