Verbesserte Förderung

Zinsgünstigere Darlehen für Solaranlagen

Die KfW Bankengruppe hat die Darlehenszinsen für solare Heizungsmodernisierung gesenkt, zudem werden staatliche Zuschüsse für neue Anlagen gewährt. Deswegen, so die Unternehmensvereinigung Solarwirtschaft, rechne sich ein Umstieg auf Solarwärme immer mehr.

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Berlin (red) - Die KfW Bankengruppe gewährt ab sofort zinsgünstigere Darlehen für die solare Heizungsmodernisierung. Die Senkung von bisher 2,02 auf 1,81 Prozent bei zwanzigjähriger Laufzeit solle Hausbesitzer gerade in Zeiten des Ölpreishochs verstärkt zu einem Umstieg auf Solarwärme zur Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung bewegen. Rund 14 Millionen deutsche Haushalte mit ineffizienten und veralteten Heizsysteme seien davon betroffen.

Laut Angaben der Unternehmensvereinigung Solarwirtschaft (UVS) waren Solaranlagen noch nie so wirtschaftlich wie heute. Mit der aktuellen Zinssenkung rechneten sich die Kosten für eine Heizungsmodernisierung in Verbindung mit dem Einbau einer Solarwärmeanlage jetzt schneller. Zudem können die einmaligen Sanierungskosten über öffentliche Zuschüsse und staatlich subventionierte Darlehen meist vollständig gedeckt werden.

Förderanträge für die zinsgünstigen Kredite können sowohl von privaten Hauseigentümern als auch von Wohnungsbaugesellschaften gestellt werden. Sanierungsgelder bekommt man, wenn das Haus vor 1979 errichtet und der auszutauschende Heizkessel vor dem 01.06.1982 eingebaut wurde. Wenn der Eigentümer nachweisen kann, dass nach der Modernisierung ein bestimmtes Maß an CO2 und Energie eingespart wurden, winkt ein weiterer Teilschuldenerlass von 20 Prozent. Die UVS weist zudem auf die Kombinationsmöglichkeit mit anderen Förderprogrammen hin, so werde beispielsweise vom Bundesamt für Wirtschaft zusätzlich ein nicht rückzahlbarer Zuschuss von 110 Euro je Quadratmeter Solarkollektorfläche gewährt.

"Durch die Sanierung einer alten Heizung in Verbindung mit einer neuen Solarwärmeanlage können Bauherren ihren jährlichen Öl- beziehungsweise Gasverbrauch um bis zu 50 Prozent senken" erklärt Carsten Körnig, Geschäftsführer der UVS. Schon mit einer sechs Quadratmeter großen Solarkollektorfläche kann nach UVS-Angaben der Warmwasserbedarf für 2000 Duschgänge gedeckt werden.