Innovativer Standort

Zulieferer für Solarzellindustrie siedelt sich in Thalheim an

Der Ort Thalheim in Sachsen-Anhalt entwickelt sich mehr und mehr zum innovativsten Standort der Solarindustrie weltweit. Nach der Q-Cells AG wird sich jetzt auch die Global-Kristall-Silizium Wafer GmbH des Schweizer Unternehmens GK PV dort ansiedeln. Im Sommer 2007 soll die volle Produktauslastung erreicht sein.

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Thalheim (ddp-lsa/sm) - Die Global-Kristall-Silizium Wafer GmbH wird in Thalheim (Landkreis Wolfen) investieren. Wie das Wirtschaftsministerium in Sachsen-Anhalt heute in Magdeburg mitteilte, wird das Unternehmen in unmittelbarer Nähe des Solarzellenproduzenten Q-Cells AG für 80 Millionen Euro ein Werk zur Herstellung von Multisiliziumblöcken errichten. Sie werden dann zu so genannten Wafer für die Photovoltaikindustrie verarbeitet.

Die hauchdünnen und hochreinen Siliziumscheiben dienen als Ausgangsprodukt für Solarzellen, mit denen Sonnenenergie in elektrischen Strom umgewandelt wird. Baustart für das Werk werde noch im Herbst sein. Im Sommer 2007 solle die volle Produktionsauslastung erreicht werden. Es seien fast 160 Arbeitsplätze geplant.

Wirtschaftsminister Horst Rehberger (FDP) sagte, Wolfen-Thalheim entwickle sich immer mehr zum innovativsten Standort der Solarindustrie weltweit. Die Standortentscheidung des Schweizer Unternehmens Global Kristall - Photovoltaik Energie AG (GK PV) sei ein erneuter Beleg für die Anziehungskraft der Region.

Die Siliziumwafer werden in Thalheim den Angaben zufolge aus hochwertigem Silizium hergestellt. Es komme aus Produktionsstätten für Polysilizium in Osteuropa, die zur GK-PV-Gruppe gehören. Durch die sichere Rohstoffversorgung aus konzerneigenen Firmen sei das Thalheimer Unternehmen unabhängig vom übrigen Weltmarkt. GK PV beliefert künftig nach eigenen Angaben alle wichtigen Solarzellenhersteller weltweit. Hierzu zähle insbesondere der große Wachstumsmarkt China.