Energiekonzept

Zwangssanierung: Warnung vor drastisch steigenden Mieten

Der Verband der Hausbesitzer warnt wegen des geplanten Energiekonzepts der Bundesregierung vor gigantischen Mietsteigerungen. Der Zwang zur Sanierung werde dazu führen, dass die Mieten um bis zu 280 Prozent steigen, erklärte der Verband Haus und Grund am Donnerstag in Berlin.

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Berlin (dapd/red) - Um den gewünschten "Null-Emissions-Standard" zu erreichen, müssten Hausbesitzer knapp 1.000 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche investieren, erklärte der Verband. "Für Mieter bedeutete dies drastisch steigende Mieten. So stiege die monatliche Kaltmiete je Quadratmeter in Berlin von heute 4,60 Euro auf etwa 13,70 Euro."

Der Standard sei technisch nicht realisierbar, nicht wirtschaftlich und folglich rechtlich auch nicht zulässig, erklärte Verbands-Generalsekretär Andreas Stücke. Die Bundesregierung müsse davon abrücken, Eigentümer zur energetischen Modernisierung zu zwingen. Der Zwang verstieße gegen das Grundgesetz, meinte Stücke.

Die Bundesregierung will ihr Energiekonzept Ende September beschließen. Die sparsame und effiziente Nutzung von Energie soll im Mittelpunkt stehen. Gerade bei der Heizung und Kühlung von Gebäuden sieht die Regierung großes Potenzial. Vor der nahenden Entscheidung melden sich nun zahlreiche Verbände mit ihren Interessen zu Wort.