Vorschlag

Zeitung: Stromkonzerne machen Angebot an die Bundesregierung

Die vier großen deutschen Energiekonzerne wollen einem Zeitungsbericht zufolge mit ihrer Preispolitik der Bundesregierung entgegenkommen und erwarten im Gegenzug einen Verzicht auf eine Verschärfung des Kartellrechts. Die Vorschläge sollen wettbewerbsfähige Strompreise garantieren.

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Düsseldorf (ddp/sm) - Nach einem Bericht des "Handelsblatts" erarbeiten E.ON, RWE, Vattenfall und EnBW derzeit einen Katalog, den sie als "Angebot an die Bundeskanzlerin" verstünden.

Die Zugeständnisse der Unternehmen, die derzeit noch im Detail abgestimmt würden, im Entwurf aber bereits vorlägen, umfassen der Zeitung zufolge sechs zentrale Punkte. So wollen sich die Energieversorger unter anderem dazu bereit erklären, wettbewerbsfähige Preise für die energieintensive Industrie zu gewährleisten. Darüber hinaus wollten sie der Politik zusichern, künftig sämtlichen Strom über die Leipziger Strombörse (EEX) zu verkaufen, um die Liquidität der Strombörse zu vergrößern. Außerdem solle die Transparenz der Preisbildung an der EEX erhöht werden.

Die Konzerne sind wegen ihrer Preispolitik heftiger Kritik ausgesetzt. Ihnen wird vorgeworfen, sie behinderten den Wettbewerb auf dem Strommarkt und hielten die Preise künstlich hoch.