Strom-News
Bilanz 2011Die mit Windkraft erzeugte Strommenge in Deutschland ist im vergangenen Jahr wieder gewachsen. 2011 wurden 895 neue Windenergie-Anlagen mit einer Leistung von 2007 Megawatt neu installiert, das waren 141 Anlagen und 456 Megawatt mehr als im Vorjahr, wie der Bundesverband Windenergie (BWE) am Donnerstag in Berlin bekanntgab.
Berlin (AFP/red) - Nach früheren Angaben des Branchenverbandes Energie- und Wasserwirtschaft stieg der Anteil der Windkraft am Energiemix im Jahr 2011 von sechs auf 7,6 Prozent.
Die meisten Windräder werden nach wie vor an Land errichtet. Im Meer vor den Küsten wurden 2011 nur Anlagen mit 108 Megawatt ans Netz angeschlossen, teilte der BWE mit. Beim Offshore-Geschäft handele es sich aber um langfristig geplanten Großanlagenbau, der anderen Gesetzen gehorche als das Onshore-Geschäft, erklärte BWE-Präsident Hermann Albers. Ende 2012 werden demnach zehn Offshore-Windparks mit einer Leistung von mehr als 2000 Megawatt im Bau sein.
Voran kommt nach Angaben des BWE das sogenannte Repowering, also der Ersatz alter durch neue Windenergie-Anlagen, die meist eine deutlich höhere Leistung haben. Hier seien 2011 Anlagen mit 238 Megawatt Leistung installiert worden.
Der weitere Ausbau der Windenergie hängt entscheidend an den Stromnetzen, betonte am Donnerstag der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau. Ohne den gleichzeitigen Umbau der Netze und Speicher sei der Ausbau "Makulatur". Da sich Wind nicht an- und abschalten lässt, kommt es zu Schwankungen im Netz.
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Wie der Offshore-Report zeigt, müssen die Infrastruktur sowie das Logistik-Know-how im Bereich Windkraft massiv ausgebaut werden. Nur wenn bis 2020 jeden Tag etwa drei Megawatt an Offshore-Leistung installiert werden, können die Ziele der Energiewende erreicht werden. Bisher fehlen allerdings ausgereifte Logistikkonzepte.
Die Windkraft auf See wächst woanders offenbar schneller als in Deutschland. Im vergangenen Jahr wurden in EU-Gewässern für rund 2,4 Milliarden Euro 235 neue Windturbinen ans Netz gebracht, wie der Europäische Verband für Windenergie (EWEA) am Donnerstag in Brüssel mitteilte.
Regenerative Energien sollen durch eine neue Speichertechnologie gefördert werden: Überschüssige Energien aus Sonnen- und Windkraft könnten in Zukunft in Windgas umgewandelt werden und dem Gasmarkt zugeführt werden. Greenpeace Energy will nun erstmalig einen neuen Tarif zu Windgas anbieten.
Der von Auftragsschwund bedrohte dänische Windturbinenhersteller Vestas hat eine Bestandsgarantie für seine drei deutschen Produktionsstätten abgegeben. Allerdings könne es zu Stellenstreichungen kommen, so ein Unternehmenssprecher am Freitag.
Bei der Erschließung der Windkraft im Offshore-Bereich kommt es zu erheblichen Verzögerungen. Von den rund 10.000 geplanten Windrädern im offenen Meer stehen erst 27. Verantwortlich für den schleppenden Ausbau sind neben natürlichen Widerständen logistische Probleme und Schwierigkeiten bei der Netzanbindung.Strompreise vergleichen
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