Weiterhin umstritten

Zeitungen: Meyer bezog auch als CDU-General noch Gehalt von RWE

Wie die "Süddeutsche Zeitung" und "Berliner Zeitung" berichten, hat Meyer bis April 2001 Gehalt von RWE/VEW bezogen. Meyer selbst sagt dazu, er habe für eine geordnete Übergabe gesorgt und noch einige Projekte abwickeln müssen, wollte das Arbeitsverhältnis jedoch schnellstmöglich ruhen lassen.

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München (ddp/sm) - CDU-Generalsekretär Laurenz Meyer hat abweichend von seiner bisherigen Darstellung bis April 2001 vom Stromkonzern RWE/VEW ein Gehalt bezogen. Das berichten übereinstimmend die "Süddeutsche Zeitung" und die "Berliner Zeitung" (Freitagausgabe). Im November 2000 hatte ein CDU-Parteitag Meyer als Nachfolger von Ruprecht Polenz zum Generalsekretär der Partei gewählt. Im Zuge der Diskussion über die Bezüge, die der inzwischen von seinem Amt als CDA-Vorsitzender zurückgetretene CDU-Politiker Hermann-Josef Arentz jahrelang ohne nennenswerte Leistung von RWE bezogen hatte, sei jetzt herausgekommen, dass Meyer nach seiner Wahl zum Generalsekretär zusätzlich zum Salär der CDU noch fünf Monate ein Gehalt von dem Unternehmen erhalten habe, schreibt die "Süddeutsche Zeitung".

Meyer sagte dem Blatt, er habe als langjähriger Manager des Stromunternehmens VEW für eine "geordnete Übergabe" gesorgt. Er habe noch "einige Projekte" abwickeln müssen, aber gleichzeitig darauf gedrungen, dass das Arbeitsverhältnis mit dem Stromunternehmen zum "schnellstmöglichen Zeitpunkt" ruhen solle.

Zusätzlich erhält Meyer der Zeitung zufolge bis heute Strom zum Mitarbeitertarif. Die von RWE als "Energiesachleistung" beschriebene verbilligte Stromlieferung werde von Meyer als geldwerter Vorteil versteuert, obwohl er längst aus familiären Gründen daheim ausgezogen sei. Eine RWE-Sprecherin sagte der Zeitung: "Das Anstellungsverhältnis von Herrn Laurenz Meyer ruht derzeit. Herr Laurenz Meyer erhält vergünstigte Energiebezüge entsprechend den damaligen VEW-Regelungen für ruhende Verträge." Nach Informationen der "Berliner Zeitung" soll Meyer auch Gas zu vergünstigten Konditionen bezogen haben. Auch seien ihm Erfolgsbeteiligungen an Unternehmensgewinnen ausgezahlt worden.