Eon will Strom abschalten

Dieses Thema im Forum "E.ON" wurde erstellt von helscha, 22. April 2013.

  1. helscha

    helscha Starter

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    Eon teilte mir vor Tagen mit, daß übermorgen Mitarbeiter kommen und den Strom abschalten, wenn ich nicht bis dahin 500,- E zahle. Habe Ratenzahlung angeboten. Welche Möglichkeiten habe ich noch, eine Sperrung zu verhindern?
     
  2. desonic

    desonic Kenner

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    Rede einfach mit denen, Ratenzahlung wird oftmals aktzeptiert. Allerdinngs solltest Du auch feste Absichten haben diese Summen zu begleichen, sonst ist´s bald dunkel und dass zu Recht!
    Gruß
    desonic
     
  3. Letizia

    Letizia Starter

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    Was ist denn jetzt rausgekommen dabei? Haben die es akzeptiert?
     
  4. MahirDizdar

    MahirDizdar Starter

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    Ich würde mich desonic anschließen. Es ist auch im ihren Interesse bezahlt zu werden, also sollte Ratenzahlung auch kein Problem sein.
     
  5. helscha

    helscha Starter

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    ja mein rechtsanwalt hat eine ratenzahlung angeboten so daß sie dann akzeptiert wurde
     
  6. AtomausstiegASM

    AtomausstiegASM Gelegenheits-User

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    Homepage:
    Mal ganz grundsätzlich:

    So eine Stromsperre muss rechtzeitig vorher angekündigt werden, sonst ist sie gar nicht rechtskräftig. Meist wollen die Versorger mit so einer Ankündigung nur Angst schüren. Als Verbraucher ist man i.d.R. auf der sicheren Seite, ehrlich!

    Hier steht beschrieben, was man als Betroffene/r tun muss:
    http://www.energieverbraucher.de/de/Energiebezug/Strom/Stromsperre__1163/#item_4654

    Im Notfall gibt es z.B. die Verbraucherzentrale, wo man sich Hilfe holen kann, oder eben den Bund der Energieverbraucher e.V., der einen eigenen Anwalt nur fürs Thema Stromsperre beschäftigt: http://www.energieverbraucher.de/de/site/Hilfe__131/ bzw. 0 22 24 / 92 27 0. Der Verein kümmert sich speziell um solche Probleme und setzt sich gegen die Machenschaften der großen Energiekonzerne ein.

    Schließlich wurde die Schilchtungsstelle Energie genau für solche Streitigkeiten zwischen Kunden und Versorgern ins Leben gerufen:
    Telefon: +49 (0) 30 / 27 57 240 – 0
    Fax: +49 (0) 30 / 27 57 240 – 69
    Mo. - Do. 10:00 - 12:00 Uhr und 14 bis 16 Uhr
    E-Mail: info@schlichtungsstelle-energie.de

    Wer regelmäßig Probleme mit dem rechtzeitigen Zahlen der Stromrechnung hat, weil er z.B. von seinem HartzIV-Satz nicht wirklich leben kann, hat die Möglichkeit, sich vom Stromversorger einen Münzautomaten einbauen zu lassen (gibts wirklich!). Außerdem hat das Wuppertal Institut wohl Prepaid-Zähler entwickelt:
    http://wupperinst.org/nc/de/info/details/wi/a/s/ad/1922/
     
  7. Mix

    Mix Power-User

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    Moin,

    sorry, aber da muss ich jetzt ein paar Dinge zurechtrücken:

    Richtig ist, dass die Sperre zunächst angedroht werden muss. Vorlaufzeit 4 Wochen, erfolgt in der Regel zulässigerweise auf der Mahnung. Ist der offene Posten unter 100 EUR darf diese Androhung nicht erfolgen.

    Richtig ist auch, dass der Sperrtermin genannt werden muss. 3 Werktage im voraus. (steht beides in § 19 Grundversorgungsverordnung (GVV)).

