Die Wärmepumpe funktioniert vom Prinzip her wie ein Kühlschrank, nur umgekehrt: Beim Kühlschrank wird dem Kühlraum Wärme entzogen und auf der Rückseite des Gerätes ausgegeben. Die Wärmepumpe nutzt diese Wärme zum Heizen.
Bei der Wärmepumpe wird der Außenluft, dem Erdreich oder dem Grundwasser Wärme entzogen und an das Heizungswasser abgegeben. Dabei können auch sehr niedrige Temperaturen noch genutzt werden, die Wärmepumpe bringt diese auf ein höheres Niveau.
Eine Wärmepumpe nutzt ohnehin vorhandene Quellen wie Luft und schont damit Ressourcen wie fossile Brennstoffe. Damit sind auch die Kohlendioxid-Emissionen geringer. Es handelt sich also um eine vergleichsweise umweltschonende Form der Energiegewinnung. Zusätzlicher Strom wird dennoch benötigt, um die Wärmepumpe zu betreiben. Allerdings spart man dafür die Heizkosten, die Wärmepumpe gewinnt auch mehr Energie als sie verbraucht. Zudem gibt es spezielle Stromtarife für Wärmepumpenstrom, die günstiger sind als die üblichen Stromtarife.
Das Prinzip von Wärmepumpen
(Foto / Abb.: Dirk Schumann / Fotolia.com)
Es gibt verschiedene Wärmepumpen, die alle ähnlich funktionieren, aber unterschiedliche Energiequellen nutzen. Für die Erdwärme-Pumpe wird eine Bohrung vorgenommen und Kollektoren oder Sonden werden unterirdisch eingesetzt. Das ist logistisch umständlicher als die Luft-Wärmepumpe, die für einen nachträglichen Einbau besser geeignet ist. Diese Form der Wärmepumpe entzieht die Wärme der Außenluft. Auch das Grundwasser kann angezapft werden, um Wärme zu gewinnen. Der Vorteil liegt hier in der konstanten Temperatur über das ganze Jahr hinweg, was einen guten Wirkungsgrad verspricht. Die Installation einer solchen Wasser-Wasser-Wärmepumpe ist allerdings ziemlich aufwändig und nicht an allen Standorten möglich.
Die Vor- und Nachteile hat die Wärmepumpe mit anderen alternativen Heizsystemen gemeinsam: Die Anschaffungskosten sind zunächst ziemlich hoch. Die Betriebs- und Wartungskosten jedoch sind niedriger als bei einer Gas- oder Ölheizung, sodass die Investition sich auf lange Sicht wieder lohnt. Wärmepumpen lassen sich am effizientesten mit einer Niedrigtemperaturheizung betreiben, beispielsweise einer Fußbodenheizung, da hier nur eine relativ niedrige Vorlauftemperatur (30 bis 40 Grad) benötigt wird.
Wärme aus dem Erdreich
Die Erdwärmepumpe nutzt den Erdboden als Energiequelle, indem sie die darin gespeicherte Wärme in Heizenergie umwandelt.
Wärme aus der Luft
Auch im kalten Winter ist in der Außenluft noch Wärme enthalten - diese macht sich die Luft-Wärmepume zu nutze.
Wärmepumpenstrom
Mit speziellen Stromtarifen lässt sich die Wärmepumpe günstig betreiben. Infos zum Wärmepumpenstrom gibt unser Ratgeber.
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