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365AG verklagt, wegen nicht erhaltener Preiserhöhungsmitteilung.

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Beitrag Gerichtsstandsrüge, die sagen Köln ist richtig, wohne in Berlin. | Experten Service Point / über 50 Strom- und Gasanbiter
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08.03.2017 22:08 Zum Anfang der Seite springen
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365AG verklagt, wegen nicht erhaltener Preiserhöhungsmitteilung.

Das Gericht sagt, ich hätte keine Aussicht auf Erfolg.

Habe die Preiserhöhungsmitteilung (die Methode ist ja allgemein bekannt) [Vorsorglich gelöscht im Hinblick auf eventuelle Rechtsgründe] nicht einmal erhalten.

Erst in der Schlussrechnung wurde ich stutzig, weil da zu ersehen war, dass sich mein Grundpreis von 5,60 € auf 19,99 € erhöht hatte.
Ein Jahr zuvor gab es schon eine Jahresabrechnung, da war der Grundpreis aber nicht erkennbar, weil die alles summiert hatten für den gesamten Abrechnungszeitraum und außerdem mit dem alten Grundpreis mischten.

Hatte dann allen Abrechnungen widersprochen.
Dann wollte ich das zuviel gezahlte Geld zurückerhalten von 365 AG.

Das Gericht sagt, dass die mich mit Rechtsgrund abkassiert hätten.

Irgendwas muss da falsch sein, vielleicht fehlt mir ein Argument. Z. B. § 143 Anfechtungserklärung.

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09.03.2017 19:36 Zum Anfang der Seite springen
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RE: 365AG verklagt, wegen nicht erhaltener Preiserhöhungsmitteilung.

Hatten Sie einen sachkundige/n Anwalt/in beauftragt - siehe bspw.

hier http://www.energieverbraucher.de/de/rechtsanwaelte__1713 ?

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10.03.2017 15:37 Zum Anfang der Seite springen
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Nein, leider nicht.

Ich dachte ich schaffe es alleine, schien auch alles sonnenklar zu sein.

Ich überlege einen Prozesskostenhilfeantrag zu stellen und denen eventuell so zu entlocken, weshalb keine Aussicht auf Erfolg bestehen soll.

Oder eben doch nochmal einen Anwalt zu fragen. ich bin im Mieterverein, ich glaube, dass da auch die Stromsachen includiert sind. Sind aber bestimmt keine Experten dafür.

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10.03.2017 21:33 Zum Anfang der Seite springen
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RE: 365 AG verklagt

Zitat:
Original von AndreasABC
Nein, leider nicht.Ich dachte ich schaffe es alleine, ...

Kein Wunder, dass es dann wohl in die Hose geht; es ist eben oftmals NICHT so sonnenklar, wie ein juristischer Laie denkt.

Der wesentliche Fehler war wohl schon mal, dass Sie nicht in Berlin geklagt haben, denn das AG Köln scheint -wie andere etwas "eigenartige" Urteile zeigen- der 365 AG durchaus "wohlgesonnen" zu sein - jetzt ist es zu spät.

Auch mit dem Prozesskostenhilfeantrag dürfte es zu spät sein. Und mit dem Mieterverein wird das wohl kaum was. Vllt. die Verbraucherzentrale, deren Gebühren sind überschaubar.

Wenn sich das Gericht bereits eindeutig geäußert hat, ist vllt. eine Klagerücknahme angeraten, um die Prozesskosten zu minimieren.

Künftig bei der Versorgerwahl besser aufpassen, im Netz sind seit Jahren endlos viele Beschwerden über die 365 AG (Ex - Almado AG) zu finden!

Wer sich an das seit Jahren bewährte Konzept und die lfd. aktualisierten Versorgerempfehlungen des gemeinnützigen e.V. www.bezahlbare-enerie.de orientiert, der kann wenig falsch machen.

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10.03.2017 23:45 Zum Anfang der Seite springen
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123

Prozesskostenhilfeantrag kann man auch stellen, wenn das Verfahren bereits läuft.

Ich werde wohl das schriftliche Verfahren beantragen und schauen wo der Fehler war.
Eventuell nutzt es dann einem anderen etwas.

Inwiefern sollen sich die Prozesskosten reduzieren bei einer Klagerücknahme ? Habe, glaube ich, 105 € bezahlt. Da bekomme ich doch nichts zurück, oder ?

