ZMG-Umfrage: 31 Prozent wechselbereit - "Yello Strom" am bekanntesten

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com
Fast jeder dritte Verbraucher in Deutschland denkt augenblicklich darüber nach, in nächster Zeit zu einem anderen Stromanbieter zu wechseln. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Repräsentativbefragung, die von Marplan im Auftrag der ZMG Zeitungs Marketing Gesellschaft (Frankfurt am Main) durchgeführt wurde. Befragt wurden über 1000 Personen.



Der Hauptgrund für entsprechende Überlegungen ist der Preis: 95 Prozent der potenziellen Wechsler hoffen auf eine günstigere Stromrechnung. Dies entspricht dem Tenor der Werbekampagnen, die genau an diesem Punkt ansetzten. Rund die Hälfte der Verbraucher ohne Wechselabsicht ist mit den bisherigen Anbietern zufrieden (53 Prozent) beziehungsweise wartet lieber noch eine geraume Zeit ab (46 Prozent). 41 Prozent beklagen, dass ihnen nicht genügend Informationen zur Verfügung stehen.



Insgesamt besteht beim Thema Stromversorgung trotz massiver Werbung und umfangreicher redaktioneller Berichterstattung offensichtlich noch erheblicher Aufklärungsbedarf. Eine deutliche Mehrheit von zwei Dritteln der Bevölkerung (65 Prozent) fühlt sich weniger oder überhaupt nicht gut informiert - und zwar weitgehend unabhängig von soziodemographischen Merkmalen wie Alter oder Bildung. Folglich möchten 52 Prozent mehr über die neuen Stromanbieter erfahren.



Die Farbe des Stroms ist neben dem Preis ein zentrales Thema der Werbung. Eine Mehrheit von 59 Prozent der Befragten ist der Meinung, Strom habe keine bestimmte Farbe. 28 Prozent jedoch sind der Meinung, dass Strom gelb ist - hier hat die Werbeoffensive der Yello Strom GmbH offensichtlich nachhaltigen Eindruck hinterlassen. Lediglich sechs Prozent nennen "blau" - Stichwort: "Avanza" -, weitere sieben Prozent andere Farben. Dieses Bild schlägt sich auch in der Bekanntheit der Stromanbieter nieder: 52 Prozent nennen ungestützt die "Yello Strom" GmbH, die damit eindeutig Spitzenreiter ist. Auf den weiteren Plätzen folgen mit klarem Abstand die Stadtwerke vor Ort (20 Prozent), RWE Energie (15 Prozent) und Bayernwerk (zehn Prozent).