almado / 365 AG: Erhöhung des Abschlags - was tun?

Dieses Thema im Forum "Andere Stromanbieter" wurde erstellt von NickF95, 21. November 2013.

  1. NickF95

    NickF95 Starter

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    Hallo zusammen,

    vorab sei gesagt: bislang hatte ich mit almado noch gar keine Probleme.
    Abgeschlossen habe ich zum 01.01.2013 über check24 einen "almado ökosiegel B" Tarif mit 3.200 kW/h (eigentlich verbrauche ich sogar weniger).
    Laufzeit: 12 Monate
    Kündigungsfrist (lt. AGBs): 6 Wochen (quasi vorgestern...)
    Bisherige monatliche Abschlagszahlung: 59,00 €
    Eine Einzugsermächtigung besteht seit meinem noch nicht an Almando übermittelten SEPA-Mandatsformular nicht mehr.

    Nun erhielt ich gestern, am 20.11.2013, folgende E-Mail:

    "Sehr geehrter Herr XXX,

    der örtlicher Netzbetreiber, die Stadtwerke Düsseldorf Netz GmbH, hat uns für Ihre Abnahmestelle eine veränderte Verbrauchsprognose mitgeteilt. Diese liegt weit über der Prognose, die bisher Basis für Ihre Abschlagszahlungen ist.

    Wir versuchen die Abschläge in angemessener Höhe zu kalkulieren, sodass bei der Jahresverbrauchsabrechnung keine großen Zahlbeträge in die eine oder andere Richtung für Sie entstehen. Aus diesem Grund passen wir Ihren Abschlag auf den neuen Wert des Netzbetreibers an.

    bisher:
    monatlicher Abschlag 59,00 € - Basisprognose 3200,00 kWh/Jahr

    ab 01.12.2013 :
    monatlicher Abschlag 125,00 € - Basisprognose 5019,00 kWh/Jahr

    Kundenzufriedenheit wird bei uns groß geschrieben - wir erfüllen Ihre Wünsche, immer wenn wir es irgendwie ermöglichen können. Sollten Sie einmal nicht mit den Angaben Ihres örtlichen Netzbetreibers einverstanden sein und einen Abschlag für sich errechnet haben, der von dessen Prognose abweicht, dann können Sie uns das natürlich mitteilen.

    Damit wir Ihren Abschlag noch einmal neu anpassen können, brauchen wir dann von Ihnen einen Nachweis über Ihre Angaben, der so genau wie möglich sein sollte. Bitte senden Sie uns diese Nachweise per Post oder Email zu.


    Mit freundlichen Grüßen
    Ihr almado-ENERGY Team"

    Telefonisch habe ich bei almado natürlich keinen erreichen können. Erst nach dieser Mail habe ich mich mal schlau gemacht, und habe eigentlich ausschließlich negatives über den almando gefunden.

    Wie komm ich hier am besten wieder raus?
    Kündigungsfrist ist seit 2 Tage rum, auf diese hohe - und mir auch nicht erklärliche - Abschlagszahlung habe ich aber keine Lust.

    Ich freue mich über jeden Ratschlag.
    Danke!
     
  2. Mix

    Mix Power-User

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    Moin,

    der erste Schritt sollte mal sein zu prüfen, ob der Netzbetreiber nicht vielleicht recht hat. Also den Zähler mal ablesen und schauen, was seit der letzten Abrechnung verbraucht wurde. Es kommt nämlich durchaus vor, das Verbräuche z.B. aufgrund eines Gerätedefektes plötzlch steigen. Und eine Ablesung durch den Netzbetreiber bekommt man auch nicht zwingend mit (außer in einem EFH ;) )Sowas sollte zunächst ausgeschlossen werden.

    Grundsätzlich darf jeder Versorger Abschlagszahlungen in angemessener Höhe verlangen. Im konkreten Fall ist erst mal zu klären, ob hierzu in den AGB´s etwas zu finden ist. Sollte dort nichts geregelt sein, gibt die Grundversorgungsverordnung (GVV) § 15 vor, wie der Abschlag zu bemessen ist:
    "... Diese ist anteilig für den Zeitraum der Abschlagszahlung entsprechend dem Verbrauch im zuletzt abgerechneten zu berechnen..."

    Eigentlich wird in dem geposteten Schreiben schon mal die Richtung vorgegeben:

    Ich würde also der Anpassung widersprechen. Wenn der Vertrag online geschlossen wurde, zunächst per Mail. Kommt dann innerhalb von zwei/drei Tagen keine Antwort, das ganze per Einschreiben.

    Dem Widerspruch würde ich eine Kopie der letzten Rechnung beilegen, aus welcher der Verbrauch und der Abrechnungszeitraum hervorgeht. Hilfreich kann auch ein aktuelles Foto vom Zähler sein, auf welchem der Stand und die Zählernummer zu erkennen ist.