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Re: 123

Hallo Andreas,
wie gerade gesehen, sind Sie jetzt in Ihrer Sache auch im Forum des Bund der Energieverbraucher unterwegs. Dort schreiben Sie, dass es sich um einen Vertrag aus 2012 handelt.

Dazu ist anzumerken, dass lt. BGH einer Preiserhöhung (in Ihrem Fall des Grundpreises) nur innerhalb von 3 Jahren nach Zugang der Abrechnung widersprochen werden kann, in der die Erhöhung ERSTMALIG in Rechnung gestellt wurde (aufgefallen ist Ihnen das ja erst mit der Schlussabrechnung). Wurde diese "Widerspruchsfrist" verpasst, ist auch gegen alle nachfolgenden Abrechnungen des erhöhten Preises NICHTS mehr zu machen. Für eventuelle Rückforderungsansprüche aus verschiedenen Jahren greift zudem die normale Regelverjährung (3 Jahre zum Ablauf des Kalenderjahres).

Eine Klage nur auf die Behauptung zu stützen "keine Preiserhöhungsmitteilung erhalten", ist m.E. problematisch. WIE will die 365 AG die Erhöhung des Grundpreises denn mitgeteilt haben? Haben Sie den Nachweis angefordert? Wenn ich richtig informiert bin, dann wurde diese GP-Erhöhung in einem Zweizahler einer mehrseitigen Email mit allgemeinen Infos "versteckt". Bzgl. dieser Praktik von Billig-Discountern gibt es bereits Urteile von LG bzw. OLG (zu finden bspw. bei der VZ NRW), dass eine solche Mitteilung und damit die Preiserhöhung unwirksam ist, weil mit dem Transparenzgebot § 41 Abs. 3 EnWG und der übergeordneten EU-Richtlinie nicht vereinbar.

Ob Sie das jetzt noch in das laufende Verfahren einbringen können, sollte ein Rechtsanwalt beurteilen.

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Re: 123

PS: Mit dem gezahlten Gerichtskostenvorschuss ist die Sache nicht erledigt, hinzu kommen bspw. auch die Anwaltskosten der Gegenseite und mit einem Urteil wird es teurer!

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Re: 123

PPS: Auch mit meiner umfangreichen Kenntnis des Energie- und Vertragsrechts würde ich NIE ohne Anwalt vor Gericht ziehen, denn als Nicht-Jurist scheitert man oftmals schon an der ZPO !

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Re: 123

Noch ein Hinweis:

Falls eine mündliche Verhandlung Sinn macht, sollten Sie sich vllt. eine/n sachkundige/e Anwalt/in aus dem Raum Köln/Düsseldorf nehmen - siehe bspw. hier

www.energieverbraucher.de/de/rechtsanwaelte__1713

z.B. RAin L. Holling aus Düsseldorf ist auch im Bund der Energieverbraucher e.V. engagiert.

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13.03.2017 19:54 Zum Anfang der Seite springen
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Habe Dir den Papierkram zugesendet.

Das Gericht interessiert sich nicht für AG Delmenhorst, in welchem die auf Täuschung angelegten Preiserhöhungsmitteilungen völlig nachvollziehbar zerlegt und für sittenwidrig erklärt wurden.

http://www.verbraucherzentrale-sachsen.d...hoehung-beendet

http://www.verbraucherzentrale-sachsen.de/media238297A.pdf

Den Begriff "Kundenanwalt" verwendete die 365 AG ebenfalls, welcher ebenfalls irreführend ist:

OLG Düsseldorf zu "Kundenanwalt"

Es interessiert sich auch nicht für die unterbliebene Mitteilung der Preiserhöhung mindestens 6 Wochen vor der Erhöhung. Bei mir gab es ja gar keine Mitteilung, weder per eMail noch per Post.

Für Unbilligkeit interessiert es sich auch nicht.
5,60 € -> 19,99 € ist bei denen nicht unbillig, sondern normal.

Ich gehe mittlerweile davon aus, dass die Richterin keine Ahnung vom Akteninhalt hat. Eine andere Erklärung habe ich da nicht mehr.

Dieser Beitrag wurde schon 7 mal editiert, zum letzten mal von AndreasABC am 13.03.2017 20:10.

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365 AG verklagt

Eine wirklich schöne Fleißarbeit, aber - siehe PM !

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