Weltweiter Alleingang

Zeitung: Vahrenholt sieht Atomausstieg widerlegt

Nach Ansicht von Fritz Vahrenholt, Vorstandschef des Windkraftkonzerns Repower Systems AG, bleibt der deutsche Atomausstieg weltweit ein Alleingang. Dies belege der bevorstehende G8-Gipfel in Sankt Petersburg, so Varenholt gegenüber dem Düsseldorfer "Handelsblatt".

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Berlin (red) - Selbst EU-Staaten wie Finnland, Schweden oder die Niederlande, die nicht als "ökologische Ignoranten" einzustufen seien, würden dem deutschen Vorbild nicht folgen, sagte der Windkraftmanager.

Er sieht den Neubau von Kernkraftwerken in Deutschland als grundsätzlich sinnvolle Option an, allerdings auch als politisch nicht realistisch. "Das schlimmste Greuel ist mir, wenn Schwellenländer auf Kernkraftwerke russischer Bauart setzen", so der ehemalige SPD-Umweltsenator. "Da wäre mir in der Tat ein modernes neues Kraftwerk im eigenen Land lieber." Daher müsse die Kernenergieforschung in Deutschland auf einem hohen Niveau bleiben.

Bei dem G8-Gipfeltreffen am kommenden Wochenende wollen sich die Staats- und Regierungschefs der führenden Industrienationen mehrheitlich für eine stärkere Rolle der Kernenergie im globalen Energiemix aussprechen. Die Bundesregierung hält dagegen auf Basis des Koalitionsvertrags von Union und SPD an einem Auslaufen der deutschen Kernkraft fest.

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