Schnellabschaltung

Zwischenfall im AKW Philippsburg

Als die EnBW Block 1 ihres Atomkraftwerks Philippsburg am Ostermontag planmäßig zur Revision runterfahren wollte, kam es zu einer vorzeitigen Reaktorschnellabschaltung. Dieser Zwischenfall müsse dem zuständigen Umweltministerium zwar mitgeteilt werden, sei jedoch nicht gravierend.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Philippsburg (ddp/sm) - Im baden-württembergischen Atomkraftwerk Philippsburg hat es über Ostern einen Zwischenfall gegeben. Wie die Energie Baden-Württemberg AG (EnBW) in Karlsruhe mitteilte, kam es am Montag beim Herunterfahren von Block 1 im Rahmen der jährlichen Revision zu einer "vorzeitigen Reaktorschnellabschaltung". Der Vorgang sei meldepflichtig. Die Ursache werde derzeit geprüft.

Ein Sprecher des baden-württembergischen Umweltministeriums in Stuttgart sagte auf ddp-Anfrage, die EnBW habe das Ministerium umgehend über den Zwischenfall informiert. Das Ereignis sei aber nicht als gravierend einzustufen, da die Anlage schon vom Netz war. Einem EnBW-Sprecher zufolge ist die Reaktorschnellabschaltung Teil des Sicherheitskonzepts für die Anlage. Sie werde ausgelöst, "wenn ein Parameter des Systems nicht stimmt". Um welchen Bestandteil es sich handle, sei noch unklar.

Der Block 1 des Kernkraftwerks ist ein Siedewasserreaktor und ging 1979 in Betrieb. Der EnBW zufolge werden bei der Revision Prüf- und Instandhaltungstätigkeiten durchgeführt sowie 72 der 592 Brennelemente ausgetauscht. Die Kosten beziffert das Unternehmen auf einen zweistelligen Millionenbetrag.