    Sollte das Schreiben mit Rückschein nötig werden, würde ich gleichzeitig das Lastschriftmandat in diesem Schreiben entziehen.

    Parallel dazu würde ich beim Netzbetreiber anrufen und die Aussage zum Prognosewert prüfen. Falls der Netzbetreiber tatsächlich erhöht hat muss man nach der Begründung fragen und darauf hinweisen, dass sich die Lebensumstände nicht geändert haben und kein höherer Verbrauch zu erwarten ist.

    Aber: Meines Erachtens ist es egal, welchen Verbrauch der Netzbetreiber prognostiziert. Dein Vertrag besteht mit dem Lieferanten. Und der hat ein Recht auf einen angemessenen Abschlag. Aber eben ANGEMESSEN. Und wenn Du belegen kannst, dass der zugrunde gelegte Wert überzogen ist, kann von angemessen keine Rede sein.

    Sollte es zu keiner Einigung kommen, den angemessenen Betrag überweisen, vielleicht noch den ersten beiden Mahnungen Widersprüche entgegensetzen und bei allen kommenden Maßnahmen in der Sache hart bleiben.

    Und dann die Kündigung bei nächster Gelegenheit (fristgerecht oder Sonderkündigung nach Preiserhöhung) nicht vergessen ;) . Der aktuelle Sachverhalt begründet keine außerordentliche Kündigung.

    So long
     
  3. REWE47

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  4. Mad Max

    Mad Max Starter

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  5. NickF95

    NickF95 Starter

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    Kurze Zwischenstandsmeldung hierzu:
    Habe soeben bei meinen Stadtwerken, die ja lt. almado die Basisprognose für das Folgejahr herausgegeben haben sollen, angerufen und gesagt... Zitat: "wir geben keine Basisprognosen raus. Fragen Sie mal bei almado an, dass die Ihnen Prognose schriftlich zukommen lassen sollen.."
    Als ich übrigens almado erwähnte kam nur ein kurzes "oh, das tut mir leid". :)

    Daraufhin bei almada angerufen - ohne Erfolg. Computergesteuerte Ansage ohne Warteschleifenmöglichkeit.

    Hier dann meine Antwort per Mail an almado:
    "Sehr geehrte Damen und Herren,

    auf meine Nachfrage bei der Stadtwerken Düsseldorf Netz GmbH, ob diese Basisprognose wirklich realistisch und auch an Sie herausgegeben wurde, ergab sich, dass dererseits, entgegen Ihrer E-Mail, keine Basisprognose an Sie herausgegeben wurde - geschweige denn in dieser Höhe.

    Seit dem Jahr 2011 wohne in jetzt in dieser Wohnung und nach Durchsicht der vergangenen Jahresendabrechnungen durch die Stadtwerke Düsseldorf ist ein Verbrauch von höchstens 3.058 kWh/Jahr herausgekommen. Da sich meine häuslichen Umstände nicht geändert haben, ist diese Basisprognose, die ja knapp doppelt so hoch angesetzt ist wie bislang, für mich persönlich derzeit komplett unglaubwürdig.

    Ich würde Sie dementsprechend darum bitten, mir diese Auskunft der Stadtwerke Düsseldorf Netz GmbH mir schriftlich zukommen zu lassen.
    Bis dahin werde ich weiterhin den angesetzten und auch vereinbarten monatlichen Abschlag von 59,00 € überweisen.
    In diesem Zusammenhang liegt Ihnen von meiner Seite im übrigen auch noch nicht das unterschriebene SEPA-Einzugsermächtigungsformular vor, da ich dieses Thema erst geklärt haben möchte.

    P.S.: Da ich Sie an mehreren Tagen zu den verschiedensten Uhrzeiten bislang telefonisch nicht erreichen konnte, melde ich mich auf diesem Weg bei Ihnen. Sollte innerhalb dieser Woche keine eindeutige Rückmeldung zu diesem Thema per Mail bei mir eingehen, werde ich mich postalisch an Sie wenden.

    Mit freundlichem Gruß"

    Alles richtig gemacht?
     
  6. NickF95

    NickF95 Starter

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    Sch................. Sorry.
    Ich muss mich komplett korrigieren.

    Fakt ist:
    1. ich habe bei der falschen Stelle angerufen (Stadtwerke AG = Versorger (falsch) / Stadtwerke GmbH = Netzbetreiber (richtig)
    2. dort habe ich dann erfahren (müssen), dass diese Prognose hinkommt (aus welchen Gründen auch immer) und auch so weitergegeben wurde.

