Windfront

Zu viel Windstrom bringt Stromnetze in Bedrängnis

Die Übertragungsnetze sind durch den anhaltend starken Wind seit dem 9. November stark überlastet. Die Betreiber geraten ins Schwitzen, weil Rekordmengen an Windstrom ins Netz eingespeist werden. Die Versorgungssicherheit sei aber nicht gefährdet, so Übertragungsnetzbetreiber Tennet.

Stromerzeugung© E. Schittenhelm / Fotolia.com

Bayreuth/Dortmund (dpa/red) - Der anhaltend starke Wind und Sturm bringen die Betreiber der Übertragungsnetze durch die hohe Einspeisung von Windstrom zunehmend in Schwierigkeiten. Mit 32.400 Megawatt sei am Mittwoch ein Rekordwert erreicht worden, teilte der Netzbetreiber Tennet am Donnerstag mit. Es handele sich um das Ergebnis einer Windfront, die seit dem 9. November andauere. Seitdem riefen die vier Betreiber - neben Tennet sind das die TransnetBW, Amprion sowie 50Hertz - unter anderem gesicherte Reservekapazitäten ab, um das Stromnetz stabil zu halten. Windkapazitäten müssten abgeregelt werden, um Transportengpässe im stark überlasteten Übertragungsnetz zu verhindern.

Schwankungen bei der Einspeisung gefährden die Netze

Die Versorgungssicherheit sei nicht gefährdet, hieß es weiter. Aber das Gefahrenpotenzial für die Stromnetze habe sich im Vergleich zu den vergangenen Jahren aufgrund der zunehmenden Schwankungen bei der Einspeisung erneuerbarer Energien und des Wegfalls konventioneller Kraftwerksleistung deutlich erhöht. Der Ausbau des Stromnetzes sei unverzichtbar, betonte Tennet-Chef Urban Keussen. Das gelte vor allem für die wichtigen Nord-Süd-Verbindungen.

Quelle: DPA