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Zeitung: Sachsen drohen dieses Jahr zwei Strompreiserhöhungen

Auch Sachsens Stromverbraucher müssen sich nach der Preiserhöhung vom Januar dieses Jahr noch auf einen zweiten Schub einstellen. Energieversorger wie Envia-M und Drewag schlossen Preiserhöhungen zum Juli nicht aus, schreibt die "Sächsische Zeitung". Grund ist die Preisgenehmigung für den Stromkonzern Vattenfall.

Netzausbau© Günter Menzl / Fotolia.com

Dresden (ddp-lsc/sm) - Bisher waren Preiserhöhungen nur zum Jahreswechsel üblich, weil dann die genehmigten Tarife ausliefen. Envia-M-Sprecher Stefan Buscher sagte dem Blatt, Vorlieferant Vattenfall habe überraschend die Genehmigung zur Erhöhung seiner Netzpreise um 27 Prozent erhalten und lege diese Kosten auf die Abnehmer um. Daher garantiere Envia-M die derzeit geltenden Preise für Haushalt und Gewerbe nur bis Mitte des Jahres.

Nach Auskunft des Dresdner Wirtschaftsministeriums würde die Erhöhung der Netzkosten für den Endverbraucher gut ein Prozent Preiserhöhung ausmachen. Es sei aber nicht damit zu rechnen, dass Unternehmen jetzt schon eine Erhöhung ihrer gerade erst genehmigten Preise verlangen. Die Genehmigung würde drei Monate dauern, schreibt die Zeitung.

Wie brichtet, wurden am Freitag Strompreiserhöhungen für Sachsen-Anhalt angekündigt.