Globale Kompetenz

Zertifizierer DNV: "Firmen können mit Klimaschutz Geld verdienen"

Der Vorstand des CDM, der von den Vereinten Nationen ernannt wurde, hat DNV als erste Organisation mit der umfangreichsten Zulassung für fast alle Industriebereiche für die Validierung von Klimaschutzprojekten akkreditiert. Jetzt müsse es darum gehen, dass die Wirtschaft den Klimaschutz als interessanten Markt entdeckt.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Essen (red) - Mit Inkrafttreten des Kyoto-Protokolls kann der Zertifizierer Det Norske Veritas (DNV) Firmen und Länder auf das Ausmaß ihrer Treibhausemissionen überprüfen und bewerten. Die UN bescheinigte der unabhängigen norwegischen Stiftung globale Kompetenz bei der Verifizierung von Klimaschutzprojekten.

"Wir haben die richtigen Instrumente an der Hand, um die Umsetzung der Kyoto-Richtlinien anzustoßen", erläuterte Dr. Ralf Schmackpfeffer, Klimaschutzexperte bei DNV. "Wenn der Klimaschutz Firmen nicht nur Zwänge und Kosten auferlegt, sondern auch echte finanzielle Anreize bietet, haben wir eine Chance, die Industrie zum Umdenken zu bewegen", führte Schmackpfeffer aus. Eines dieser Instrumente sei der Clean Development Mechanism (CDM), der nach den flexiblen Richtlinien des Kyoto-Protokolls entwickelt wurde. Mit dem CDM können Industrieländer oder Unternehmen Emissionsgutschriften für die Finanzierung von emissionsmindernden Projekten in Entwicklungsländern erhalten.

"Das Zauberwort heißt Institutionalisierung. Wir müssen den Klimaschutz so selbstverständlich für die Industrie machen wie den Arbeitsschutz", so Schmackpfeffer. "Gleichzeitig muss die Wirtschaft im Klimaschutz einen interessanten Markt für sich entdecken. Dann hat er das Potenzial zum Selbstläufer."

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