Erneuerbare

Zwei Millionen Solarheizungen in Deutschland

Im letzten Jahr wurden rund 112.000 Solarwärmeanlagen in Deutschland neu installiert und das trotz des äußerst niedrigen Ölpreises. Damit wurde auch die zweimillionste Anlage in Betrieb genommen. Der BDH und auch der BSW-Solar sehen dennoch weiter ein hohes Maß an Potential, weil sehr viele Wärmeerzeuger veraltet und ineffizient seien.

Solaranlage© Marco2811 / Fotolia.com

Berlin (red) - Im vergangenen Jahr ist in Deutschland bereits die zweimillionste solarthermische Anlage in Betrieb gegangen. Im Jahr 2014 wurden bundesweit rund 112.000 neue Solarwärmeanlagen mit einer Gesamtkollektorfläche von 900.000 Quadratmeter neu installiert. In keine andere EE-Technologie haben so viele Verbraucher bislang investiert, teilen der Bundesindustrieverband Deutschland Haus-, Energie- und Umwelttechnik (BDH) und der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) mit.

Viele Wärmeerzeuger sind ineffizient

Das Potenzial sei weiterhin groß: Gut zwei Drittel aller in Deutschland installierten zentralen Wärmeerzeuger sind modernisierungsbedürftig, etwa drei Millionen Heizkessel gelten als gänzlich ineffizient und veraltet und sollten dringend ausgetauscht werden. „Leider nutzen bisher nur 10 Prozent der in Deutschland installierten Heizungen die Solarthermie. Damit wird eine Chance vertan, gut 20 Prozent an Erdgas und Heizöl einzusparen zugunsten des Ressourcen-, Klimaschutzes und zur Entlastung bei den Heizkosten“, so Andreas Lücke, Hauptgeschäftsführer des BDH.

Solarthermie wird staatlich gefördert

Der Staat unterstützt den Umstieg auf solare Wärme mit Förderprogrammen. Das zuständige Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) fördert eine solare Heizungsmodernisierung eines Eigenheims mit Zuschüssen von 2.000 Euro und darüber hinaus, gewerbliche solare Prozesswärme-Anlagen sogar mit Zuschüssen mit bis zu 50 Prozent der Nettoinvestitionskosten.