Keine radiologische Auswirkungen

Zwischenfall mit Castor-Behälter im AKW Brunsbüttel

Zehn Tage nach dem Brand an einem Gerüstzelt im derzeit abgeschalteten AKW Brunsbüttel hat es heute einen weiteren Zwischenfall gegeben. Beim Einlagern eines Castor-Behälters in das Standort-Zwischenlager habe ein technischer Defekt am Druckschalter des Behälters eine Störmeldung ausgelöst

Netzausbau© Günter Menzl / Fotolia.com

Hamburg (ddp-nrd/sm) - Die Dichtheit des Behälters mit abgebrannten Brennelementen sei aber zu keiner Zeit beeinträchtigt gewesen, teilte ein Sprecher des Kraftwerksbetreibers Vattenfall mit. Das Kieler Sozialministerium kündigte an, der Druckschalter soll kurzfristig ausgetauscht werden. Die atomrechtliche Aufsichtsbehörde habe Sachverständige mit der Kontrolle des Castor-Behälters und des gesamten Einlagerungsvorgangs beauftragt. Die Kontrollen im Lager und die behördliche Bewertung hätten ergeben, dass die Fehlfunktion des Schalters bis zur Reparatur sicherheitstechnisch unbedenklich sei. Die Dichtheit des Castor-Behälters sei uneingeschränkt gegeben. Radiologische Auswirkungen seien deshalb nicht zu befürchten.

Am 5. Februar hatte es den letzten Vorfall auf dem Gelände des Pannenreaktors gegeben. Dabei war es zum Brand eines Gerüstzelts gekommen, nachdem ein Halogenscheinwerfer umgestürzt war und sich dabei zwei Holzbretter des Gerüsts erhitzt hatten. Die Feuerwehr des Kraftwerks hatte nach wenigen Minuten den Brand unter Kontrolle. Der Meiler ist seit dem 28. Juni 2007 nach einem Kurzschluss vom Netz.