Stromio mit 42% Preiserhöhung

Dieses Thema im Forum "Andere Stromanbieter" wurde erstellt von warewolf, 14. November 2013.

  1. warewolf

    warewolf Starter

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    Ich bin mal wieder bedient.
    Nach Teldafax jetzt mit Stromio wieder ein Griff ins ....

    Ich hatte mir vor einem Jahr einen günstigen Anbieter für einen Jahresverbrauch von 700kWh gesucht.
    Die Suchmaschinen fanden Stromio mit 24cent/kWh
    Jetzt kurz vor Ablauf des ersten Bezugsjahres erhalte ich eine email mit:
    "wir haben in Ihrem Online-Portal ein neues Dokument für Sie zur Verfügung gestellt"

    Neues Dokument, kann ja nichts gutes bedeuten. Heruntergeladen, Lesebrille gesucht und finde schön klein gedruckt zwischem dem ganzen blah blah:
    "ist es uns gelungen, Ihnen ab dem 01.01.2014 weiterhin attraktive Konditionen zu bieten. Ihr Arbeitspreis beträgt dann 0,3433 Euro pro Kilowattstunde"

    Ist das deren Ernst, 42% Preiserhöhung ?
    [von der Redaktion gelöscht] Erst die Kunden mit günstigem Tarif locken und nach einem Jahr voll draufhauen in der Hoffnung das der bequeme Kunde nicht aufpasst.

    Ich lasse jetzt die Finger von allen diesen Strom-Resellern mit den tollen Namen und Tarifen.
    Immer das gleiche Spielchen.
    Ich werde Stromio sofort kündigen und suche mir den günstigsten Tarif irgendwelcher Stadtwerke, auch wenn die einige Prozente teurer sind.

    Gruß
    Hubert
     
  2. REWE47

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    Hallo Hubert,

    kündigen Sie unbedingt mit der Formulierung: "zum Ablauf des 1. Vertrags- und Lieferjahres, dem 31.12.2013" !

    Wenn die einzuhaltende Kündigungsfrist lt. AGB (Zugang beim Versorger ist maßgeblich!) eine ordentliche Kündigung zum o.g. Termin nicht mehr zulässt, dann üben Sie Ihr gesetzliches 'außerordentliches Sonderkündigungsrecht' gemäß § 41 Abs. 3 EnWG (Energiewirtschaftsgesetz) aus
    mit der Formulierung "aufgrund der mitgeteilten Preiserhöhung ab 01.01.2014 mache ich von meinem gesetzlichen Sonderkündigungsrecht gebrauch und kündige hiermit den Vertrag zum Ablauf des 1. Vertrags- und Lieferjahres, dem 31.12.2013".

    Prüfen Sie die AGB bzgl. des verlangten Formerfordernisses (Textform = auch per EMail möglich, oder schriftlich, oder Schriftform = mit Ihrer Original-Unterschrift ?).
    Sicherheitshalber würde ich die Kündigung immer (ggf. zusätzlich) per Einwurf-Einschreiben versenden. Die Kündigungsbestätigung von Stromio hat innerhalb von 2 Wochen zu erfolgen.

    Wenn Sie sich an die hier www.bezahlbare-energie.de unter "Kriterien für Wechselempfehlungen" und "Konzept für jährliche Wechsel" gegebenen Empfehlungen orientieren, wird es mit der Energieversorgung kaum Probleme geben. Wenn Sie allerdings nur einen Jahresverbrauch von 700 kWh haben, dann können Sie allerdings auch beim örtlichen Versorger bleiben ;).

    mfG, rewe47
     
  3. Mix

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    Moin,

    wenn ein Kunde seinen Vertrag selbst kündigt sollte er den neuen Lieferanten darüber ausdrücklich informieren. Wenn der nämlich von einem normalen Lieferantenwechsel ausgeht und versucht den alten Vertrag zu kündigen, kann es zu Misverständnissen damit zu Problemen beim Wechsel kommen.

    Ich meine übrigens, dass es sich immer lohnt, auch beim lokalen Stadtwerk mal die Sonderkonditionen anzufragen. Oft sind die nicht so teuer wie man glaubt ;) .

    So long
     
  4. REWE47

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    Wobei festzuhalten ist, dass das außerordentliche Sonderkündigungsrecht nur vom Kunden selbst wahrgenommen werden kann ! ;)
     
  5. Mix

    Mix Power-User

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    Moin,

    stimmt :D

    So long
     
  6. mikla

    mikla Starter

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    Hallo,

    geht mir ähnlich wie warewolf, bloß dass mein 1. Vertragsjahr Mitte Januar abläuft und man ab diesem Zeitpunkt mir nur gut 20 Prozent Preissteigerung zumutet. Ab 1.1.2014 aber schon die EEG-Umlage als Preissteigerung, was noch kein Sonderkündigungsrecht darstellen soll - das akzeptiere ich wegen der 14 Tage auch.

    Mein Lieferbeginn war der 15.1.2013, gehe ich richtig in der Annahme, dass ich fristgemäß zum 14.1.2014 kündigen muss? Und nicht zum 15.1.2014?
    Normalerweise per Einschreiben/Rückschein oder doch besser per Einwurfeinschreiben mit dem Briefzusteller als Garanten der Zustellung?

    Mein Wortlaut für die Kündigung ist eigentlich immer: "hiermit kündige ich fristgemäß meinen Stromvertrag mit der Vertragskontonummer 123456789 zum 14.01.2014." Ich vermeide eigentlich die häufig verwendete Formulierung "zum nächstmöglichen Termin", da das eventuell Interpretationsspielraum zulässt und Unwissenheit andeuten könnte. Ein klares Datum ist m.M.n besser ... oder?

