Innovative Netze nötig

ZVEI fordert mehr Akzeptanz für neue Kraftwerke

Der Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI) sieht es als problematisch an, dass weite gesellschaftliche Kreise Investitionen in moderne, fossile Kraftwerke und den Stromnetzausbau ablehnen. Dies sei eine Gefahr für den Hochtechnologiestandort Deutschland.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Hannover/Frankfurt (red) - Für den Transport von bis zu 20.000 MW Offshore-Windstrom in den Süden Deutschlands sei ein innovativer Netzausbau nötig, also intelligente Lösungen, die langfristig wirtschaftlich sind, so Joachim Schneider, Vorsitzender des ZVEI-Fachverbands Energietechnik. Der Einsatz von Hochspannungsgleichstromübertragung (HGÜ) im Verbund mit Erdkabeln für wenige ausgewählte Transportstrecken sei eine Option, wenn auch eine teure, die man nicht von vornherein ausschließen dürfe.

"Die massive Zunahme von dezentralen Erzeugungskapazitäten, wie zum Beispiel durch Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen, stellt die Verteilnetzbetreiber vor massive Probleme", so Ralf Ralf Christian, stellvertretender Vorsitzender im ZVEI-Fachverband Energietechnik. Das Lastmanagement auch für Privatkunden wird nach seiner Überzeugung zunehmend Aufgabe des Verteilnetzbetreibers werden.

Monatliche Abrechnung regt zum Energiesparen an

Herbert Brunner, ebenfalls stellvertretender Vorsitzender im ZVEI-Fachverband Energietechnik, sieht durch die Einführung einer monatlichen Energieverbrauchsabrechnung die Möglichkeit einer nachhaltigen Reduzierung der Energiekosten für die Verbraucher. "Die Kunden erhalten damit ein Instrument, ihre Einsparpotenziale zu erschließen."