Zahlen für 2010

Zuwachs für Windenergie in Osteuropa

Das Wachstum der Windenergie hat sich in der Europäischen Union insgesamt verlangsamt. Das gilt auch für Deutschland, wo weniger neue Anlagen in Betrieb genommen wurden, nicht jedoch für Osteuropa. In Rumänien, Polen und Bulgarien ist für den Ökostrom ein Zuwachs zu verzeichnen.

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Paris (afp/red) - Im vergangenen Jahr wurden zehn Prozent weniger Anlagen in Betrieb genommen als noch 2009, teilte der Europäische Windenergie-Verband (EWEA) am Montagabend in Paris mit. Insgesamt haben die neuen Windräder, die Investitionen über 12,7 Milliarden Euro bedeuteten, eine Kapazität von 9259 Megawatt, 883 Megawatt davon auf See.

Überholt wurde die Windkraft erstmals seit 2007 vom Gas, wo neue Kraftwerke mit einer Kapazität von 28 Gigawatt ans Netz gingen, und der Sonnenenergie mit einem Ausbau um zwölf Gigawatt.

Führend bleibt in der EU Deutschland mit insgesamt gut 27.000 Megawatt aus Windenergie, gefolgt von Spanien. Allerdings würden in beiden Länder nicht mehr so viele Windparks gebaut wie in den Jahren zuvor, erklärte der EWEA-Chef Christian Kjaer. Einen Zuwachs für Windkraft gebe es hingegen in den osteuropäischen Ländern Rumänien, Polen und Bulgarien.