    Hier gibt es aber Unterschiede in der Handhabung. Es gibt Versorger/Netzbetreiber, die das Datum genau einhalten (nach meiner Meinung richtig), es gibt aber auch die Ansicht, dass das genannte Datum ein "ab"-Datum ist und auch noch eine Woche danach ein Sperrversuch unternommen werden kann.

    Völliger Unsinn. Spätestens wenn der Sperrtermin genannt ist wird es richtig ernst. Das Prozedere vor der Sperrung ist wohlorganisiert und problemlos einzuhalten. Da zu suggerieren, man findet immer einen Verfahrensfehler ist fahrlässig.

    Ist die Forderung berechtigt, die Sperrung angedroht und der Termin genannt hilft auch keine Verbraucherzentrale, keine Schlichtungsstelle und Rechtsanwalt mehr. Hier kann man nur sagen: Kümmert Euch dringend um Eure Angelegenheiten und setzt Euch mit dem Versorger umgehend in Verbindung. Meist ist es an der Stelle aber schon so weit, dass nur noch zahlen hilft. Zumindest bis an die 100-EUR-Grenze.

    Sollte jemand begründet nicht zahlen, kann ich nur empfehlen, sich spätestens nach der Sperrandrohung auf der Mahnung Hilfe zu holen, wenn man sich selbst nicht genau auskennt.

    Wenn es um Sperrungen geht, liegen die "Machenschaften" in der ganz überwiegenden Zahl der Fälle auf Seiten der Energiebezieher.

    Bund der Energieverbraucher und Verbraucherzentralen sind sicher nötig, um den Unternehmen kräftig und wirksam entgegen zu treten. Aber das können die auch nur, wenn der Verbraucher im Recht ist. Und wer nicht zahlt verletzt seinerseit die vertraglich vereinbarte Leistungsverpflichtung zur Energielieferung.

    Auch die Schlichtungsstelle nimmt nur Anträge an, die berechtigt sind. Eine Sperrung aufgrund fehlender Zahlungen gehört nicht dazu. Und in Anbetracht der Laufzeit der Verfahren dort wird dadurch sicher keine Sperrung verhindert.

    Erneuter Unsinn. Richtig ist, dass es Vorkassezähler (unterschiedliche Systeme, heutzutage in der Regel unbar) gibt und diese auch von Versorgern eingesetzt werden. FALSCH ist, dass es ein Recht darauf gibt, einen solchen Zähler eingebaut zu bekommen. Ob dieser zum Einsatz kommt entscheidet der Versorger. Eine Empfehlung des Wuppertal-Institutes ändert nichts an dieser Tatsache.

    Zur Verhältnismäßigkeit der Sperrung: Es gibt Urteile, dass selbst wenn es Kranke mit Sauerstoffgerät im Haushalt gibt gesperrt werden kann. Mit Androhung und Terminsetzung ist dem Betroffenen ausreichend Zeit gegeben, entsprechende Vorsorge zu treffen. Diese Schwelle ist also recht hoch.

    Zu Altschulden: Es kann unter bestimmten Voraussetzungen auch wegen Altschulden (z.B. Unbezahlte Schlußrechnung von der letzten Verbrauchsstelle) gesperrt werden. Selbst dann, wenn für die neue Verbrauchsstelle bezahlt wird.

    Zu Ratenzahlung und Teilzahlung: Mit einer Teilzahlung und der so angeblich gezeigten Willigkeit zur Zahlung verhindert man nicht zwingend eine Sperrung. Das liegt immer noch im Ermessen des Versorgers. Diese "Regel" aus der Zwangsvollstreckung findet hier keine Anwendung. Ein weit verbreiteter Irrtum. Und es hat auch niemand einen Anspruch auf Ratenzahlung. Das KANN ein Unternehmen machen, um seinen Schuldnern entgegen zu kommen. Aber es ist immer eine individuelle Entscheidung.