    Bei der pimaldaumen-Berechnung der Nachzahlung wurde mir dann ziemlich schlecht.
    Bemessen daran, dass ich ja anscheinend ein Paket über 3.200 kW/h im Jahr "gekauft habe" und alles was darüber hinaus geht (1.800 kW/h) mit 0,45 Cent pro kW/h berechnet wird. :-\ Der Tag ist also gelaufen. Bin mal gespannt was zusätzlich noch auf mich zukommen mag.

    Die wichtigste Frage die sich mir jetzt aber stellt ist, ob ich nicht für das kommende Jahr aus diesem Vertrag raus komme?
    Denn ich finde weder auf der Internetseite, noch im Kundenkonto (bei dem man nur den Zählerstand angeben kann) oder auch in den Mails einen Preis fürs Folgejahr 2014. Auch in den AGBs habe ich nichts entziffern können (http://www.almado-energy.de/agb).

    Was kann ich tun um vielleicht den heutigen Tag (und das nächste Jahr) doch noch zu retten?
    Danke an alle!
     
  7. Mix

    Mix Power-User

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    Moin,

    Hallo NickF95,

    schön, dass hier auch sowas mal gepostet wird. Finde ich gut.

    Bedeutet das, dass Du wirklich einen höheren Verbrauch hattest? Anfangsstände und Endstände, auch der Vorjahre, stimmen? Hast Du das geprüft? Wurde bei der vorangegangenen Rechnungen geschätzt?

    Oder hast Du einen neuen oder defekten Verbraucher?

    Aus dem Vertrag wirst Du nur mit fristgerechter Kündigung rauskommen. Solltest Du die Ursache für diese Verbrauchssteigerung nicht beseitigen können würde ich versuchen, bei almado in ein größeres Verbrauchspaket zu wechseln oder mir sonst irgendein günstigeres Angebot machen zu lassen.

    Solche Geschichten sind wirklich bitter. Pakettarife haben einfach ihre Tücken....

    So long
     
  8. REWE47

    REWE47 Top-User

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    Das ist hier nicht ganz richtig: Die Frist für eine ordentliche Kündigung zum 31.12.2013 ist verstrichen und der Vertrag würde sich um 1 Jahr ohne Bonus etc. verlängern.

    Almado und Immergrün haben aber (teilweise wohl schon vor Wochen) eine drastische Grundpreiserhöhung ab 01.01.2014 mitgeteilt (schön versteckt in einer mehrseitigen Email :rolleyes: ) und sogar mal pflichtgemäß auf das Sonderkündigungsrecht hingewiesen!

    Kunden können also ihr gesetzliches Sonderkündigungsrecht noch den ganzen Dezember (Zugang beim Versorger maßgeblich, sicherheitshalber per Einwurf-Einschreiben) zum Ablauf des 31.12.2013 ausüben! Im "Fall" von NickF95 passt das bestens, da sein 1. Vertrags- und Lieferjahr zum Ablauf des Jahres endet.

    Übrigens, die von Almado derzeit verwendete Preisänderungsklausel Ziff. 8 [8] (AGB 2013) für "normale" Preisanpassungen ist (***, editiert vom Admin aus rechtlichen Gründen) und damit auch die Preiserhöhungen, da in der Klausel auf § 5 [2] der StromGVV verwiesen wird (vgl. EuGH-Urteil v. 21.03.2013 und BGH-Urteil vom 31.07.2013). :D
     
  9. Mix

    Mix Power-User

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    Moin,

    dem vorgelegten Sachverhalt nach ist eine fristgerechte Kündigung die einzige Möglichkeit, aus dem Vertrag rauszukommen. Eine Änderung der Prognose und damit eine Anhebung des Abschlages berechtigt NICHT zu einer Sonderkündigung.

    Insofern ist meine Auskunft korrekt.

    FALLS es eine Preisänderung innerhalb dieses Vertrages gegeben haben sollte, besteht natürlich die Möglichkeit, über das dadurch eröffnete Sonderkündigungsrecht rauszukommen.

    So long
     
  10. REWE47

    REWE47 Top-User

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    Hallo Mix,
    die genannte Preisänderung HAT es gegeben, daher hab ich es ja geschrieben ;) .
    Ihre ansonsten korrekte Auskunft ist damit keinesfalls in Zweifel gezogen worden.

    Gruß, REWE47
     
  11. lukas328

    lukas328 Starter

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    Hallo, was du nun noch machen kannst ist, die Zahlung einzustellen, dann wird automatisch irgendwann die Kündigung seitens deines Versorgers gestellt..

    Das klingt zwar hart, aber sonst kannst du nur probieren, dein Sonderkündigungsrecht in Anspruch zu nehmen und das gilt leider nur bei Preiserhöhungen..

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Schluss mit steigenden Stromkosten. Zeit zu wechseln!