Studie

ZEW: Emissionshandel führt nicht zu Wettbewerbsnachteilen

Der 2005 gestartete Emissionshandel in der EU führt nicht zu signifikanten Wettbewerbsnachteilen für die Unternehmen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung des Mannheimer Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) im Auftrag des World Wide Fund for Nature (WWF) .

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

Mannheim (ddp/sm) - Wie das ZEW mitteilte, sei bei den Unternehmen, die an dem System teilnehmen müssten, kein erheblicher Verlust von Arbeitsplätzen zu erwarten. Dies hatten Kritiker befürchtet.

Das ZEW hat nach eigenen Angaben bereits vorliegende Studien und Modellrechnungen zu den Effekten des Handelssystems ETS ausgewertet. Dabei habe sich gezeigt, dass das System die unter Kostengesichtspunkten effizienteste Methode sei, um die im Kyoto-Protokoll formulierten Emissionsreduktionsziele zu erreichen.

Ohne staatliches Eingreifen ließen sich die Verpflichtungen der Klimaschutz-Vereinbarung nicht erfüllen, die Treibhausgasemissionen in Europa zwischen 2008 und 2012 um acht Prozent zu senken. Verglichen mit Regulierungsmaßnahmen oder einer Ökosteuer ist der zwischenstaatliche Handel mit Emissionsrechten in der EU nach Einschätzung des ZEW die beste Option. Unternehmen gewähre der Regulierungsmechanismus größere Flexibilität und Anreize für Innovationen.

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