Envacom unseriös ...

Dieses Thema im Forum "Andere Stromanbieter" wurde erstellt von mellerich, 21. Mai 2011.

  1. mellerich

    mellerich Starter

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    Auch eine dieser modernen Firmen,
    die den Kunden nur als aussaugbares Beutestück betrachten.

    Ich warte auf meine erste Jahresabrechnung und Bonus schon mehr als 17 Monate und werde immer wieder vertröstet.
    Eine Preiserhöhung mit Kündigungsrecht wurde nicht wie in den AGB angegeben mitgeteilt, sondern still und heimlich vorgenommen.

    Niemals wieder dorthin!

    Wie wäre es, eine Interessengemeinschaft in Bezug auf rechtliche Schritte zu bilden?
     
  2. Morgaine

    Morgaine Starter

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    Hallo mellerich,

    wir sind mittlerweile so viele die von Envacom gezockt werden/wurden, dass es sich wirklich lohnen würde eine Sammelklage anzustreben.
    Ist das noch interessant für dich?
     
  3. Jedi66

    Jedi66 Gelegenheits-User

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    Ich wäre dabei, für eine Sammelklage gegen envacom / Gazprom
     
  4. Mix

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    Moin,

    es ist echt nicht zu glauben, wie hartnäckig sich das mit der Sammelklage hält.

    Fakt ist:
    in Deutschland sind Sammelklagen nicht zulässig. Dem deutschen Recht eine Gruppenbetroffenheit fremd. Jeder Kläger muss seine individuelle Betroffenheit, seinen individuellen Schaden und die Kausalität zwischen beidem darlegen und nachweisen.


    So long
     
  5. Werner Broesel

    Werner Broesel Starter

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    Naja, ich denke es gibt in Deutschland zuviele amerikanische Filme in denen "Sammelklagen" gegen große Firmen immer zum Erfolg führen - was beim amerikanischen Rechtssystem auch nicht weiter verwundert.
     
  6. Jeannette

    Jeannette Starter

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    So, jetzt mußte ich mich einfach mal hier im Forum registrieren, um bei dem Thema Envacom mitreden zu können.
    Also, ich warte auch noch auf meine Stromabrechnung 2011. Irgendwann letztes Jahr habe ich eine Rechnung von Envacom über einen Abrechnungszeitraum von 3 Monaten (2010)über 300,00 € erhalten. Nach Anfrage was das soll, schrieben Sie mir, das das so üblich ist, aber das ich bereits Abschläge bezahlt hatte, interessierte Envacom nicht.Diese Rg. habe ich bis heute nicht bezahlt. Nun zahle ich seit letztem Jahr September keine Abschläge mehr. Ab 01.04.2012 habe ich einen neuen Stromanbieter.
    Nun auf einmal erhalte ich eine Mail von Envacom mit folgendem Inhalt:

    Vielen Dank für Ihre Nachricht.

    Zur Zeit können keine Jahresabrechnungen erstellt werden. Dies ist zurückzuführen auf eine Problematik mit unserem externen Dienstleister, welcher die Rechnungen abschließend bearbeitet. Die Bundesnetzagentur ist hierüber von uns bereits in Kenntnis gesetzt worden.

    Wir bitten um Ihre Geduld und danken für Ihr Verständnis.

    Weitere Informationen zu unseren Produkten finden Sie online unter www.envacom.de.

    Mit freundlichen Grüßen
    Manuela Schwert
    Gazprom Energy Kundenservice
    ________________________________________________________________
    Gazprom Marketing & Trading Retail Germania GmbH
    Am Klingenweg 6a
    65396 Walluf

    Hotline:
    0800 / 73 77 666 oder
    06123 / 20 80 220

    Telefax:
    01805 / 50 32 32*

    E-Mail:
    service@gazprom-energy.com



    Und nun? Sind meine gezahlten Abschläge weg? Was meint Ihr?
     
  7. Mix

    Mix Power-User

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    Moin,

    ich glaube nicht, dass die Abschläge weg sind. Die Envacom scheint sich nur einen unfähigen Geschäftspartner für die Erstellung der Abrechnung ausgesucht zu haben. Du wirst also noch eine Weile warten müssen, bis Du eine Rechnung erhälst.

