Spekulationen

Zeitung: Werner Brinker Favorit für Claassen-Nachfolge bei EnBW

EWE-Chef Werner Brinker gilt einem Zeitungsbericht zufolge als heißer Kandidat für die Nachfolge von Utz Claassen bei EnBW. Claassen wiederum schloss einen Wechsel zu EWE aus, zeigte sich gegenüber einem möglichen Wechsel in eine andere Branche aber durchaus aufgeschlossen.

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Berlin (ddp/sm) - Der Vorstandschef des Oldenburger Regionalversorgers EWE und Präsident des Verbandes der Elektrizitätswirtschaft (VdEW), Werner Brinker, gilt nach Zeitungsinformationen als Favorit für die Nachfolge von Utz Claassen an der Spitze des baden-württembergischen Energieversorgers EnBW. Die EnBW-Anteilseigner versprächen sich von der Berufung Brinkers einen entscheidenden Schub für den angestrebten Zusammenschluss der EnBW mit dem Oldenburger Unternehmen, berichtete die "Berliner Zeitung" (Donnerstagausgabe) vorab. Claassen hatte erklärt, er wolle seinen zum 1. Mai 2008 auslaufenden Vertrag bei EnBW nicht verlängern.

Der Aufsichtsratsvorsitzende der EWE, Günther Boekhoff, habe erst kürzlich bestätigt, dass die Anteilseigner von EnBW und EWE bereits mehrere Gespräche über Kooperationen der beiden Unternehmen bis hin zu einer Fusion geführt hätten, schrieb das Blatt. Schon bei diesen Gesprächen hätten die Baden-Württemberger angeboten, dass EWE-Chef Brinker in einem fusionierten Unternehmen den Vorstandsvorsitz übernehmen und Claassen ablösen könne, obgleich EnBW der deutlich größere Fusionspartner wäre.

Brinker nannte in der "Leipziger Volkszeitung" (Donnerstagausgabe) Gerüchte über seinen möglichen Wechsel zu EnBW laut Vorabbericht Spekulationen, an denen er sich nicht beteilige. Weitere Kommentare lehnte er ab.

Claassen wiederum schloss einen Wechsel zum Essener Konkurrenten RWE aus. "Das ist ein absurdes und unfundiertes Gerücht", sagte er der "Financial Times Deutschland" (Donnerstagausgabe) laut Vorabbericht. Seine Zukunftspläne ließ Claassen offen. Auch ein Wechsel in eine andere Branche sei denkbar. "Branchen-Know-how ist völlig unerheblich", sagte er. Bevor er zu EnBW kam, hatte der Manager unter anderem als Unternehmensberater und bei den Autobauern Seat und Ford gearbeitet. Bis auf weiteres wolle er sich bei EnBW weiter mit höchstem Einsatz einbringen, stellte Claassen klar. Er sei nicht amtsmüde.