Betriebsführungsvertrag

Zuständigkeit für Umspannanlagen neu geregelt

Die Süwag Energie AG und die HEAG Versorgungs-AG haben gestern einen Vertrag geschlossen, der den Betrieb und die Instandhaltung der gemeinschaftlich betriebenen Umspannanlagen neu regelt. Zuvor hatte die RWE Net AG die Zuständigkeit für die Anlagen an ihre Tochtergesellschaft Süwag übertragen.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

28 Umspannanlagen, in denen die Hochspannung von 110.000 Volt auf 20.000 Volt Mittelspannung transformiert wird, stehen im Netzgebiet der HEAG Versorgungs-AG. Die Umspannanlagen sind die Schnittstellen zwischen dem überregionalen Netzbetreiber RWE Net AG und der HEAG Versorgungs-AG. Die RWE Net AG hat jetzt die Zuständigkeit für diese Anlagen nun an ihre Tochtergesellschaft, die Süwag Energie AG, übertragen. Im Zuge dieser Änderung musste auch der Vertrag über den Betrieb und die Instandhaltung der gemeinschaftlich betriebenen Umschaltanlagen mit der HEAG Versorgungs-AG neu geregelt werden.

Hierzu unterschrieben am gestrigen Montag Dr. Ulrich Wawrzik, Vorstand der HEAG Versorgungs-AG und Dr. Bernd Wibbe, Vorstand der Süwag Energie AG einen entsprechenden Betriebsführungsvertrag. Darin werden die genauen Zuständigkeiten für die Gemeinschaftsanlagen geregelt - bei möglichen Störungen kann so jede Seite unverzüglich reagieren. Stromausfälle können dadurch noch schneller behoben werden. Die Regelung gilt rückwirkend zum 1. Januar 2003 und ersetzt eine Vereinbarung mit RWE aus dem Jahre 1981.

Mehr als 710.000 Einwohner werden über die 28 Umspannanlagen im etwa 2000 Quadratkilometer großen Netzgebiet der HEAG Versorgungs-AG mit Strom versorgt. Die HEAG Versorgungs-AG wird noch in diesem Jahr mit der Südhessischen Gas und Wasser AG zur HEAG Südhessischen Energie AG (HSE) fusionieren. Damit entsteht der größte eigenständige Dienstleister für Energie, Wasser und Entsorgung in Südhessen.