    Lege das Geld auf die Seite, warte auf die Rechnung, prüfe die Rechnung dann genau und zahle den Betrag, wenn sie in Ordnung ist.

    Sollte sich nicht korrekt sein, dann widersprichst Du mit den entsprechenden Fakten und Belegen und forderst eine geänderte Rechnung.

    So long
     
  8. Mehlbochs

    Mehlbochs Starter

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    Eigentlich war ich immer recht zufrieden mit dem Stromanbieterwechsel über Verivox. 2011 habe ich dann (ebenfalls über Verivox) zu envacom gewechselt.
    Für den Bonus musste man sich bei envacom zum Kundenportal anmelden. Ich erhielt dann als Zugangsdaten nur meine E-Mailadresse genannt, aber kein Passwort.

    Alle meine Versuche (massenhafte Anrufe bei envacom und jetzt Gazprom, E-Mails, Faxe und Briefe), ein Passowort zu erhalten, scheiterten, sodass ich keinen Einblick in meine Abrechnungen bekommen kann. Ist das vielleicht Methode?

    Mich wundert allerdings, dass Verivox weiterhin den Wechsel zu nunmehr Gazprom vermittelt. Fühlt sich Verivox nicht verantwortlich, die Verbraucher zu warnen und damit zu schützen? Gilt das Versprechen "Wir setzen uns für Verbraucherschutz und Transparenz ein." nicht? Es gibt doch sicherlich ausreichend seriöse Stromanbieter, mit denen Verivox ehrliches Geld verdienen kann. Ich sehe Verivox auch in der Pflicht, sich für den Verbraucherschutz einzusetzen und wegen der Beschwerden im Forum über envacom bzw. Gazprom mit diesem Anbieter ins Benehmen zu setzen.

    Es gibt doch sicherlich ausreichend seriöse Stromanbieter, mit denen Verivox ehrliches Geld verdienen kann. Ich sehe Verivox auch in der Pflicht, sich für den Verbraucherschutz einzusetzen und wegen der Beschwerden im Forum über envacom bzw. Gazprom mit diesem Anbieter ins Benehmen zu setzen.

    Man könnte sich natürlich auch an Medien (TV, Zeitungen, Zeitschriften) und an die Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen wenden, um dieses Geschäftsgebaren von envacom jetzt Gazprom publik zu machen. Das ist oft wirkungsvoller als zu klagen. Im Übrigen gibt es auch in Deutschland Sammelklagen. Mein Mann war bis zu Rente Rechtsanwalt und hat einige Sammelklagen vertreten.
     
  9. Werner Broesel

    Werner Broesel Starter

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    Das mit "Sammelklagen" in Deutschland ist wohl was Neues. Sicher kann ein Rechtsanwalt mehrere Mandanten in der gleichen Rechtsangelegenheit vertreten - das ist aber noch lange keine "Sammelklage" wie in USA. Außerdem hilft Meckern über Verivox hier im Forum nicht viel weiter - warum schreibst du nicht direkt an Verivox? Dort gibt's auch Spezialforen für diverse Stromanbieter. Im übrigen, wenn du über Verivox abgeschlossen hast, solltest du auch eine Mail von Verivox erhalten haben mit der Aufforderung dich positiv oder negativ oder sonst wie über deinen vermittelten Stromanbieter zu äußern. :rolleyes:
     
  10. Jedi66

    Jedi66 Gelegenheits-User

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    Grüsse dich Werner.

    Also einen Anwalt in den USA beauftragen kann man immer, die nehmen sicher auch gern EURO.
    Wenn man mal eine Sammelklage machen will.

    Und eine Klage in den USA einreichen kann man auch jederzeit. Es besteht aber diie Möglichkeit, dass das amerikanische Gericht die zurückweist wegen Unzuständigkeit.
    Daher wird erst mal der Jurist das Prüfen müssen,

    In Deutschland sind Sammelklagen in der Form der class action nicht zulässig, da dem deutschen Recht eine Gruppenbetroffenheit fremd ist. Jeder Kläger muss seine individuelle Betroffenheit, seinen individuellen Schaden und die Kausalität zwischen beidem darlegen und nachweisen.

