Preismanipulationen

Zu viel gezahlt: Grüne werfen Stromkonzernen Abzocke vor

Die NRW-Grünen werfen den Stromkonzernen eine Milliarden-Abzocke wegen Strompreismanipulationen vor. So haben die Verbraucher nach Berechnungen der Düsseldorfer Landtags-Grünen allein im Jahr 2007 über 13 Milliarden Euro zuviel in die Kassen der großen Energiekonzerne gezahlt.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Düsseldorf (ddp-nrw/red) - Grünen-Fraktionsvize Reiner Priggen berief sich am Mittwoch in Düsseldorf auf Expertenangaben, wonach 2007 ein Strompreis von 32 Euro je Megawattstunde (MWh) zulässig gewesen wäre.Verlangt worden seien aber 60 Euro und mehr je MWh, das heißt 28 Euro je MWh zuviel. In 2007 habe E.ON 127 Millionen MWh abgesetzt. Das bedeute, dass allein E.ON 3,5 Milliarden Euro nur in diesem Jahr zuviel verlangt habe.

Rechne man diese durch Manipulationen an der Strombörse entstandenen Mehrerlöse auf alle vier Energiekonzerne - also neben E.ON auch RWE, EnBW und Vattenfall - hoch, ergebe sich ein Betrag von 13,4 Milliarden Euro.

Priggen forderte, Verbraucher müssten seitens der Politik bei der Durchsetzung von Schadensersatzansprüchen gegenüber den Energiekonzernen unterstützt werden.