    Fazit:
    - Sperrungen sind immer sehr ernst zu nehmen.
    - Ist der Sperrtermin bereits genannt, ist man meist zu spät dran, um noch ohne Zahlung irgendetwas zu erreichen. Für Verhandlungen ist es dann i.d.R. zu spät.
    - Ist die Forderung des Versorgers berechtigt, gibt es keine Möglichkeit die Sperrung zu verhindern.

    Sicher gibt es zu den von mir genannten Thesen auch andere Ansichten und nicht jedes Gericht sieht den selben Sachverhalt unter dem gleichen Licht. Aber wer den Hempel kennt weiss, dass es entsprechende Urteile gibt.

    Eine Sperrandrohung, die Terminnennung noch mehr, ist eine sehr ernste Sache. Allerhöchste Zeit zu handeln. Je früher, desto größer ist der Spielraum.

    Die Erfahrung zeigt: Kunden, die in Not geraten sind, bislang unauffällig waren und/oder sich immer an Absprachen gehalten haben finden beim Versorger i.d.R. ein offenes Ohr. Schließlich will der zum einen sein Geld und zum anderen einen Kunden behalten.

    Ratschläge im Sinne von "Kein Problem, geh zum Gericht/Anwalt/VZ/Schlichtungsstelle, dann können die bösen Energiekonzene nichts dagegen unternehmen" sind gefährlich und fahrlässig.

    So long
     
  8. desonic

    desonic Kenner

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    Moin,

    ich gebe Mix vollkommen Recht! Die Aussagen von AtomausstiegASM sind in diesen vielen Punkten vollkommend irreführend und mussten klargestellt werden.

    Leider lese ich in letzter Zeit in verschiedenen Foren immer wieder Beiträge, in denen Schuldner angehalten werden, gegen berechtigte Forderungen der Versorger zum Anwalt, Verbraucherzentralen oder Schlichtungsstellen zu gehen. Dies stellt für mich eine einseitige Hetze gegen Versorger dar und ist in den meisten Fällen ganz sicher keine Hilfe für den Schuldner.

    Zitat von helscha:
    "ja mein rechtsanwalt hat eine ratenzahlung angeboten so daß sie dann akzeptiert wurde"

    Dazu braucht man z.B. einfach keinen Anwalt!

    Gruß
    desonic
     
  9. Mix

    Mix Power-User

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    Moin,

    das habe ich zum Thema Kassierzähler und Hartz IV noch vergessen:

    die Sätze für Strom sind sicher knapp bemessen. Aber auch beim Kassierzähler gilt: ist kein Geld da, gibt es keine Leistung. Da ändert auch dieses System nichts. Es verhindert bestenfalls weitere Verschuldung.

    So long
     
  10. Jörg25

    Jörg25 Gast

    Nunja man sollte den Leuten nicht das Nötigste verwehren, aber man sollte halt stets bedenken, dass man sparend vorgehen sollte.
     
  11. Mix

    Mix Power-User

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    Moin,

    Wen meinst Du damit? Wer soll wem nicht das Nötigste verwehren?

    So long
     
  12. grumpi

    grumpi Aufsteiger

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    ja, das versteh ich auch nicht ganz was du damit meinst
     
  13. REWE47

    REWE47 Top-User

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    Hallo desonic,
    in welchen Foren kann man so etwas lesen? Bitte mal ein Beispiel verlinken. Danke.
    Gruß
    REWE47
     
  14. desonic

    desonic Kenner

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  15. REWE47

    REWE47 Top-User

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    Hallo desonic,

    wo in dem verlinkten Thread wird denn der "Schuldner angehalten, gegen berechtigte Forderungen der Versorger zum Anwalt, Verbraucherzentralen oder Schlichtungsstellen zu gehen" ?

    Gruß
    REWE47
     
  16. Scholes

    Scholes Gast

    Naja, das einzige, was dir noch übrigbleibt ist - zu zahlen :)
     
Schluss mit steigenden Stromkosten. Zeit zu wechseln!