Ilolator an Strommast

Zeitung: Vattenfall untersucht Isolatoren-Explosion bei Berlin

Der Energiekonzern Vattenfall Europe Transmission rätselt über eine erneute Explosion von Keramik-Isolatoren an einem Strommast am Eisenhutweg in Berlin-Johannisthal. Bereits Anfang Januar war die Anlage explodiert und wurde nach Untersuchungen erst kürzlich wieder in Betrieb genommen.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (ddp-bln/sm) - Das Unternehmen habe zwei Gutachter beauftragt, die Ursachen zu finden, berichtete die "Berliner Zeitung". "Solange der Fehler nicht bekannt ist, bleibt die Anlage abgeschaltet", sagte der Sprecher von Vattenfall Europe Transmission, Olivier Feix.

Nach der ersten Explosion am 1. Januar hatten Mitarbeiter von Vattenfall nach Angaben des Blatts die Anlage abgeschaltet, untersucht und am 28. Januar wieder in Betrieb genommen. Am 1. Februar sei erneut ein rund drei Meter hoher Isolator explodiert. Keramikteile flogen der Zeitung zufolge auf Grundstücke und Häuser der Siedlung. 80 Liter der zähflüssigen Isolationsflüssigkeit Silikonöl seien mehrere hundert Meter weit auf Häuser, Autos und Gehwege gespritzt.

Bisher habe Vattenfall die Spuren der Explosion nicht beseitigt. Dem Blatt zufolge verlangen etwa 50 Anwohner nun Schadensersatz von Vattenfall Europe Transmission. Gleichzeitig forderten Bewohner der Siedlung das Unternehmen auf, dass der Strommast endgültig nicht mehr genutzt wird. Beamte des Landskriminalamts prüften jetzt, ob eine Straftat vorliegt.