Rohstoff-Knappheit

Zeitung: Solarbranche wächst langsamer

Nachdem im vergangenen Jahr noch ein Zuwachs von 20 Prozent verzeichnet wurde, ist nach einem Bericht des Düsseldorfer "Handelsblattes" für Deutschland in diesem Jahr mit einer deutlich geringeren Zunahme zu rechnen. Grund sind die hohen Preise, besonders für den Rohstoff Silizium.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Düsseldorf (red) - Dies bestätigte Carsten Körnig, Geschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft, gegenüber dem der Zeitung. Solarworld-Chef Frank Asbeck geht davon aus, dass der Markt ein "Plateau" erreicht habe.

Als Grund werden die hohen Preise genannt. Nach Schätzung des Energie-Analysten Patrick Hummel sind sie seit Jahresanfang für die Vorprodukte Module und Solarzellen um fünf bis zehn Prozent gestiegen, nach einem Plus von über zehn Prozent in den vergangenen zwei Jahren. Die Senkung der Einspeisevergütung um jährlich fünf Prozent senke die Renditen und führe zu mangelnder Attraktivität. Vor allem die Preise für den zur Zeit knappen Rohstoff Silizium hätten sich in den letzten zwei Jahren verdoppelt. Das Ende der Knappheit erwartet Hummel für 2008, da die Förderung im vergangenen Jahr um 45 Prozent ausgebaut wurde.

Inzwischen hat Solarworld eine Preissenkung von zehn Prozent angekündigt. Andere Hersteller werden folgen. Während große Unternehmen wie Solarworld, Ersol und Q-Cells durch langfristige Lieferverträge und ähnliche Vorteile die Produktion abgesichert haben, müssen sich die kleineren Hersteller mit Silizium am teuren Spotmarkt versorgen. Dementsprechend geringer fallen die Gewinne aus.

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