Ohne Unterstützung des Landes

Ziegler regt verbilligten Stromtarif für sozial Schwache an

Die brandenburgische Landesregierung hat einen verbilligten Stromtarif für sozial Schwache angeregt. Sozialministerin Dagmar Ziegler (SPD) hält es für "wünschenswert", wenn sich die Energieversorger im Land einer Initiative von E.ON Bayern anschließen und sich in ähnlicher Form sozial betätigen würden.

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Potsdam (ddp-lbg/sm) - Es wäre nahe liegend, wenn Versorgungsunternehmen Empfängern von Arbeitslosengeld II oder Sozialhilfe einen besonders günstigen Tarif anbieten würden, sagte Ziegler in der Antwort auf eine parlamentarische Anfrage in Potsdam.

Allerdings warnte die Ministerin davor, mit einer solchen Initiative diskriminierende Rahmenbedingungen zu wählen. Eine sachlich ungerechtfertigte Ausschließung anderer Abnehmer, die ebenfalls nur ein geringes Einkommen haben, müsse vermieden werden.

Eine unmittelbare Unterstützung des Landes für eine solche Aktion sagte die Ministerin nicht zu. Die marktwirtschaftlich ausgerichteten Unternehmen seien "selbst gefragt", sowohl gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen als auch geeignete Partner und Wege zu suchen. Das Angebot von E.ON Bayern verdeutliche, dass das auch ohne Unterstützung der Landesregierung zu realisieren sei.

Gemeinsam mit der Caritas und der Diakonie bietet E.ON Bayern hilfebedürftigen Kunden im eigenen Netzgebiet seit September einen verbilligten Stromtarif an. Die Unterstützung kann bei beiden Sozialverbänden beantragt werden und gilt bei einer GEZ-Rundfunkgebührenbefreiung.