Strom-News
Preis-DiskussionDie Strombranche weist die Kritik an den zu hohen Strompreisen für Haushaltskunden zurück. Der Strom für Privatkunden würde schon lange im Voraus eingekauft, so dass sich die Strompreise im Großhandel nicht sofort bemerkbar machen, so der BDEW.
Berlin (red) - Die meisten Unternehmen hätten einen Großteil des Stroms, den Sie heute an ihre Haushaltskunden liefern, bereits in den letzten zwei bis drei Jahren an der Strombörse gekauft, erklärt der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW). Damit würden Risiken bei der Strombeschaffung minimiert, da kurzfristige Preissteigerungen ausgeglichen würden. Allerdings könnten so die aktuell niedrigen Preise nicht sofort an Haushaltskunden weitergegeben werden.
Anders sehe es beim Strom für Industriekunden aus, der zeitnah eingekauft wird. Daher könnten hier sinkende Strompreise an der Börse schneller an die Kunden weitergegeben werden. "Damit ist aber auch ein höheres Risiko in Bezug auf Preisspitzen verbunden. In der Regel laufen die Verträge der Industriekunden über ein Jahr", erklärte der BDEW.
Die Bildung des Strompreises für Haushaltskunden beruhe auf mehreren Faktoren: Neben den Kosten für die Beschaffung von Strom an der Börse hätten auch die Netzentgelte sowie Steuern und Abgaben Einfluss auf die Strompreise für Haushaltskunden. Der Betrag für Steuern und Abgaben auf der Stromkundenrechnung eines Drei-Personen-Haushaltes sei in den vergangenen Jahren auf knapp 26 Euro im Monat gestiegen, so der BDEW.
"Der Kunde hat aber die Möglichkeit, seine Stromrechnung zu beeinflussen. Er hat die Wahl zwischen zahlreichen Produkten und Anbietern im Strommarkt", so der BDEW weiter. Verbraucher sollten sich daher informieren und Strompreise vergleichen, um den günstigsten Tarif wählen zu können.
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