Vorschläge

ZEW: Internationalisierung des Emissionshandels neu gestalten

Das europäische Emissionshandelssystem soll künftig international vernetzt werden. Eine aktuelle Studie des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) zeigt, dass eine solche Vernetzung unter den derzeitigen Bedingungen nur geringen ökonomischen Nutzen brächte.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Mannheim (red) - Auf der zwölften Weltklimakonferenz ab dem 6. November in Nairobi steht die Verhandlung eines Nachfolgeabkommens des Kyoto- Protokolls ab dem Jahr 2012 auf der Tagesordnung. Ein Bestandteil wird die Zukunft des Emissionshandels sein.

Die neue Studie des ZEW kommt zu der Auffassung, dass durch den Einsatz "flexibler Mechanismen", die bereits im Kyoto-Protokoll vorgesehen sind und auch in einem Nachfolgeabkommen eine tragende Rolle spielen werden, die Attraktivität einer internationalen Vernetzung erheblich zunehmen könnte. So würde etwa durch die Nutzung des zwischenstaatlichen Emissionshandels und des Clean Development Mechanism die Kosteneffizienz des Klimaschutzes erhöht, da diese den teilnehmenden Staaten zusätzliche Handelsspielräume ermöglichen.

Ein weiteres wichtiges Verhandlungsthema in Nairobi ist die Anpassung an den Klimawandel. Dabei stehen insbesondere die konkreten Massnahmen gegen den Klimawandel sowie die Frage der Finanzierung für die Entwicklungsländer zur Debatte.

Weiterführende Links
  • ZEW-Studie zum Download (hier klicken)