Wegen Umweltbedenken

Zeitung: Verzögerungen beim Bau der Ostsee-Gaspipeline

Der Bau der Ostsee-Pipeline verzögert sich angeblich. Wie das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" berichtet, seien weder beim Hamburg Bundesamt für Seeschiffahrt und Hydrographie noch beim Bergamt in Stralsund Anträge für ein Raumordnungsverfahren eingereicht worden.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Hamburg/Stralsund (ddp/sm) - Die Betreiber wollten zunächst ein internationales Notifizierungsverfahren der Ostseeanrainer-Staaten abschließen und die Bedenken der Umweltverbände ausräumen. Der Aufsichtsratsvorsitzende der Betreibergesellschaft, Ex-Kanzler Gerhard Schröder (SPD), habe versichert, "dass alle ökologischen Bedenken ernst genommen" würden, schreibt das Magazin.

Im russischen Tscherepowez wurde Ende vergangenen Jahres der Bau der Ostsee-Pipeline als Gemeinschaftsprojekt des russischen Gaskonzerns Gasprom und der deutschen Energieunternehmen E.ON und Wintershall begonnen. Die 1200 Kilometer lange Gasleitung soll in fünf Jahren fertig sein und etwa vier Milliarden Euro kosten. Die Pipeline wird dann von Wyborg bei St. Petersburg über den Grund der Ostsee bis nach Greifswald verlaufen und in Deutschland auch durch besonders geschützte Gebiete führen. Auf deutscher Seite sollte der Bau 2008 am Greifswalder Bodden beginnen. Dadurch befürchten Umweltverbände die Störung von Aufzuchtgebieten des Ostsee-Herings.