Mehrbelastungen

Zeitung: Verbraucher zahlen 4,2 Milliarden für Ökostrom

Laut unveröffentlichten Berechnungen des Verbandes der Elektrizitätswirtschaft (VDEW), die dem Handelsblatt vorliegen, zahlen Verbraucher in diesem Jahr durch die Umlage aus dem Erneuerbare-Energien-Gesetz 4,2 Milliarden Euro für Ökostrom. Im letzten Jahr lagen die EEG-Mehrbelastungen noch bei 3,2 Milliarden Euro.

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Berlin (red) - Wie das Handelsblatt weiter berichtet, hat ein Drei-Personenhaushalt mit einem Jahresverbrauch von 3.500 Kilowattstunden über die EEG-Umlage monatlich 2,85 Euro mehr zu zahlen, so der VDEW. Letztes Jahr habe der Wert noch bei 2,22 Euro gelegen.

Das EEG regelt unter anderem die Vergütung von ins Netz eingespeistem Strom aus erneuerbaren Energien. Es verpflichtet Stromnetzbetreiber und Energieversorger dazu, Elektrizität aus erneuerbaren Energien abzunehmen und über einen Zeitraum von bis zu 20 Jahren zu einem festgelegten Tarif zu vergüten. Dieser liegt über dem aktuellen Marktpreis für Strom. Die Verbraucher haben die Differenz zwischen dem Marktpreis und der EEG-Umlage zu tragen, diese Umlage steigt, wenn mehr Ökostrom produziert wird.

Derzeit machen die Erneuerbaren rund 13 Prozent der Stromproduktion aus, der Anteil soll laut den Zielen der Regierung bis 2020 auf 27 Prozent steigen. Da die Vergütung von Ökostrom aber mit steigender Konkurrenzfähigkeit der Anlagen sinkt, wird die EEG-Umlage nicht ständig weiter steigen, sondern etwa 2016 ihren Höhepunkt erreicht haben, so das Blatt weiter.

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