    MfG
     
  7. REWE47

    REWE47 Top-User

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    Besser "zum ABLAUF des 14.01.2014" kündigen !!!
     
  8. mikla

    mikla Starter

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    Danke, dass klingt nicht schlecht, übernehme ich so. Hast du zu meinen anderen Anliegen wie z.B. Einwurf- oder Rückscheineinschreiben eine Meinung? Oder ob ich gar auf Grund der alleinigen Erhöhung der EEG-Umlage schon zum 1.1.2014 das Sonderkündigungsrecht nutzen könnte? Laut Stromio Classic nicht (Telefongespräch).


    MfG
     
  9. Mix

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    Moin,

    wenn Preisänderungen auch nur im geringsten eine Chance haben wollen, müssen sie mit einem Sonderkündigungsrecht einhergehen. Und zwar ohne Frist. Da aber für den Lieferantenwechsel eine GPKE-Frist von drei Wochen gilt, ist eine kurzfristige Kündigung nicht zu empfehlen, weil der neue Versorger nicht mehr rechtzeitig anmelden kann.

    Da es aber derzeit keine rechtssichere Preisänderungsklausel gibt, würde ich mal annehmen, dass Du trotz der telefonischen Aussage trotzdem aus dem Vertrag zum Wunschdatum rausgelassen wirst.

    Kündigungen sollten immer so zugestellt werden, dass der Nachweis klar erbracht werden kann. Es gibt Rechtsvertreter, die der Ansicht sind, das geht eigentlich nur mit einem Boten oder persönlich mit Zeugen. Ich würde für die Kündigung die Rückscheinvariante wählen.

    So long
     
  10. mikla

    mikla Starter

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    Hmm, zum 14.1. muss man mich ja sowieso rauslassen, da der Erstvertrag da ausläuft. Zum 1.1. könnte es ein Gezeter geben. Da der Preis bis zum 14ten okay ist, werde ich fristgemäß ohne Sonderkündigungsrecht kündigen. Ich gehe jetzt mal davon aus, dass "Sie" beim Einschreiben-Rückschein nicht die Annahme verweigern.
    Angeblich wäre ja die Einwurfvariante etwas sicherer...


    MfG
     
  11. Mix

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    Moin,

    klar ist die Frage, ob man für den Verbrauch von 14 Tagen ein solches Fass öffnet.

    Wenn Du fristgerecht kündigst ist zu überlegen, ob Du das nicht Deinen neuen Anbieter machen lässt. Solltest Du trotzdem selbst kündigen lass dem neuen diese Info, am besten mit der Kündigungsbestätigung zukommen. Sonst könnte es auch hier bei einer routinemäßigen Abwicklung des Lieferantenwechsels zu Unklarheiten kommen.

    Wird die Annahme verweigert, weißt Du wenigstens, dass Du noch etwas unternehmen musst. Der Nachweis, dass das Schreiben in den richtigen Briefkasten geworfen wurde bedeutet aber noch nicht, dass Du belegen kannst, dass es der Empfänger bekommen hat.

    Willst Du es 100%ig haben, musst Du zwei Boten mit ordentlichem Leumund organisieren, beiden das Schreiben zur Kenntnis vorlegen, dann vor deren Augen kuvertieren und verschließen. Die fahren dann zum Empfänger und überreichen das Schreiben einer Person, lassen sich den Namen geben und den Empfang quittieren.

    Sicher, aber völlig weltfremd....

    So long
     
  12. REWE47

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    Hallo Mix,

    da sollten Sie aber vielleicht noch mal recherchieren ;). Bei einer zugangsbedürftigen Kündigung bevorzuge ich ebenfalls ein Einwurf-Einschreiben!

    Dass der Inhalt des Briefumschlags, vom textlichen Inhalt des Schreibens über das Kuvertieren bis zur Posteinlieferung vllt. rechtssicher dokumentiert werden sollte (z.B unterschriftlich durch einen Zeugen), ist ein zusätzliches Thema.
     
  13. Mix

    Mix Power-User

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    Moin,

    nun, das Schöne ist doch, dass wir hier nicht in einer Jura-Klausur sitzen und auch keine Rechtsberatung machen. Jeder muss sich aus den eingestellten Beiträgen eine Meinung bilden, wie er denn handeln möchte ;) .

    Ich bin kein Jurist, meine Beiträge basieren auf jahrelanger Erfahrung in der Branche. Von daher würde ich vielleicht auch ein paar Dinge anders machen als es ein Rechtsanwalt rät. Und es gibt sicher auch Gründe, die gegen meine Ansicht sprechen.

    So long
     
  14. mikla

    mikla Starter

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    Ich sehe das ähnlich wie Mix. Wenn möglich deutlich vor Ablauf der Frist mit Einschreiben/Rückschein kündigen. Dann per Tracking verfolgen, ob ordnungsgemäß zugestellt wurde oder die Meldung kommt, dass die Sendung nicht zugestellt werden konnte und an den Absender zurückgesandt wurde oder das Schreiben zur Abholung bereit liegt. Letzteres wäre bei einer Firma schon ein Warnhinweis, zweites sowieso. Sollte zudem nach einer Woche der Rückschein noch nicht eingetroffen sein, gilt es zu handeln und rechtssicher per PZA/Gerichtsvollzieher zustellen zu lassen.

    Ob ein neuerliches Einschreiben mit Zeugen und Mehrfachausführung ausreicht ... vermutlich ja.

    So, Tschüss!
     
  15. REWE47

    REWE47 Top-User

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    Ein Einwurf-Einschreiben gilt m.W. mit dem "Einwurf" (Briefkasten/Postfach des Empfängers) als zugestellt, ein Rückschein-Einschreiben erst mit der Empfangsbestätigung !
     
Schluss mit steigenden Stromkosten. Zeit zu wechseln!