Enercon Und Der Landschaftsschutz

Dieses Thema im Forum "Energiepolitik" wurde erstellt von TILMAN KLUGE, 27. August 2002.

  1. TILMAN KLUGE

    TILMAN KLUGE Starter

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    Es ist schon interessant, wenn der Windenergie-Marktführer ENERCON in WINDBLATT 02/2002 S.11 verkündet, daß Windparks keinesfalls in Landschafts- und Naturschutzgebieten erstellt werden könnten, während in der Praxis stellenweise eher das Gegenteil betrieben wird.

    Soll man der Firma ENERCON hierfür trotzdem ein Lob aussprechen?

    Oder weiß ENERCON gar nicht , was ein Landschaftsschutzgebiet ist?
     
  2. Maverico

    Maverico Gelegenheits-User

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    Also da kann ich Dir nur recht geben. Bei uns hier in Sachsen sieht es teilweise sehr verheerend aus, wie mit diesen Dingern die Gegend verschandelt wird. Aber da Gemeinden halt Geld aus allem ziehen wollen, wird sich da wohl nichts dran ändern. ich stehe diesen Windanlagen eh sehr skeptisch gegenüber, da diese eigentlich nicht wirklich ökologisch sind. Sie speisen zwar Strom ins Netz ein, aber wenn kein, oder zu viel Wind ist, stehen die Anlagen still. Da der Energiebedarf allerdings in Windreichen oder Windarmen Zeiten nicht abnimmt muss Sie durch ein normales Kraftwerk eingespeist werden. Das gleiche gilt für Photovolthaik-Anlagen. Also ist diese ganze Ökoförderung eigentlich ziemliche Augenwäscherei.
     
  3. StromMonster

    StromMonster Fachmann

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    Wenn jetzt sogar schon ein Kanzlerkandidat von verstärkter Förderung der Windkraft spricht, sieht man, daß dieses Thema vor allem politisch ist.

    SM
     
  4. Maverico

    Maverico Gelegenheits-User

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    Das zeigt doch mal wieder, wie mit sowas Stimmung gemacht werden soll. Das Schlimmste daran ist, dass das von der CDU/CSU (Stichwort: keine Umweltkandidatin) kommt. Da will jemand unbedingt auf der Ökowelle mitschwimmen.
     
  5. TILMAN KLUGE

    TILMAN KLUGE Starter

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    Was bitte hat das mit CDU/CSU zu tun, wenn die Firma ENERCON Dinge in die Welt setzt, an die sich ENERCON selber nicht hält?
     
  6. StromMonster

    StromMonster Fachmann

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    Na das liegt doch wohl auf der Hand.
    Die Wirtschaft, und hier Deine ENERCON, funktioniert
    in vielen Fälle wie die Politik. Gesagt wird das eine
    und gemacht etwas anderes. Ist Dir das noch nicht
    aufgefallen ? Es müssen sich Fachleute (Umweltaktivisten
    bzw. pfiffige Rechtsanwälte) finden, die laut anklagen.

    SM
     
  7. Maverico

    Maverico Gelegenheits-User

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    Ausserdem ist ja wohl klar, dass die Politik die Rahmenbedingungen für die Windkraftanlagen festlegen. und da angeblich mit dem Bau von WK-Anlagen Arbeitsplätze gesichert werden, ist die Landschaftsverschandlelung kein Hinderniss. Und Arbeitsplätz liegen ja bekanntlich im Interesse aller Politiker. Lustig ist eben nur, dass sich die CDU/CSU dort jetzt reinhängt, wogegen Sie sich jahrelang gesträubt hat. Aber nach der Flut ist öko wohl wieder mal so in, dass auch diese Partei etwas dazu äußern möchte.

    @ Strommonster: Ich glaube kaum, dass sich ein Umweltaktivist über den Bau von Windkraftanlagen beschwert:) Die stecken da doch echt in einer Zwickmühle:)
     
  8. TILMAN KLUGE

    TILMAN KLUGE Starter

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    Da irrt jemand. Letztendlich entscheiden auch und gerade die Gerichte und die haben wegen Landschaftsverschandelung schon einige Projekte abgelehnt. Vor allem eine Entscheidung des OVG Sachsen Anhalt geht davon aus, daß es im Landschaftsschutzgebiet mit Windenergienutzung erhebliche Probleme geben muß, die in der Reel zu Ablehnung führen.

    Auch der Bundesverband Landschaftsschutz (BLS) jammert zwar über die Übel in Politik und Bürokratie, unternimmt aber nichts brauchbares, um dem Mißstand rechtlich entgegenzutreten oder zumindest die rechtlichen Grundlagen hochzupushen.

    Im übrigen bin ich mir sicher, daß es auch Politiker nicht wagen werden, das Baurecht so zu ändern, daß z.B. die Vorschrift des außenbereichsschonenden Bauens (§35 Abs.5 BauGB) entfiele.
     
  9. Maverico

    Maverico Gelegenheits-User

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    also ich bin kein RA, und hab auch kein Jura studiert. Insofern kann und will ich hier nur meine Meinung mitteilen. Allerdings habe ich von Gerichten so viel Ahnung, dass der alte Spruch "Wo kein Kläger ist, gibts auch keinen ..." nicht ganz unrichtig ist. Ich denke da liegen wir auf einer Linie. Ausserdem gibt es doch eine klare Trennung zwischen Politik und Gerichten, oder?

    Auch dass inzwischen ab und zu mal der Bau neuer Windkraftanlagen abgelehnt wird ist auch richtig. Allerdings ist das nun an vielen Orten schon zu spät. Und Einsprüche gegen die Errichtung kamen eigentlich eher von den Anwohnern, als aus der Politik oder den Öko´s:)
     
  10. TILMAN KLUGE

    TILMAN KLUGE Starter

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    Auch für Nicht-RA (bin auch keiner, siehe Homepage) könnte die bereits genannte Entscheidung vom OVG S-A, hier Az A 2 S 88/98 - 4 A 503/95 von Interessse sein.
     
Schluss mit steigenden Stromkosten. Zeit zu wechseln!