    Deswegen gibt es ja jetzt auch die neutrale Schlichtungstelle, die dann informiert wird.
    Wenn 101.. Kunden sich beschweren oder diese einschalten, gegen den Lieferanter vorzugehen.

    Gemeinsame Prozessführung gibt es in Deutschland daher nur bei der so genannten Streitgenossenschaft, wenn die Kläger hinsichtlich des Streitgegenstandes in Rechtsgemeinschaft stehen oder aus demselben tatsächlichen oder rechtlichen Grund berechtigt sind. Dies sind sie im typischen Fall der class action nicht, da jeder wegen der ihm individuell zugefügten Schäden berechtigt ist, also nicht aus demselben Grund.

    Eine andere Möglichkeit ist die Prozessverbindung nach § 147 ZPO. Dabei kann der Richter mehrere getrennte Prozesse zur gemeinsamen Verhandlung und Entscheidung verbinden, wenn es in allen Prozessen um dieselben Rechts- und Tatfragen geht.

    Siehe Wiki.Wiki.
     
  11. Mehlbochs

    Mehlbochs Starter

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    Einen amerikanischen Anwalt zu beauftragen, machte nur dann Sinn, wenn es in dem jeweiligen Fall irgend eine Berührung mit den USA gäbe. Das ist hier zweifelsfrei nicht der Fall, sodass es müßig wäre, Wikipediawissen über class action auszubreiten.

    Die Idee mit der Schlichtungsstelle ist wohl am besten. Sie würde den Endverbraucher kein Geld kosten bzw. nur dann, wenn die Beschwerde missbräuchlich wäre. Das ist hier aber keineswegs der Fall. 17 Monate ohne Endabrechnung ist unzumutbar und entspricht auch nicht den Vorgaben des EnWG. Auch unbeantwortete Beschwerden und Widersprüche sind durchaus Grund, die Schlichtungsstelle einzuschalten. Aber auch die Bundesnetzagentur ist für Verbraucherschutz zuständig und als Aufsichtsbehörde sicherlich interessiert, wenn es sich um so massive Rechtsverletzungen bei ein und dem gleichen Stromanbieter geht.

    Noch eine Bemerkung zu den sog. Sammelklagen sei mir erlaubt. Wenn z.B. zehn Kläger aus gleichem Rechtsgrund Klage gegen einen Beklagten einreichen wollen, ist es auf jeden Fall günstiger eine gemeinsame (Sammel-) Klage mit einem Rechtsanwalt zu führen. Es fallen dabei nach dem RVG (Rechtsanwaltsvergütungsgesetz) weniger Gebühren und Kosten an als bei zehn Einzelklagen, auch wenn diese dann durch das Gericht verbunden werden sollten. Hier findet ihr ein Beispiel für eine Sammelklage von 35 Klägern vor dem OLG Köln, wobei es allerdings weder um Gazprom noch um Energielieferungen geht:
    Urteil und Pressemitteilung des OLG Köln
    http://nato-tribunal.de/varvarin/OLG-Urteil-28-07-05.htm
     
  12. iki

    iki Starter

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    Nie wieder envacom-gazprom, seit 01.08.2011 in ständigem Kontakt ohne jeglichen Erfolg! Weder Antworten auf Mails, Anrufe noch Einschreiben! Trotz hinweis das letzte Zahlung erfolgt, wenn Bonus berücksichtigt wird, wird von Seite Gazprom mit Inkasso und Zahlung von Rücklastgebühren gedroht!Man könnte denken Rus........ hat sich breit gemacht!Werde nun Anzeige bei Polizei, Schlichtungsstelle energie und Verbraucherschutz stellen! Leider sind die Mühlen der Gerechtigkeit sehr langsam, fehlt wohl an "Windenergie"
     
Schluss mit steigenden Stromkosten. Zeit zu wechseln!