Alternativen zur Fußbodenheizung

Dieses Thema im Forum "Heiztechnik und -anlage" wurde erstellt von Flashlight, 1. August 2017.

  1. Flashlight

    Flashlight Starter

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    Hey Leute,

    ich hätte daheim für den Winter gern eine Fußbodenheizung, jedoch wohne ich in einer einfachen Mietwohnung und würde eigentlich nur ungern umziehen :(

    Es ist natürlich schwierig so etwas nachzurüsten. Jetzt habe ich gehört, dass es Infarot Fußbodenheizungen gibt! Wisst ihr, wie genau die verlegt werden und ob man das recht unkompliziert unter Teilen des Teppichs verlegen könnte?

    Ich zahle auch jedes Jahr Unmengen an Heizkosten nach, wo ich mich immer frage, ob das überhaupt stimmen kann. Vielleicht könnte ich dadurch ja gleichzeitig etwas sparen?
     
  2. REWE47

    REWE47 Top-User

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    Hallo Flashlight,
    beim Energiebedarf (Gasheizung und Haushaltsstrom) kann man bis zu 1/3 der Kosten sparen, wenn man sich an das seit Jahren bewährte Konzept (jährlich wechseln und Bonus mitnehmen) sowie an die laufend aktualisierten Versorgerempfehlungen (aussortiert werden die "schwarzen Schafe" der Branche) des vom Bundesamt für Justiz als Verbraucherschutzorganisation anerkannten gemeinnützigen e.V. http://www.bezahlbare-energie.de orientiert.

    Ob eine Infrarot-(Fußboden)Heizung kostengünstig sein kann, dürfte fraglich sein und bedarf m.E. der eingehenden Prüfung durch eine/n neutrale/n Sachverständige/n. Zum Thema ein Auszug aus dem "Newsletter August 2017" des vorgenannten Verbraucherschutzvereins - Zitat:
    "4. Infrarotheizung besser als eine neue Gas-Heizung?
    Seit einigen Jahren drängen vermehrt Infrarotheizungen auf den Markt. Sie werden mit Strom betrieben, sollen aber trotzdem wahre Effizienzwunder sein. Hersteller bewerben sie als "die Zukunft des Heizens". Andere Experten und Verbraucherschützer sehen die Infrarotheizung schon viel skeptischer. Sie warnen vor horrenden Energiekosten.
    „Mit einer Infrarotheizung sparen Sie von Anfang an“
    Ein schöner Slogan, aber Untersuchungen der Universität Stuttgart kommen zu ganz anderen Aussagen. Für ein neues Einfamilienhaus muss man für eine Elektroheizung mit Kosten von 2.600 EUR pro Jahr rechnen. Eine moderne Heizung hat dagegen nur Jahreskosten von ca. 1.000 EUR. Ganz abgesehen davon, dass die Strahler das Gesamtbild einer Wohnung, bei einer energetisch optimalen Platzierung, stark beeinträchtigen können.
    Bevor Sie eine neue Heizung installieren, sollten Sie sich über einen Energieberater zumindest eine zweite Meinung einholen."


    Als Mieter benötigt man zudem wohl vorab die Zustimmung des Vermieters für eine derartige (bauliche) Veränderung der Heizungsart. Einen solchen (auch finanziellen) Aufwand würde ich als Mieter aus verschiedenen Gründen nicht eingehen.
     
  3. MarionDeMarco

    MarionDeMarco Gelegenheits-User

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    Moin Flashlight,

    du hast schon ganz richtig gehört. Infrarot Fußbodenheizung lässt sich unter fast alles legen. Kork, PVC, Linoleum, aber auch Teppich ist möglich. Das Problem dabei ist das durch so dünne Belege die Heizfolie nur schlecht geschützt ist. Da kann schnell etwas kaputt gehen durch einen herunterfallenden Gegenstand zum Beispiel. Dem kann man aber mit ein paar MDF-Platten Abhilfe schaffen. Einfach so unter den Teppich packen würde ich sie also lieber nicht. Die Anschaffung beinhaltet also durchaus einige Kosten. Dafür sind warme Füße im Winter eben Luxus.

    Dem Auszug von Rewe aus dem Verbraucherschutz kann ich so nicht zustimmen, auch weil da nicht deutlich hervorgeht ob es sich um eine IR-Fußbodenheizung handelt. Die arbeiten nämlich im niedrigtemperaturbereich und sind selbstverständlich kostengünstiger. Eine Kostenaufstellung findest du zum Beispiel hier

    Liebe Grüße
     
  4. REWE47

    REWE47 Top-User

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    In der Anschaffung ist eine Fußbodeninfrarotheizung vielleicht kostengünstig, im Verbrauch ist sie jedoch sehr teuer, was mit dem Rechenbeispiel aus der von @MarionDeMarco verlinkten Website belegt wird - Zitat:

    "Die Fußbodenheizungen mit IR-Technologie arbeiten im Niedertemperaturbereich, sodass sie die 30-Grad-Marke nicht überschreiten. Dementsprechend günstig sind sie auch im Verbrauch.
    • Sofern Sie ein 10 Quadratmeter großes Zimmer mit einer Heizfolie heizen, die 130 Watt pro Quadratmeter leistet, liegt der Verbrauch bei 1,3 Kilowattstunden.
    • Bei einem durchschnittlichen Strompreis von 25 Cent zahlen Sie mit der IR-Fußbodenheizung also 32,5 Cent pro Stunde.
    Wenn die Heizung vier Stunden am Tag läuft, belaufen sich die Stromkosten auf lediglich 1,30 Euro täglich."


    " 'Lediglich' 1,30 Euro täglich " bedeutet für die Heizperiode vom 01.10. bis 30.04. bspw. jährliche Kosten:
    - für das 10 qm-Zimmer x 212 Tage = 275,60 Euro;
    - für eine 60 qm-Wohnung x 212 Tage = 1.653,60 Euro;
    - für eine 90 qm-Wohnung x 212 Tage = 2.480,40 Euro;
    - für ein 120 qm-Einfamilienhaus x 212 Tage = 3.307,20 Euro.

    8o 8o 8o 8o

    Fazit: Die kritische Einschätzung des o.g. Verbraucherschutzvereins zur Infrarot(fußboden)heizung wird voll bestätigt !
     
  5. REWE47

    REWE47 Top-User

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  6. Oppel

    Oppel Starter

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    Lieben Gruß

    Ich glaube das man echt sehr gute Infos finden kann welche Möglichkeiten es da gibt.
    Ich für meinen Teil habe darauf geachtet das alles schon drin ist als ich meine Wohnung gesucht habe.
    Habe durch verschiedene Portale meine [Werbung gelöscht] wollen und habe dabei auch echt Erfolg ehabt.

    Bei der Heizung kann ich echt nur empfehlen, dass man sich an die Gesellschaft wendet. Die helfen einen.
     
Schluss mit steigenden Stromkosten. Zeit zu wechseln!